Wellness tut uns allen gut. Wir zeigen, was wir unter Wellness alles verstehen kann und wieso gerade Wellness für Senioren wichtig ist.
Inhaltsverzeichnis
Wellness tut uns allen gut. Das gilt auch, oder vielleicht gerade, für Senioren. Da das Wort Wellness übersetzt Wohlbefinden bedeutet, ist es weitgefasst. Wir zeigen, was es bedeuten kann und wieso gerade Wellness für Senioren wichtig sein kann. Grundsätzlich sind die Wellnessbedürfnisse von Senioren denen der jüngeren Generationen ähnlich. Tendenziell geht es älteren Menschen aber häufig weniger um ein Beautyprogramm, als tatsächlich das „Wohlbefinden“ und die körperliche Fitness zu steigern.
Wellness bedeutet Entspannung
Zu Wellness gehört Entspannung. Doch dazu müssen Sie nicht extra in ein Wellness-Hotel fahren. Entspannte Saunatage können Sie sich auch in den ortsnahen Saunaanlagen gönnen und so perfekt in Ihren Alltag integrieren. Bei Herz-Kreislaufproblemen sollten Sie sich jedoch vorab mit einem Arzt besprechen. Denn so schön und entspannend ein Saunagang sein kann, so belastend kann die Hitze für den Körper sein. Deshalb sollten Sie auch auf keinen Fall in die Sauna, wenn Sie krank sind oder sich unwohl fühlen. > Sauna oder Dampfbad: Was ist gesünder? Auch Massagen sorgen für Entspannung. Und zwar ganz konkret: Massagen lockern die Muskulatur und regen die Durchblutung an. Oft können Massagen von körperlichen Beschwerden befreien und Schmerzen lindern. > Hot Stone Massage: Wellness mit heißen Steinen
Wellness bedeutet auch: aktiv sein
Leichte Bewegung kann sehr angenehm sein. Deshalb zählen Sportarten wie Yoga, Pilates, Qi Gong oder Tai Chi durchaus auch zum Thema Wellness. Diese sanften Sportarten stärken die Muskulatur und die Koordinationsfähigkeit. Sie regen ebenso wie Ausdauersport die Durchblutung an und fördern schließlich das allgemeine Wohlbefinden. Sanfter Sport wie Yoga zählt ebenfalls zu Wellness. (c) Robert Kneschke / Fotolia
Kneipp-Kuren
Eine weitere und sehr bekannte Variante des Wellness sind Kneippbäder. Dabei geht es um das Wechselspiel mit warmen und teilweise eiskaltem Wasser. Das fördert die Durchblutung und regt den Stoffwechsel an. Außerdem „härtet es ab“, wie man so schön sagt. Das heißt, durch die Kneipp-Anwendungen soll das Immunsystem gestärkt werden und Sie werden im Idealfall weniger oft krank.
Auch für Kneipp-Anwendungen müssen sie ebenso wenig wie für Massagen oder Saunagänge in ein Wellness-Hotel fahren. Schon Wechselduschen am Morgen haben den typischen Kneipp-Effekt und machen fit für den Tag. Personen mit Herz-Kreislaufbeschwerden sollten jedoch vorsichtig mit Kneipp-Anwendungen sein und sich erst mit ihrem Arzt besprechen.
Wellness bedeutet vor allem Genuss
Wir haben bereits zu Beginn dieses Artikels angesprochen, dass Wellness für Senioren häufig etwas anderes bedeutet als für junge Menschen. Dennoch sollte auch der Beauty-Aspekt nicht untergehen. Sich bei Massagen verwöhnen zu lassen, die Haut und den ganzen Körper mit Anti-Aging-Produkten zu pflegen tut in jedem Alter gut. Außerdem sorgen Hautmasken und Peelings für eine neue Frische und steigern häufig das Selbstbewusstsein. Und das wirkt sich letztlich auf das Wohlbefinden im Sinne des Wellness stark aus. > Pflege-Masken für zuhause Nach dem Motto „du bist was du isst“ kann auch die Ernährung im weitesten Sinne zum Wellness gezählt werden. Oft bieten Wellness-Hotels eine besonders gesunde und gleichzeitig besonders leckere Kost an. Und das nicht ohne Grund: Die gesunde Ernährung hat einen positiven Effekt auf Geist und Körper. Sie fühlen sich geistig fitter und der Körper erhält durch die gesunden Nahrungsmittel viel Hilfe um sich selbst zu regenerieren. Essen ist also die beste Möglichkeit, Wellness als Genuss zu verstehen.
Wellness im Altenheim und Pflegeheim: Was ist möglich?
Auch in Alten- und Pflegeheimen gehört Wellness inzwischen zum Betreuungsalltag. Viele Einrichtungen bieten eigene Wellness-Anwendungen an – etwa Hand- und Fußbäder mit Aromaölen, Massagen oder kleine Kosmetik- und Pflegeanwendungen –, die an die eingeschränkte Mobilität mancher Bewohner angepasst sind (Quelle: Korian).
Für Bewohner mit stärkeren Einschränkungen, etwa bei Demenz oder eingeschränkter Mobilität, kommt oft ein Konzept namens basale Stimulation zum Einsatz – manchmal auch als „Wellness mit allen Sinnen“ bezeichnet. Dabei werden gezielt einzelne Sinne angesprochen: der Tastsinn etwa durch Handmassagen, das Gehör durch beruhigende Musik sowie Sehen, Geruch und Geschmack durch entsprechende Reize. Entwickelt wurde das Konzept in den 1970er-Jahren vom Heilpädagogen Andreas Fröhlich und später von der Pflegewissenschaftlerin Christel Bienstein für die Erwachsenenpflege weiterentwickelt (Quelle: IHM). Ziel ist es, auch Menschen zu erreichen, die sich aufgrund von Demenz oder körperlichen Einschränkungen schwerer mitteilen können, und ihnen ein Stück Wohlbefinden zu ermöglichen.
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