Linsen galten lange als der „Kaviar des kleinen Mannes“. Dieser Name verrät, was in den Hülsenfrüchten steckt. Nicht umsonst gelten die kleinen Leckerbissen im Feinschmeckerland Frankreich schon lange als Delikatesse.Wie gesund sind Linsen?
Eine Linse enthält viel Eiweiß. Wer gerne auf Fleisch und Fisch verzichtet, holt sich durch Linsen seine Extra-Portion Proteine. Außerdem punkten die Hülsenfrüchte mit vielen gesunden Ballaststoffen. Das macht satt und fördert die Verdauung. Wer etwas für seine Darmgesundheit tun möchte, sollte die Hülsenfrüchtchen häufiger auf seinen Speisezettel setzen. Gleichzeitig stärkt der hohe Magnesiumgehalt das Gehirn und die Nerven. Auch beim Eisengehalt müssen sich die kleinen Leckerbissen nicht verstecken. Trinken sie zum Essen ein Glas Orangensaft, dann nimmt der Körper das Eisen besonders gut auf! Zu guter Letzt: Linsen quellen beim Garen auf. So halten sie uns zusätzlich schlank und machen schneller satt.Nährwerte: Das steckt in 100 Gramm Linsen
Getrocknete Linsen liefern pro 100 Gramm laut Bundeslebensmittelschlüssel (Daten via Nährwertrechner) etwa:- Kalorien: ca. 275 kcal
- Eiweiß: ca. 23 g
- Kohlenhydrate: ca. 41 g
- Ballaststoffe: ca. 17 g
- Fett: ca. 2 g
- Eisen: ca. 8 mg
- Magnesium: ca. 129 mg
- Folsäure (Folat): ca. 168 µg
Sind Linsen leicht verdaulich – und glutenfrei?
Linsen enthalten unverdauliche Mehrfachzucker (Oligosaccharide), die im Dickdarm von Bakterien zersetzt werden und Blähungen verursachen können. Laut Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) sind geschälte rote und gelbe Linsen besonders leicht verdaulich. Ungeschälte Sorten werden bekömmlicher, wenn man sie über Nacht einweicht und das Einweichwasser vor dem Kochen wegschüttet. Linsen sind außerdem von Natur aus glutenfrei – bei Zöliakie sollte man laut Deutscher Zöliakie-Gesellschaft (DZG) allerdings nur ausdrücklich als glutenfrei gekennzeichnete Ware kaufen, da bei Anbau und Ernte Getreidekörner in die Packung geraten können.> Linsensuppe Grundrezept – mit Tipps für Abwandlungen
Bildergalerie: Unsere liebsten Linsen

1. Braune und grüne Tellerlinsen
Braune und grüne Tellerlinsen sind die in Deutschland bekannten herzhaften Klassiker. Besonders beliebt sind sie in Kombination mit Würstchen oder Speck. Ganz gleich ob süß-sauer oder würzig.
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Verwendung: Durch ihre mehlige Konsistenz eignen sie sich ideal für Eintöpfe und Suppen. Sie binden Flüssigkeit und machen das Gericht schön sämig.

2. Rote und gelbe Linsen
Rote und gelbe Linsen kommen bereits geschält aus der Packung. Das macht sie bekömmlicher als ihre braun-grünen Verwandten. Langes Einweichen oder Kochen entfällt. In Indien und im Orient sind die bunten Linsen ein wichtiges Grundnahrungsmittel. Dort zählt man insgesamt bis zu 50 Sorten. Ohne sie wäre die dortige Speisekarte wesentlich ärmer.
Verwendung: Optimal geeignet für schnelle Suppen, pikante Pürees und Currys. Auch als Pasta, vegetarische Beilage oder kalt als Salat sind sie einfach richtig lecker.

3. Belugalinsen
Die edlen Belugalinsen gleichen mit ihrer schwarz glänzenden Schale dem berühmten Beluga-Kaviar. Dieser stand auch beim Namen Pate. Ihr mildes, leicht nussiges Aroma erinnert an Maronen und passt zu vielen feinen Gerichten. Sie kochen fest und zerfallen nicht so leicht wie viele andere Linsenarten.
Verwendung: Belugalinsen eignen sich perfekt als feine Vorspeise, Suppe oder als dekoratives Element bei Gemüsegerichten. Auch als Salat schmecken sie einfach köstlich.

4. Puylinsen aus der Auvergne
Französische Puylinsen haben je nach Sorte eine dunkelgrüne, schwarze oder schwarz-blau gefleckte Schale. Angebaut werden sie auf vulkanischem Boden in und um Le Puy in der Provinz Auvergne.
Verwendung: In Frankreich isst man Puylinsen besonders gerne als Salat oder Suppe.

5. Rot-braune Berglinsen
Berglinsen haben eine besonders feste Konsistenz und schmecken mild und aromatisch. Die kernigen Berglinsen bleiben auch nach längerem Garen bissfest.
Verwendung: Berglinsen haben richtigen Biss und eignen sich ideal für kräftige Eintöpfe und Aufläufe. Auch als Zutat für vegetarisch-vegane Bratlinge sind sie eine Delikatesse.

6. Edle Champagnerlinsen
Die zierlichen Champagnerlinsen stammen – wie der Name verrät – ursprünglich aus der französischen Champagne. Die Châteaulinsen zerfallen beim Kochen nur langsam und bleiben schön bissfest.
Verwendung: Ideal für einen schmackhaften Linsensalat. Aber auch als Zutat zu Risotto oder als Beilage zu Wild und Geflügel sind Champagner-Linsen ein Aroma-Booster.
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Zuletzt aktualisiert: August 2026




















