Warum habe ich nachts eine verstopfte Nase?
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Warum habe ich nachts eine verstopfte Nase?

Sehr unangenehm: eine verstopfte Nase, die beim Zubettgehen das Atmen erschwert. Wir erklären, was dagegen hilft.
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Mann schläft mit verstopfter Nase
Inhaltsverzeichnis

Es gibt nichts Schlimmeres als eine verstopfte Nase, die beim Zubettgehen das Atmen erschwert. Aber warum kann sich eine verstopfte Nase nachts auch noch verschlimmern? Wir informieren Sie, welche Auswirkungen Allergien, Staub in der Luft, eine Schwangerschaft und Infekte auf eine verstopfte Nase haben können und warum dieses Symptom sich nachts verschlimmern kann.

Die häufigste Ursache für eine verstopfte Nase ist ein Infekt, wie eine Grippe oder Erkältung. Die Nasengänge können sich entzünden oder es wird übermäßig viel Schleim produziert, der die Krankheitserreger aus dem Körper abtransportieren soll. Durch die Entzündung und die übermäßige Schleimproduktion kann die Nase den Feuchtigkeitshaushalt nicht mehr gut regulieren. Dadurch entsteht das Gefühl einer verstopften Nase.

Möglicherweise verschlimmert sich Ihre verstopfte Nase nachts oder sie läuft zwar tagsüber, aber verstopft, sobald Sie zu Bett gehen. Warum ist das so?

Nase zu im Liegen: Warum wird meine verstopfte Nase nachts schlimmer?

Häufig liegt es am Hinlegen und nicht an der Tageszeit. Wenn Sie sich hinlegen, ist Ihr Körper nicht mehr in der Lage, Schleim aus der Nase durch den Hals abfließen zu lassen. Die Schwerkraft kann dann nicht mehr mitwirken. Wenn Sie also unter einer verstopften Nase leiden, wird sich dies verschlechtern, sobald Sie sich hinlegen.

Vielleicht fühlt sich Ihre Nase sogar den ganzen Tag über normal an und verstopft plötzlich und scheinbar grundlos in der Nacht. Dies liegt daran, dass eine leicht erhöhte Schleimproduktion tagsüber nicht unbedingt wahrgenommen wird, da die Nase sich selbst reinigt und überschüssige Flüssigkeit absondert. Die vermehrte Schleimproduktion macht sich dann allerdings bemerkbar, sobald die Absonderung der Flüssigkeit nicht mehr richtig funktioniert.

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(c) Inspire

5 Tipps gegen eine verstopfte Nase nachts

Gerade wenn es ums Schlafen geht, ist eine freie Nase wichtig. Eine verstopfte Nase im Liegen beeinträchtigt nicht nur die Schlafqualität, sondern kann schon das Einschlafen erschweren. Auch Partner können vom etwaigen Schnarchen durch eine verengte Nase gestört werden, sodass niemand guten Schlaf bekommt. Diese einfachen Tipps können dabei helfen, die Nase nachts frei zu kriegen:

