Bärentraube ist reich an Gerbstoffen, Flavonoiden, Phenolglykosiden und Hydrochinonen (Arbutin).
Sie ist als Heilpflanze ein gutes Mittel bei Harnwegsinfektionen: Wenn keine Behandlung mit Antibiotika nötig ist, kann Bärentraube bei einer Infektion der Harnwege helfen. Eine antibakterielle Wirkung der Inhaltsstoffe wurde mehrmals nachgewiesen.
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Bärentraubenblätter Tee
Tee aus Bärentraubenblättern wirkt wohltuend bei Harnwegsinfektionen. Für den Tee legen Sie etwa einen Teelöffel der Blätter in eine kleine Schüssel. Füllen Sie die Schüssel mit einem Achtel Liter kaltem Wasser auf. Lassen Sie den Sud etwa 9 Stunden lang ziehen. Gießen Sie dann die Blätter ab. Nun können sie den Tee kalt genießen. Durch den kalten Aufguss wurden nicht so viele Gerbstoffe gelöst, wie bei einem heißen Aufguss. Sollte der Tee für Sie trotzdem noch zu bitter schmecken, können Sie ihn mit etwas Honig verfeinern. Trinken Sie innerhalb einer Woche maximal drei Tassen täglich.
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Wie wirkt Bärentraubenblätter-Tee? Arbutin und Hydrochinon
Der wichtigste Wirkstoff der Bärentraubenblätter ist das Phenolglykosid Arbutin. Es wird im Körper aufgenommen und erst in den ableitenden Harnwegen zu Hydrochinon-Verbindungen umgewandelt. Treffen diese dort auf Bakterien wie E. coli, setzen bakterielle Enzyme das antibakteriell wirksame Hydrochinon frei – die Wirkung entfaltet sich also gezielt dort, wo die Erreger sitzen. Zusätzlich enthalten die Blätter Gerbstoffe und Flavonoide, die entzündungshemmend wirken können.
Wichtig für die richtige Anwendung: Als Richtwert gelten maximal 3 Gramm getrocknete Blätter pro Tasse, bis zu viermal täglich. Ohne ärztlichen Rat sollten Bärentraubenblätter höchstens eine Woche am Stück und maximal fünfmal pro Jahr angewendet werden. Eine harmlose Begleiterscheinung: Der Urin kann sich während der Anwendung braungrün verfärben. (Quelle: PTAheute)
Mögliche Nebenwirkungen
Bei Personen mit einer empfindlichen Verdauung können die vielen Gerbstoffe Übelkeit und Erbrechen verursachen. Auch kann es bei einer zu hohen Dosierung zu Verstopfungen kommen. Ohne Absprache mit dem Arzt sollten arbutinhaltige Zubereitungen maximal eine Woche angewandt werden. Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte komplett auf Bärentraubenanwendungen verzichten werden, da es hierzu keine gesicherten Erkenntnisse gibt. Das gleiche gilt für Kinder unter 12 Jahren. Konsultieren Sie bei Unsicherheiten Ihren Arzt.
Hintergrundinformationen
Die Bärentraube war ursprünglich nur in Europa heimisch. Mittlerweile ist sie aber auch weiter nördlich, bis in die Arktis zu finden. Der Name der Pflanze kommt vermutlich daher, dass Bären eine gewisse Vorliebe für diese Pflanze haben. In Deutschland ist die Bärentraube geschützt. Pflanzen für Fertigpräparate stammen aus Osteuropa und Italien.
Die Bärentraube oder Arctostaphylos uva-ursi ist eine immergrüne Holzpflanze, die elastische Zweige und ledrige Blätter trägt. Aus den weißen, kleinen Blüten der Pflanze bilden sich grellrote, glänzende Beeren. Die Bärentraube gehört zur Familie der Heidekrautgewächse.
Bärentraube im Garten
Wer Zubereitungen aus der Bärentraube herstellen will, sollte sie im eigenen Garten anbauen, da sie wild nicht geerntet werden darf. Die Bärentraube ist sehr pflegeleicht. Sie können sich ein kleines Exemplar der Pflanze im Fachmarkt kaufen. Wählen Sie beim Einpflanzen einen halbschattigen Standort mit nährstoffreichen Boden. Täglich Gießen müssen Sie die Bärentraube nur bei größeren Hitzeperioden im Sommer und auch Düngen müssen Sie die Pflanze nicht. Ernten können Sie die Blätter und Beeren, wenn diese im Frühjahr und Sommer reif sind.
Schutz vor Bösen
Früher im Mittelalter glaubten die Menschen, dass ein Zweig der Bärentraube sie vor bösen Geistern und Dämonen schützen würde. Deshalb trugen damals viele Menschen immer einen Zweig mit sich.
Zuletzt aktualisiert: August 2026
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