Insbesondere Sportler neigen durch Überbeanspruchung zu einer Entzündung der Plantarsehne der Fußsohle (Plantarfasziitis), die fälschlicherweise oft mit einem Fersensporn verwechselt wird. Starke Schmerzen in der Ferse? Nicht immer ist ein Fersensporn der Auslöser. Es könnte sich auch um eine Plantarfasziitis handeln. Allerdings liegen beide Erkrankungen nahe beisammen: Ein Fersensporn ist ein dornartiger, knöcherner Fortsatz im Bereich der Ferse.
Es gibt einen oberen und einen unteren Fersensporn. Beim oberen (dorsalen) ist der Ansatz der Achillessehne an der Rückseite des Fersenbeins, beim unteren (plantaren) Sehnenansatz der Plantarsehne am Fersenbein in der Fußsohle betroffen. Häufiger kommt der untere Fersensporn vor. Schmerzen an der Plantarsehnenplatte können also vom Fersensporn kommen, die Ursache für die Beschwerden kann aber auch eine Entzündung der Plantarsehnenplatte bzw. Plantarfaszie (Fachbegriff: Plantarfasziitis) sein. Und die kann mit oder ohne Fersensporn auftreten. > Erfahren Sie hier mehr über den Fersensporn Eine Entzündung an der Fußsohle tritt bei den meisten erst jenseits des 40. Lebensjahres ein. Sie ist zwar schmerzhaft und langwierig, doch sie heilt normalerweise nach spätestens ein bis zwei Jahren von alleine wieder aus.
Wir verraten Ihnen, wie es zu einer Plantarfasziitis kommt, wie der Arzt seine Diagnose stellt und welche Arten der Behandlung und Vorbeugung es für Patienten gibt. Außerdem stellen wir Ihnen die besten Übungen vor.
Eine Fußmassage kann sich positiv auswirken. (c) Colourbox
Welche Ursachen führen zu einer Plantarfasziitis?
Die Plantarfaszie beginnt am Fersenbein und breitet sich dann wie ein Fächer bis zu den Zehen aus. Sie verbindet also die Knochen der Fußwurzeln mit dem Mittelfußknochen und den Zehengrundgelenken. Ihre Aufgabe ist es, die gesamte Mechanik beim Abrollen des Fußes sicherzustellen. Wird die Sehnenplatte übermäßig belastet, kommt es zu einer Reizung, die wiederum häufig in einer Entzündung endet. Auslöser für eine Plantarfasziitis gibt es viele. Die häufigsten Ursachen sind: Ursachen für eine Plantarfasziitis gibt es viele:- Beinlängendifferenz
- Muskuläre Dysbalancen, also Schwächen der Muskeln z.B. im Bereich der Hüft-, Rumpf-, LWS- oder Kniegelenksmuskulatur
- Fehlstellungen des Fußes / der Füße
- Mangelhaft ausgebildete Fußmuskulatur
- Adipositas (Fettleibigkeit)
- Stehen über einen längeren Zeitraum
Plantarfasziitis Symptome
Eine Plantarfasziitis entwickelt sich in den meisten Fällen schleichend. Oftmals gehen Patienten erst dann zum Arzt, wenn sich die Symptome deutlich verschlimmert haben oder die Fersenschmerzen ins Unerträgliche gehen. Zu Beginn sind die Schmerzen eher gering und treten bei kleinen Belastungen von „kalten“ Füßen auf – zum Beispiel morgens nach dem Aufstehen. Sind die Füße später „warm“ weil Sie zum Beispiel beim Sport waren oder einen längeren Spaziergang gemacht haben, lassen die stechenden Schmerzen schnell und deutlich nach. Von Zeit zu Zeit wird der Fersenschmerz jedoch immer intensiver und macht sich sogar bemerkbar, wenn sich der Fuß in Ruhestellung befindet. Der gesamte Prozess zieht sich oftmals über Wochen oder Monate hinweg. Bereits bei den ersten anfänglichen Schmerzen in der Ferse sollten Sie sich von einem Arzt untersuchen lassen. Bei rechtzeitiger Früherkennung ist die Chance hoch, dass aus der leichten Überreizung oder Entzündung keine chronische Plantarfasziitis wird oder sich ein Fersensporn bildet.
Eine Fußmassage kann sich positiv auswirken. (c) ColourboxFersenschmerzen beim Auftreten: Der typische Anlaufschmerz
Ein besonders kennzeichnendes Anzeichen der Plantarfasziitis ist der sogenannte Anlaufschmerz: Die Fußsohle schmerzt beim ersten Auftreten morgens nach dem Aufstehen oder nach längerem Sitzen besonders heftig – die allerersten Schritte sind meist am unangenehmsten. Nach ein paar Minuten Bewegung lässt der stechende Schmerz in der Regel nach, kann nach längerem Stehen, Laufen oder intensiver Belastung aber erneut zunehmen. Laut dem unabhängigen Gesundheitsportal gesundheitsinformation.de des IQWiG (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen) sind die meisten Betroffenen nach einigen Monaten wieder beschwerdefrei, bei etwa 10 bis 20 Prozent halten die Beschwerden jedoch länger als ein Jahr an. Zu den begünstigenden Faktoren zählen unter anderem intensives Laufen, ein plötzlicher Trainingseinstieg nach einer Pause, langes Stehen im Beruf, Fußfehlstellungen, verkürzte Wadenmuskeln, ungeeignetes Schuhwerk sowie starkes Übergewicht.Wie wird eine Plantarfasziitis behandelt?
Erst einmal muss der Arzt seine Diagnose stellen. Das geschieht durch ein Anamnesegespräch und eine Untersuchung der schmerzenden Ferse und Fußsohle. Auch ein Röntgenbild oder Ultraschall können Aufschluss geben. Ist eine Plantarfasziitis diagnostiziert, gibt es für den Patienten verschiedene Methoden der konservativen Behandlung:- Dehnübungen, LowDye-Taping und Fußmassagen
- Orthopädische Einlagen
- Stoßwellentherapie
Plantarfasziitis vorbeugen – geht das?
Kurz und knapp: Ja, das geht. Mithilfe von Mithilfe von Übungen, bei denen Sie die betroffene Stelle dehnen und kräftigen, können Sie einer Entzündung der Faszie unterhalb der Ferse vorbeugen. Als sehr effektiv gelten seit geraumer Zeit Übungen, die mithilfe eines Tennisballs oder speziellen Faszienrollen durchgeführt werden. Die besten Übungen dauern nicht lange und lassen sich bequem in jeden noch so stressigen Alltag integrieren:- Fuß dehnen
- Mit den Zehen greifen
- Gegenstand rollen
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Zuletzt aktualisiert: Juli 2026




