  1. Kühles Schlafzimmer
    Die richtige Schlafumgebung kann Ihnen dabei helfen, nachts besser durchzuatmen. Das Schlafzimmer sollte im besten Fall gut abgedunkelt und mit etwa 15-19 Grad der kühlste Raum der Wohnung sein. So richtet sich nicht nur der Körper aufs Schlafen ein, sondern die kühle Luft hilft nachts auch bei einer verstopften Nase.
  2. Kräftig durchlüften
    Bevor Sie ins Bett gehen, sollten Sie das Schlafzimmer einmal ordentlich durchlüften. Gerade trockene Heizungsluft reizt die Schleimhäute zusätzlich und fördert die verstopfte Nase. Die frische Luft im Raum erleichtert Ihnen die Nasenatmung.
  3. Luftfeuchtigkeit erhöhen
    Nicht nur frische Luft ist wichtig für freies Atmen, sondern auch die richtige Luftfeuchtigkeit. Idealerweise liegt die bei 40 bis 60 %. Mit einem Luftbefeuchter oder auch einfach mit einem feuchten Handtuch über der Heizung kann das Raumklima verbessert werden.
  4. Ätherische Öle ausprobieren
    Wenn die Nase nachts verstopft ist, können ätherische Öle dabei helfen, die Atemwege zu befreien. Eukalyptus- oder Teebaumöl sind da für Erwachsene die klassische Wahl. Entweder geben Sie ein paar Tropfen der ätherischen Öle in Ihren Aroma-Luftbefeuchter oder Sie beträufeln ein Taschentuch damit und legen dieses unter Ihr Kissen.
  5. Kopf hoch
    Die Schlafposition kann auch schon deutlich dabei helfen, dass Sie besser Luft durch die Nase bekommen. Damit der Nasenschleim besser abfließt, sollte der Kopf etwas höher als sonst liegen. So verringert sich der Druck auf die Nebenhöhlen.

> Erfahren Sie mehr zum Thema Hausstaub und Raumklima

Deswegen ist die Nase abends zu: weitere Ursachen

Es gibt noch andere Ursachen für eine verstopfte Nase. Wie äußern sich diese und warum führen sie dazu, dass die verstopfte Nase sich nachts verschlechtert?

Allergien

Rauchen oder Passivrauchen, Pollen und verschiedene Allergien, wie Staub- und Tierhaarallergien, können bei vielen von uns zu Problemen führen. Es ist erstaunlich, wie vielen Allergenen wir tagtäglich ausgesetzt sind, besonders zur Heuschnupfenzeit. Diese bleiben an Kleidung und Haaren hängen und können in der Nacht ihre höchste Konzentration erreichen.

Das können Sie bei einer Allergie tun:

  • Zunächst ist es wichtig, dass Sie wissen, worauf Sie allergisch reagieren und diese Allergene aus Ihrem Schlafzimmer, dem Haus und Ihrer Umgebung verbannen. Wenn Sie an einer Pollenallergie leiden, schließen Sie nachts die Schlafzimmerfenster. Eine Dusche oder ein Bad am Abend können ebenfalls hilfreich sein, um Pollen, die sich tagsüber auf Ihrem Körper angesammelt haben, zu entfernen.
  • Wenn Zigarettenrauch die Ursache ist, verbieten Sie das Rauchen in Ihrem Haus, auch für Gäste! Haben Sie eine Tierhaarallergie, sollte der Kontakt reduziert und Haustieren der Zutritt zum Schlafzimmer verwehrt werden.
  • Hausstaubmilben sind ein häufiges Allergen und werden oft als Ursache einer verstopften Nase vergessen. Es ist wichtig, dass Bettlaken und -bezüge regelmäßig gewaschen werden und ein Matratzenschoner gegen Milben verwendet wird.

> Erfahren Sie mehr über die Milbenallergie

Nasennebenhöhlenentzündung

Nebenhöhlen sind luftgefüllte Hohlräume in Ihrem Gesicht. Warum wir sie besitzen, ist noch nicht vollständig geklärt. Möglicherweise machen sie unsere Stimme klangvoller und lauter. Als Nasennebenhöhlenentzündung bezeichnet man eine Entzündung dieser Hohlräume – sie kann als temporäres Symptom einer Grippe oder Erkältung auftreten, aber auch langwieriger sein und chronisch werden.

Sie führt zu einer vermehrten Schleimproduktion. Dieser sammelt sich in den oberen Nasengängen und verursacht eine verstopfte Nase. Die Symptome können sich nachts verschlechtern und von Ihrer Schlafposition beeinträchtigt werden.

