Salbei bei Verdauungsbeschwerden und Entzündungen

Salbei bei Verdauungsbeschwerden und Entzündungen

Inhaltsverzeichnis

Salbei enthält unter anderem Gerb- und Bitterstoffe, ätherisches Öl, Diterpene und Triterpene.

Salbei kann bei Folgendem helfen:

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  • Starkem Schwitzen: Die Gerbstoffe des Salbei sollen bei einer äußerlichen Anwendung die Nervenenden der Schweißdrüsen hemmen und dadurch die Schweißproduktion reduzieren. So kann Salbei bei übermäßigem Schwitzen helfen.
  • Verdauungsbeschwerden: Die im Salbei enthaltenen Bitterstoffe sorgen dafür, dass die Verdauungssäfte vermehrt produziert werden. Dadurch wird wiederum die gesamte Verdauung angekurbelt, wodurch Beschwerden wie Krämpfe, Blähungen und Völlegefühl gelindert werden können.
  • Entzündungen des Mund- und Rachenraums: Das ätherische Salbeiöl wirkt antimikrobiell und hemmt die Vermehrung von Krankheitserregern. Außerdem wirkt Salbei entzündungshemmend und beschleunigt die Heilung einer Entzündung.

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Salbei bei Magen-Darm-Beschwerden: Was ist anerkannt?

Für die innerliche Anwendung von Salbeiblättern ist genau ein Magen-Darm-Anwendungsgebiet offiziell anerkannt: die Linderung leichter dyspeptischer Beschwerden wie Sodbrennen und Blähungen. So steht es in der europäischen Arzneipflanzen-Monographie der EMA (Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel, HMPC) zu Salvia officinalis L., folium, und ebenso in der deutschen Kommission-E-Monographie. Grundlage ist die traditionelle Anwendung über lange Zeit, nicht eine klinische Wirksamkeitsstudie.

Dosierung als Tee (Erwachsene): 1 bis 2 Gramm fein geschnittene Salbeiblätter mit 150 ml kochendem Wasser übergießen und den Aufguss dreimal täglich trinken. Die Kommission E empfiehlt bei Magen-Darm-Beschwerden, den warmen Aufguss etwa 30 Minuten vor den Mahlzeiten zu trinken.

Wichtig zur Abgrenzung: Durchfall gehört nicht zu den anerkannten Anwendungsgebieten von Salbei – weder die EMA-Monographie noch die Kommission E führen ihn auf. Die volkstümliche Anwendung stützt sich auf die zusammenziehende Wirkung der Gerbstoffe; belastbare Belege dafür fehlen. Auch eine Magenschleimhautentzündung ist kein Fall für Selbstbehandlung mit Tee, sondern gehört ärztlich abgeklärt.

Grenzen der Anwendung: Halten die Verdauungsbeschwerden trotz Anwendung länger als zwei Wochen an oder verschlimmern sie sich, sollten Sie ärztlichen Rat einholen. Bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ist die innerliche Anwendung mangels ausreichender Daten nicht empfohlen. Einzige ausdrückliche Gegenanzeige der Monographie ist eine bekannte Überempfindlichkeit (Allergie) gegen Salbei; da Salbei zu den Lippenblütlern gehört, sind Kreuzreaktionen mit verwandten Kräutern möglich.

Quellen: EMA/HMPC, European Union herbal monograph on Salvia officinalis L., folium (EMA/HMPC/277152/2015); PTAheute: Salbei – kraftvoll für Mund und Darm.

Mögliche Nebenwirkungen

Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollten Sie Salbei nicht innerlich anwenden, da es hierzu keine gesicherten Erkenntnisse gibt. Das ätherische Salbeiöl kann bei zu langer Anwendung oder zu hoher Dosis zu Herzrasen, Schwindelgefühl und epileptischen Krämpfen führen. Konsultieren Sie bei Unsicherheiten Ihren Arzt.

Hintergrundinformationen

Salbei ist rund um das Mittelmeer wildwachsend zu finden. Außerdem wird er auf der ganzen Welt gezüchtet, da er als Gewürzpflanze sehr beliebt ist. Dass der Salbei auch eine wertvolle Heilpflanze ist, wird oft vergessen.

Salbei oder Salvia officinalis ist eine immergrüne Pflanze, die bis zu 90 Zentimeter hochwachsen kann. Die vierkantigen Stängel sind stark verzweigt, die graugrünen Blätter fühlen sich pelzig an. Im Frühsommer trägt der Salbei blau-lila oder rosa-weiße Blüten. Er gehört zur Familie der Lippenblütler.

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Salbei als Gartenpflanze

Salbei eignet sich wunderbar für das Kräuterbeet im Garten. Kaufen Sie sich ein kleines Exemplar im Fachhandel und pflanzen Sie dieses im Frühjahr aus. Beachten Sie dabei, dass der Salbei einen möglichst sonnigen Standort mit trockenem Boden bevorzugt. Salbei ist sehr pflegeleicht. Lediglich bei längeren Trockenperioden sollten Sie ihn regelmäßig gießen. Die kleine Pflanze wächst in kurzer Zeit zu einem prächtigen Strauch heran. Ernten können Sie die Blätter des Salbei kurz vor der Blütezeit. Zu diesem Zeitpunkt ist der Gehalt an wertvollen Inhaltsstoffen am größten.

Salbeitee

Salbeitee wirkt wohltuend bei Verdauungsbeschwerden. Für den Tee brauchen Sie zwei Teelöffel frische Salbeiblätter. Überbrühen Sie diese mit einer Tasse heißem Wasser. Lassen Sie den Sud etwa acht Minuten ziehen, bevor Sie die Blätter absieben. Je nach Geschmack können Sie den Tee noch mit etwas Honig verfeinern. Bei Entzündungen des Mund- und Rachenraums können Sie den Tee als Gurgellösung nutzen und mehrmals täglich damit den Mund ausspülen.

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Heilende Wirkung

Der wissenschaftliche Name des Salbei „Salvia“ leitet sich vom lateinischen Wort „salvare“ ab, was „heilen“ bedeutet. Schon die alten Römer sollen von den heilenden Wirkungen des Salbei gewusst und diese geschätzt haben. Heute ist Salbei vor allem als Gewürz beliebt, er passt gut zu Pasta- oder Fischgerichten.

Zuletzt aktualisiert: August 2026

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