Spitzwegerich bei Erkrankungen der Atemwege und Entzündungen der Haut

Spitzwegerich bei Erkrankungen der Atemwege und Entzündungen der Haut

Die im Spitzwegerich enthaltenen Schleimstoffe wirken reizmindernd und entzündungshemmend.
Inhaltsverzeichnis

Spitzwegerich enthält unter anderem Schleimstoffe, Flavonoide und Iridoide, sowie Gerb- und Bitterstoffe.

Dadurch wird Spitzwegerich zum guten Mittel gegen:

  • Erkrankungen der Atemwege: Die im Spitzwegerich enthaltenen Schleimstoffe wirken reizmindernd und entzündungshemmend. So können sie bei Husten oder Bronchitis für ein schnelleres Abklingen sorgen.
  • Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut: Auch bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum wirkt der Spitzwegerich mit seiner antientzündlichen Wirkung unterstützend. Außerdem legt er eine Art Schutzfilm über gereizte Schleimhäute und beschleunigt die Wundheilung.
  • Entzündungen der Haut: Bei Entzündungen der Haut legt der Spitzwegerich ebenfalls einen Schutz über die betroffene Stelle. Durch die entzündungshemmende und wundheilende Wirkung kann die Entzündung zudem schneller abheilen.

Spitzwegerichtee

Der Tee wirkt wohltuend bei Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut, sowie bei Atemwegserkrankungen. Für den Tee brauchen Sie zwei Teelöffel frisches Spitzwegerichkraut. Übergießen Sie dieses mit einer Tasse kochendem Wasser. Lassen Sie den Sud anschließend etwa zehn Minuten ziehen, bevor Sie das Kraut absieben. Lassen Sie den Tee noch einen Moment abkühlen und genießen Sie ihn dann trinkwarm. Je nach Wunsch können Sie bis zu vier Tassen täglich trinken.

Gibt es Nebenwirkungen?

In der Regel ist Spitzwegerich sehr gut verträglich. Nebenwirkungen sind nicht bekannt. Sollten trotzdem Unsicherheiten bestehen, konsultieren Sie Ihren Arzt.

Hintergrundinformationen

Ursprünglich wuchs der Spitzwegerich nur in gemäßigten Zonen Mitteleuropas. Mittlerweile ist er aber auch weltweit wildwachsend zu finden. Aufgrund seiner heilenden Wirkung wurde der Spitzwegerich 2014 zur Heilpflanze des Jahres gewählt.

Der Spitzwegerich oder Plantago lanceolate ist ein ausdauerndes Kraut mit einer grundständigen Rosette, das bis zu 25 Zentimeter hoch wachsen kann. Aus den länglichen Blättern des Wegerichs wachsen hohe Blütenstängel mit zylinderähnlichen Ähren. Diese blühen von unten nach oben auf. Aus den Ähren entwickeln sich wiederum kleine, braune Samen. Der Spitzwegerich gehört zur Familie der Wegerichgewächse.

Spitzwegerich im Garten

In vielen Gärten ist der Spitzwegerich bereits wildwachsend zu finden. Ist das bei Ihnen nicht der Fall, können Sie sich eine kleine Pflanze im Fachhandel kaufen. Pflanzen Sie diese im Frühjahr an einen möglichst sonnigen Standort mit nährstoffreichem Boden. Gießen Sie den Spitzwegerich vor allem nach dem Einpflanzen regelmäßig. Ernten können Sie die Blätter während der Blütezeit im Sommer.

Von Hildegard von Bingen geschätzt

Schon seit langer Zeit ist der Spitzwegerich als Heilpflanze bekannt und beliebt. Die berühmte Äbtissin Hildegard von Bingen empfahl den Spitzwegerich um sich von „angezauberter Liebe“ zu befreien. Sie wusste aber auch schon von der wundheilenden Wirkung des Krauts. Der bekannte Pfarrer Sebastian Kneipp verwendete den Spitzwegerich ebenfalls schon als blutstillendes Mittel zur Behandlung von Wunden.

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