Das können Sie bei einer Nasennebenhöhlenentzündung tun:

  • Eine gewöhnliche Nasennebenhöhlenentzündung sollte nicht länger als 1 Woche andauern und von selbst abklingen, ohne dass ein Arzt aufgesucht oder Antibiotika eingenommen werden müssen. Rezeptfreie abschwellende Medikamente zur oralen Einnahme können helfen. Viele von ihnen enthalten jedoch Koffein oder andere Stimulanzien, die Sie wachhalten können. Daher sollten Sie diese nicht vor dem Schlafengehen einnehmen.
  • Nasensprays sind normalerweise das Mittel der Wahl bei einer verstopften Nase. Basieren sie auf pflanzlichen Inhaltsstoffen, können sie bis zu 30 Tage lang verwendet werden.
  • Hausmittel können ebenfalls Abhilfe bei einer verstopften Nase schaffen. Das Einatmen von Dampf während einer heißen Dusche kann Schleim verflüssigen und die Nasengänge freimachen. Viele Menschen finden es hilfreich, den mit einem Handtuch abgedeckten Kopf über eine Schüssel mit heißem Wasser zu halten und dabei langsam und tief einzuatmen. Ein paar Tropfen Menthol- oder Eukalyptusöl im Wasser können die abschwellende Wirkung zusätzlich unterstützen.
  • Eine Salzwasserlösung kann helfen, den Schleim zu verflüssigen. Geben Sie ½ TL Salz in etwa ½ Liter Wasser und schnupfen Sie die Flüssigkeit sanft durch die Nase.
  • Wie bei vielen anderen Beschwerden ist es ratsam, viel Wasser zu trinken. Dadurch wird der Schleim flüssig gehalten und die Schwellung der Nebenhöhlen reduziert.
  • Vermeiden Sie Alkohol – Alkohol erweitert die Blutgefäße und führt zu einer verstärkten Schwellung der Schleimhäute der oberen Nasengänge, was bei einer verstopften Nase kontraproduktiv ist.
 
Müde Frau stellt den Wecker ab
Wer nachts eine verstopfte Nase hat, schläft oft schlecht. (c) Colourbox

Trockene staubige Luft

Keine oder zu geringe Luftfeuchtigkeit kann eine Ursache für eine verstopfte Nase sein, besonders nachts. Da Ihre Nasengänge immer trockener werden, produzieren die Nasenschleimhäute als Ausgleich vermehrt Schleim, um sich selbst feucht zu halten. Diese Überproduktion führt zu einer verstopften Nase.

Das kann bei trockener, staubiger Luft helfen:

Trockene oder staubige Luft ist nicht unbedingt ein Problem in unseren Breitengraden, kann aber all jene betreffen, die viel Zeit in klimatisierten Räumen verbringen oder in trockenen bzw. von Wüsten geprägten Ländern leben oder dorthin reisen. Luftbefeuchter können ausgesprochen hilfreich sein, da sie der Luft Feuchtigkeit zuführen, was wiederum dazu führt, dass die Symptome besser abklingen.

Physische Verengung der Nase

Hier geht es nicht etwa um eine Erbse, die eine Kindernase blockiert, sondern um zwei physische Ursachen, die hauptsächlich für eine verstopfte Nase verantwortlich sind und sich in der Nacht verschlimmern können.

Nasenpolypen – Hierbei handelt es sich um kleine Wucherungen der Schleimhaut in den Nasengängen. Sie entstehen als Folge chronischer Entzündungen wie bei allergischem Schnupfen oder einer Nasennebenhöhlenentzündung.

Nasenscheidewandverkrümmung – Die Nasenknochen verlaufen anders als normal. Eine Verkrümmung der Nasenscheidewand kann angeboren oder die Folge einer Verletzung (eine typische Rugby-Verletzung) sein und führt zu einer Verstopfung der Nasengänge. So sind die Nasenlöcher kleiner und weniger Luft kann durch sie eingeatmet werden.

