Blutorange – Die farbenfrohe Vitaminbombe
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Blutorange – Die farbenfrohe Vitaminbombe

Blutorangen sehen nicht nur prächtig aus, sondern liefern viele gesunde Vitalstoffe, die den Körper im Winter gesund halten.
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Blutorangen sind reich an Vitamin C.
Inhaltsverzeichnis

Sie ist fruchtig, bunt und unglaublich gesund: Die Blutorange hat bis März Saison und ist in der kalten Jahreszeit die ideale Stärkung für Ihre Abwehrkräfte. Denn die knallige Frucht steckt voller gesunder Inhaltsstoffe, die Ihr Immunsystem im Winter dringend benötigt.

 

Etwa ab Oktober liegen Blutorangen verstärkt in den deutschen Geschäften. Wer nicht genau hinschaut, hat sie schnell mit der normalen Orange verwechselt. Kein Wunder, ist die Blutorange doch nur eine natürliche Mutation der „Blondorange“. Mit Pampelmuse und Mandarine haben sie also die gleichen „Vorfahren“.

Der Unterschied zwischen beiden ist oft erst im Inneren zu erkennen. Dann zeigt sich das rote Fruchtfleisch. Ausgepresst erinnert der Saft aber weniger an Blut als eher an Grapefruitsaft.

Die drei wichtigsten europäischen Sorten der Zitrusfrucht sind:

  • Moro: Wird vor allem auf Sizilien rund um den Vulkan Ätna angebaut.
  • Sanguinelli: Hauptanbaugebiet Spanien. Sie hat einen etwas süßeren Geschmack.
  • Tarocco: Eine sogenannte Halbblutorange, bei der die Schale weniger rot ist. Sie enthält besonders viel Vitamin C und wird ebenfalls auf Sizilien angebaut.

Vitamine der Blutorange

Die Blutorange ist eine richtige Vitaminbombe: In ihr stecken 14 verschiedene Vitamine, unter anderem eine große Menge an immunstärkendem Vitamin C. 100 Gramm Blutorangen der Sorte Tarocco liefern etwa 50 mg Vitamin C. Das bedeutet: Zwei Früchte decken bereits den durchschnittlichen Tagesbedarf eines Erwachsenen.

Besonders beliebt ist die Blutorange bei Läufern. Der hohe Vitamin C-Gehalt fördert nämlich die Eisenaufnahme, wodurch sich die Muskulatur besser regenerieren kann.

Die wichtigsten Vitamine der Blutorange im Überblick (pro 100 g):

  • Vitamin A / Provitamin A: 0,06 mg
  • Vitamin B1: 0,07 mg
  • Vitamin B2: 0,04 mg
  • Vitamin B3: 0,3 mg
  • Vitamin B5: 0,2 mg
  • Vitamin B6: 0,1 mg
  • Vitamin B7 (=Vitamin H): 0,002 mg
  • Vitamin C: 50 mg
  • Vitamin E: 0,3 mg

Sonstige Nährwerte der Blutorange

Neben den Vitaminen haben Blutorangen noch weitere gesunde Inhaltsstoffe. So enthalten die Südfrüchte alle 9 essenziellen Aminosäuren. Das sind die Eiweiß-Bausteine, die der Körper nichts selbst herstellen kann.

Wichtigste Nährwerte der Blutorange pro 100 g im Überblick:

  • Kalorien: 43 kcal
  • Kohlenhydrate (Zucker): 8,3 g
  • Fett: 0,2 g
  • Ballaststoffe: 2,1 g
  • Wasser: 86 g
  • Kalium: 163 mg
  • Kalzium: 40 mg
  • Magnesium: 12 mg
  • Phosphor: 20 mg
  • Eisen: 0,2 mg
  • Kupfer: 0,05 mg

Dank dieser Inhaltsstoffe beugen Blutorangen nicht nur Entzündungen vor. Kalzium und Magnesium unterstützen den Knochenaufbau und die Muskelfunktion. Kalium sorgt für die Weiterleitung von Impulsen von Zelle zu Zelle.

Zudem ist die Zitrusfrucht reich an sekundären Pflanzenstoffen.

Schon gewusst? Kälte erzeugt die rote Farbe der Blutorange

Blutorangen kommen wie Orangen ursprünglich aus China, werden aber seit Jahrhunderten im Mittelmeerraum angebaut. Doch was sie so einzigartig macht, ist ihre Farbe: Während andere Früchte konstant warme Temperaturen benötigen, um zu reifen, braucht die Blutorange ein eher wechselhaftes Klima. Deshalb ist Sizilien, wo es in dieser Jahreszeit tagsüber warm und nachts kalt ist, das Hauptanbaugebiet für Blutorangen.

