Karde bei Magen-Darm-Beschwerden und Harnwegsinfektionen
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Karde bei Magen-Darm-Beschwerden und Harnwegsinfektionen

Alles Wissenswerte rund um die Karde: ...
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Blüten der Karde
Inhaltsverzeichnis

Karde enthält unter anderem Scabiosid, Inulin und Bitterstoffe.

Als Heilpflanze kann sie bei Folgendem helfen:

  • Verdauungsbeschwerden: Die Inhaltsstoffe der Karde sorgen dafür, dass sich die Magen- und Darmmuskulatur entspannen kann, sodass Blähungen und Krämpfe gelindert werden können. Gleichzeitig regen die Bitterstoffe die Speichelproduktion an, wodurch ein gesteigertes Hungergefühl einsetzt. So kann Karde gegen Appetitlosigkeit helfen.
  • Harnwegsinfektionen: Karde soll eine leicht harntreibende Wirkung besitzen. So kann sie im Rahmen einer Durchspültherapie das Ausschwemmen von Krankheitserregern unterstützen und zu einer schnelleren Abheilung beitragen.

Kardenwurzel-Tee

Ein Tee aus der Kardenwurzel wirkt wohltuend und lindernd bei Verdauungsstörungen. Für den Tee brauchen Sie einen kleinen Löffel der getrockneten Wurzel. Überbrühen Sie diese mit einer Tasse heißem Wasser. Lassen Sie den Sud für etwa acht Minuten ziehen, bevor Sie die Wurzel abgießen. Trinken Sie je nach Bedarf bis zu zwei Tassen am Tag.

Gibt es Nebenwirkungen?

In seltenen Fällen kann die Karde Schüttelfrost und Kreislaufprobleme verursachen. Vor einer Anwendung sollte daher mit einem Arzt Absprache gehalten werden. Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollten Sie auf Karde verzichten, da es hierzu keine gesicherten Erkenntnisse gibt. Konsultieren Sie bei Unsicherheiten Ihren Arzt.

Hintergrundinformationen

Heimisch ist die Karde im Westen Asiens und in Europa. Dort steht sie meist an Weg- oder Straßenrändern oder auf Ödland. Arzneilich verwendet wird meist die Wurzel der Karde.

Die Karde oder Dipsacus fullonum ist eine zweijährige Pflanze, die bis zu zwei Meter hoch wachsen kann. Auf ihrem Stängel sitzen kleine, spitzen Stacheln. Die grünen Blätter sind lanzenähnlich geformt. Im Frühjahr und Sommer trägt die Pflanze weiß-violette Blüten. Die Karde zählt zur Familie der Geißblattgewächse.

Karde im Garten

Sie können Samen im Fachhandel kaufen und diese im Herbst oder Frühjahr in die Erde säen. Beachten Sie dabei, dass die Karde einen sonnigen oder halbschattigen Standort mit lehmigen, feuchten Böden bevorzugt. Die Karde ist sehr pflegeleicht. Lediglich bei längeren Trockenperioden sollten Sie sie ein wenig wässern, damit ihr Boden nicht vollständig austrocknet. Im Winter müssen Sie keine besonderen Vorkehrungen für die Karde treffen, kalte Temperaturen verträgt sie gut. Die Wurzel können Sie im Herbst ausgraben. Legen Sie diese zum Trocknen in die Sonne.

Ähnlichkeit mit der Distel

Der Name der Karde leitet sich vom Lateinischen „Cardus“, was Distel bedeutet ab. Dabei ist die Karde mit der Distel nicht einmal verwandt. Allerdings ähneln sich die beiden Pflanzen in ihrem Aussehen, daher kommt wohl der Name der Karde.

> Mariendistel bei Verdauungsbeschwerden

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