Das können Sie bei einer physischen Verengung der Nase tun:

Generell ist die langfristige Lösung für diese beiden physischen Beeinträchtigungen eine Operation. Bei manchen Betroffenen können Nasentropfen die Symptome lindern. Eine weitere Option sind Nasenpflaster, die die Nasengänge leicht öffnen und so das Atmen erleichtern.

Schwangerschaft

In dieser Zeit steigen die Östrogen- und Progesteronspiegel, wodurch es zu einer verstärkten Durchblutung vieler Körperteile kommt. Die empfindlichen Schleimhäute der Nasengänge sind anfälliger für Schwellungen, was zu einer Behinderung des Luftstroms und einer verstopften Nase führt. Durch bestimmte Körperhaltungen können die Symptome verschlimmert werden, weshalb sie nachts stärker sein können. Wenn Sie an Asthma leiden, wird eine verstopfte Nase während der Schwangerschaft Sie zusätzlich belasten.

Das können Sie bei einer verstopften Nase in der Schwangerschaft tun:

  • Wie bei allen Beschwerden während der Schwangerschaft sollten keine rezeptpflichtigen Medikamente eingenommen werden, ohne vorher mit einem Arzt oder einer Hebamme gesprochen zu haben.
  • Auf Hausmittel wie Inhalieren kann zurückgegriffen werden.
  • Versuchen Sie außerdem weitestgehend den Kontakt mit potenziellen Allergenen zu vermeiden und trinken Sie viel.
  • Auch den Kopf während des Schlafs höher zu betten, kann Abhilfe schaffen. Außerdem können Sie eine Kochsalzlösung verwenden, um die Nasengänge feucht zu halten. So werden auch vorhandene Schleimablagerungen entfernt.

> So behandeln Sie eine Erkältung in der Schwangerschaft

Kinder und verstopfte Nasen

Der Hauptgrund für verstopfte Nasen bei Kindern sind Virusinfektionen. Kinder sind viel anfälliger gegenüber Keimen, da ihr Immunsystem noch nicht vollständig entwickelt und in der Folge die körpereigene Abwehr schwächer ist. Zudem sind die Nasengänge von Kindern eng und verstopfen leicht. Jede Schwellung der Nasenschleimhäute kann schnell zu einer verstopften Nase führen.

Das können Sie bei Kindern mit verstopfter Nase tun:

  • Es gibt spezielles Erkältungsbalsam für Kinder, das ihnen vor dem Schlafengehen auf die Brust gerieben werden kann. Die leichten, frei gesetzten Dämpfe werden dann eingeatmet und können eine verstopfte Nase lindern.
  • Kinder mit verstopfter Nase haben häufig einen unruhigen Schlaf. Eine hohe Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer kann Abhilfe schaffen. So können Schüsseln mit dampfend heißem Wasser in der Nähe des Bettes aufgestellt werden. Alternativ können Sie auch für Kinder Aroma-Luftbefeuchter verwenden. Wenn Sie ätherische Öle benutzen wollen, achten Sie darauf, dass diese für Kinder geeignet sind. Dazu gehören z. B. Cajeput, Myrtenöl oder Thymian Linalool. Achtung: Klassische Öle wie Menthol sind für Kinder nicht geeignet! Achten Sie darauf, dass Ihr Kind nicht in direkten Kontakt mit dem Öl kommt, da es sonst zu Ausschlägen oder Atemnot kommen kann.
  • Der Dampf einer heißen Dusche oder eines Bades hat die gleiche Wirkung und kann die Symptome tagsüber oder vorm Schlafengehen lindern.
  • Unterstützen Sie den Aufbau des Immunsystems Ihres Kindes z. B. durch eine ausgewogene Ernährung und viel Bewegung.
  • Sollten Sie um die Gesundheit Ihres Kindes besorgt sein, suchen Sie in jedem Fall einen Arzt auf.

> Das hilft bei einer dauerhaft verstopften Nase

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