Denn die rote Färbung des Fruchtfleisches entsteht durch starke Temperaturschwankungen. Bei Differenzen zwischen 0-20 Grad Celsius bilden sich sogenannte Anthocyane, Pflanzenfarbstoffe, die im Fruchtfleisch und in der Schale entstehen. Lagern sich die Pigmente im Fruchtfleisch ab, verfärbt es sich. Dabei variiert die Färbung von goldfarben bis rubinrot. Die Farbintensität sagt dabei nichts über die Reife aus, denn auch helle Früchte können einen kräftig-aromatisch Geschmack haben.

Unterschied zur Grapefruit

Ebenfalls mit rotem Fruchtfleisch kommt die Grapefruit daher. Im Unterschied zur Blutorange bekommt sie ihre rote Pigmentierung aber bei ausschließlich warmem Klima. Daher liegt ihr Hauptanbaugebiet in Florida.

Die Grapefruit ist übrigens eine Kreuzung aus Orange und Pampelmuse. Die Blutorange ist dagegen eine natürliche Mutation der Orange.

Sekundäre Pflanzenstoffe: natürliche Medizin

Sekundäre Pflanzenstoffe können noch viel mehr: Die kraftvollen Antioxidantien haben eine positive Wirkung auf das Herz-Kreislaufsystem, schützen die Zellen und sorgen für ein schönes Hautbild. Sie wirken auf den Organismus ähnlich wie ein Medikament und halten unsere Gesundheit aufrecht. Diese rein pflanzlichen Inhaltsstoffe stecken im Fruchtfleisch, Saft und in der Schale einer Frucht. Daher zupfen Sie beim nächsten Mal die weiße Haut der Zitrusfrüchte nicht zu sorgfältig ab: Auch diese enthält viele Pflanzenstoffe.

> In diesen Lebensmitteln stecken ebenfalls Antioxidantien

Wirkung der Blutorange auf den Blutdruck

Rote Früchte wie Blutorangen, aber auch Trauben, Rote Beete und Tomaten können den Blutdruck senken. Da sie durch ihre rote Färbung reich an Pflanzenstoffen sind, wirken sich Sorten wie Moro besonders gut auf das Herz-Kreislaufsystem aus.

Grund dafür ist die Wirkung der sekundären Pflanzenstoffe auf die Endothelfunktion. Das Endothel ist die innerste Schicht der Blutgefäße, die den Blutdruck steuert und den Sauerstoffaustausch reguliert. Die Pflanzenstoffe weiten das Endothel und dehnen die Schicht, sodass das Blut gegen einen geringeren Widerstand arbeiten muss. Dadurch senkt sich der Blutdruck.

Blutorangen sind saftig und reich an Vitamin C.
Blutorangen: Saftig und reich an wertvollen Vitalstoffen. (c) Angelika Smile / Fotolia

Pflanzliche Pigmente haben eine Zellschutzfunktion

Pflanzenstoffe wie etwa der rote Farbstoff Anthocyanin unterdrücken das Bakterienwachstum und unterstützen die Zellregeneration.

Mit ihrer antioxidativen Eigenschaft bekämpfen die sekundären Pflanzenstoffe – wie auch das Vitamin C – freie Radikale. Sie verhindern, dass freie Radikale schädliche Stoffwechselprodukte freisetzen können, das Gewebe in oxidativen Stress versetzen und somit unsere Zellen angreifen. Dadurch können sie die Zellen vor Alterung schützen und das Immunsystem stimulieren.

Wirkung von Blutorangen auf das Hautbild

Die gesundheitsfördernde Wirkung der sekundären Pflanzenstoffe überträgt sich auch auf unsere Haut, die sich stetig gegen äußere Umwelteinflüsse wehren muss. Vor allem der Pflanzenstoff Lutein sorgt für gesunde Haut. Er kommt neben Blutorangen auch verstärkt in Blattgemüsen wie Spinat vor.

Wie andere Pflanzenstoffe schützt auch Lutein die Hautzellen vor freien Radikalen und UV-Strahlung. Es hilft der Haut, Feuchtigkeit besser zu speichern und erhöht damit ihre Elastizität.

Des Weiteren wirkt er wie ein natürlicher Zellenauffüller auf Haare, Haut und Nägel. Lutein ist bereits ein natürlicher Bestandteil der oberen und unteren Hautschicht. Nehmen Sie über Ihre Ernährung immer ausreichend sekundäre Pflanzenstoffe und Vitamin C für die Kollagenproduktion zu sich. Sie lassen Ihre Haut frisch und gesund aussehen.

Außerdem weisen erste Studien* daraufhin, dass Lutein auch Erkrankungen der Augen vorbeugen kann.

* Gemüse und Mineralien gegen trübe Linse

Blutorange in der Küche

Blutorangen haben in vielerlei Hinsicht einen positiven Effekt auf unser inneres und äußeres Wohlbefinden. Und auch auf kulinarischer Ebene ist die Blutorange für Überraschungen gut: Sie schmeckt nicht nur roh als gesunder Snack, sondern auch in deftigen und süßen Gerichten.

