Wie ihre Verwandten Gurke und Melone besteht die Kiwano vorwiegend aus Wasser. Das macht sie zu einem figurfreundlichen Lebensmittel ...
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Die tropische Frucht Kiwano kann zwar nicht mit großem Nährstoffgehalt überzeugen. Durch ihre interessante Optik und ihren zarten Geschmack bereichert sie trotzdem Ihren Speiseplan. Die Kiwano (Cucumis metuliferus), auch Horngurke oder Hornmelone genannt, gehört zur Familie der Kürbisgewächse. Botaniker deklarieren sie als „Zwitter“ zwischen Obst und Gemüse. Die gelbe bis orange Frucht stammt ursprünglich aus den tropischen Regionen Afrikas. Heute wird sie in vielen Ländern angebaut, unter anderem in Neuseeland, Israel und Portugal. Auch wenn der Name es vermuten lässt: Die Kiwano ist mit der Kiwi nicht verwandt.
Ihr Äußeres erinnert optisch an die Kaktusfeige. Aus ihrer dicken festen Schale ragen kleine Hörner, auf denen Stacheln sitzen. Geleeartiges Fruchtfleisch mit grünen weichen Kernen einer Gurke ähnlich füllt das Innere. Die ovale Frucht wird zehn bis 15 Zentimeter lang und ist etwa fünf Zentimeter dick.
Der Geschmack der Horngurke ist erfrischend, erinnert an eine Mischung aus Limone, Banane und Passionsfrucht. > Kiwi: Kleines Früchtchen, großes Vitaminwunder?
So erkennen Sie eine frische Kiwano
Sie finden die Kiwano das ganze Jahr über unter den Exoten in Obst- und Gemüsegeschäften oder Feinkostabteilungen. So sieht eine reife Frucht aus:
Die Schale ist unbeschädigt, intensiv gelb oder leuchtend orangerot. Erscheint sie bräunlich, ist die Frucht schon alt.
Die Stacheln sind fest.
Das Fruchtfleisch ist leuchtend grün und glänzend.
Ist die Schale noch grün oder nur leicht gelb, können Sie trotzdem zugreifen, denn die Frucht reift bei Zimmertemperatur nach. Sie sollten sie nicht im Kühlschrank aufbewahren, dadurch verliert sie ihr Aroma. Die Kiwano enthält nur wenig Kalorien, allerdings auch wenig Vitamine. (c) I_love_life/Fotolia
Die gesunden Inhaltsstoffe der Hornmelone
Wie ihre Verwandten Gurke und Melone besteht die Kiwano vorwiegend aus Wasser. Das macht sie zu einem figurfreundlichen Lebensmittel: Sie liefert nur 44 Kalorien pro 100 Gramm. Ansonsten enthält sie quasi null Fett, 1 Gramm Eiweiß und 3 Gramm Kohlenhydrate. Ihr Vitamingehalt ist gering, Vitamin C beispielsweise liefert sie nur 5 mg (im Vergleich zur Orange mit 50 mg). Punkten kann sie nur beim Magnesiumgehalt: Er beträgt rund 40 mg. > Vitamin C – die besten Lieferanten
Kiwano-Allergie: selten, aber Kreuzreaktionen sind möglich
Eine Allergie speziell gegen die Kiwano ist bislang kaum dokumentiert. Da die Horngurke aber zur Familie der Kürbisgewächse gehört, gilt: Wer bereits allergisch auf Gurke, Melone, Zucchini oder Kürbis reagiert, sollte auch bei der Kiwano vorsichtig sein – eine Kreuzreaktion innerhalb der Pflanzenfamilie ist wahrscheinlich (Quelle: MedLexi).
Auch für Pollenallergiker ist Vorsicht angebracht: Bei einer Allergie gegen Ragweed-/Ambrosiapollen oder Gräserpollen sind Kreuzreaktionen auf Melonen und Gurken bekannt – also auf die nächsten Verwandten der Kiwano. Typisch ist dann ein orales Allergiesyndrom: Juckreiz, Brennen oder Kribbeln im Mund sowie Schwellungen an Lippen, Zunge, Gaumen oder Rachen, meist innerhalb von fünf bis zehn Minuten nach dem Essen (Quelle: Öffentliches Gesundheitsportal Österreichs). Treten solche Beschwerden auf, sollten Sie die Frucht meiden und die Symptome allergologisch abklären lassen.
Die Zubereitung der Frucht
Wenn Sie das Fleisch der Kiwano pur genießen wollen, legen Sie die Frucht vorher für eine Stunde in den Kühlschrank. Halbieren Sie sie längs mit einem scharfen Messer und löffeln das Fleisch einfach aus der Schale. Hübsch sieht es aus, wenn Sie mit dem Fruchtfleisch beispielsweise einen Reisbrei oder Pudding garnieren.
Als exotische Ergänzung passt die Kiwano in Schnitze zerteilt zu einer Platte mit Aufschnitt oder Käse. > Passionsfrucht – exotische Nährstoffbombe
Kiwano-Hähnchen-Salat
Rezept für vier Personen
200 Gramm gebratenes und in Streifen geschnittenes Hähnchenfleisch in zwei Esslöffel Zitronensaft und einigen Spritzern Tabasco eine Stunde marinieren.
Zwei Äpfel in Würfel, zwei Selleriestangen in Ringe schneiden.
Alle Zutaten vermischen und auf Kopfsalatblättern anrichten.
Aus vier Esslöffeln Olivenöl, Pfeffer, Salz eine Salatsoße anrühren.
Das in Scheiben geschnittene Fleisch einer Kiwano hindurchziehen.
Frucht auf dem Hähnchensalat verteilen und Salatsoße darübergeben.
Zuletzt aktualisiert: August 2026
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