Eine Tarte mit Blutorangen
Blutorangen geben Kuchen einen frisch-herben Pepp. (c) Adobe Stock / feirlight

Gerichte mit buntem, gesundem Farbklecks

Durch ihren kräftig-fruchtigen, teils herben-beerigen Geschmack lassen sich Blutorangen ausgezeichnet in Rezepten mit Fisch und Fleisch kombinieren. Klassisch wird sie in Geflügel-Rezepten verwendet.

Süße Sorten passen gut in winterliche Salate und Nachspeisen. Probieren Sie sich aus: Fenchel-Blutorangen-Salat, frische Pasta mit gebratenen Garnelen und Blutorangenschnitzen oder eine Blutorangen-Tarte? Egal, wie sie die rote Power-Frucht zubereiten: Der gesunde Farbklecks auf dem Teller hält Sie fit und lässt Sie auch im Winter strahlen.

> Pomelo: Der Exot unter den Zitrusfrüchten

Blutorangen-Saft

Da Blutorangen besonders saftig sind, eignen sie sich gut zum Auspressen. Der Geschmack ist zudem wesentlich weniger bitter als z. B. bei Grapefruits. Stücke vom Fruchtfleisch sollte man ruhig im Glas lassen. Sie enthalten viele Nährstoffe.

Der Saft wird gerne in Cocktail-Rezepten mit Gin gemischt. Mit Sprudel und Zitronensaft zaubern Sie aber auch schnell eine erfrischende Limonade.

Lagerung von Blutorangen

Lagern sollte man die Blutorange wie alle Zitrusfrüchte kühl und trocken. Außerdem sollte eine Luftzirkulation bestehen. Abgeschlossene Kisten oder Tüten sind daher nicht ideal.

Korrekt gelagert und ab und zu gewendet halten sie sich bis zu zwei Wochen. Essen sollte man die Blutorange aber bei Zimmertemperatur. Dann ist ihr Aroma am kräftigsten.

FAQ zu Blutorangen

Wie werden Orangen zu Blutorangen?

Die Blutorange ist eine Kreuzung aus Orange und Pampelmuse. Die namensgebende tiefrote Färbung des Fruchtfleischs entsteht durch große Temperaturunterschiede. Sinken die Temperaturen im Anbaugebiet nachts stark ab, wird der Pflanzenfarbstoff Anthocyan freigesetzt.

Wie gesund ist die Blutorange?

Die Blutorange ist sehr gesund, da sie einen hohen Gehalt an Vitamin C aufweist. Gerade in der kalten Jahreszeit stärkt dieses das Immunsystem. Zudem ist der Pflanzenstoff Anthocyan, der für die rote Pigmentierung verantwortlich ist, ein starkes Antioxidans.

Kann man eine Blutorange essen?

Blutorange kann man geschält ohne Weiteres pur essen. Im Fruchtfleisch und den weißen Fasern stecken sogar die meisten gesunden Inhaltsstoffe, die beim Auspressen verloren gehen.

Wie viele Blutorangen am Tag?

Schon zwei Blutorangen am Tag decken den Bedarf eines Erwachsenen an Vitamin C. Mehr Blutorangen zu essen, ist nicht schädlich. Allerdings sollte im Sinne einer ausgewogenen Ernährung noch Platz für anderes Obst gelassen werden.

Wie sehen Blutorangen aus?

Blutorangen sehen von außen aus wie normale Orangen mit dunklerer Schale. Halbblutorangen wie die Tarocco haben aber eine orange Schale. Das Fruchtfleisch hat bei optimaler Reifung aber in beiden Fällen eine tiefrote Färbung. Sie entsteht wenn durch Temperaturschwankungen der Pflanzenfarbstoff Anthocyan in der Schale freigesetzt wird.

Wie viele Kalorien hat eine Blutorange?

Blutorangen haben einen Brennwert von etwa 43 kcal pro 100 g. Das ist deutlich weniger als eine Banane, die bei etwa 100 kcal liegt.

Wo wachsen Blutorangen?

Blutorangen kommen ursprünglich aus China. Seit dem 15. Jahrhundert werden sie aber auch im Mittelmeerraum angebaut. Auf Sizilien ist das wichtigste Anbaugebiet. Die Umweltbedingungen sind dort optimal: Die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sorgen für die Reifung. Zudem ist der vulkanische Boden um den Ätna nährstoffreich.

Ab wann gibt es Blutorangen?

Saison für Blutorangen ist in Europa zwischen Oktober und März. Blutorangen, die außerhalb dieser Zeit angeboten werden, stammen aus anderen Erdteilen.

Was ist gesünder: Blutorange oder Orange?

Sowohl die normale Orange als auch die Blutorange sind sehr gesund für das Immunsystem. Im Schnitt haben Orangen etwas mehr Vitamin C. Blutorangen der Sorte Tarocco übertreffen sie aber. Außerdem enthält die Blutorange im Unterschied zur Orange den sekundären Pflanzenstoff Anthocyan. Er sorgt für die tiefrote Pigmentierung und ist ein sehr starkes Antioxidans.

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