Mythen rund um das Coronavirus – Fakten oder Fake?

Mythen rund um das Coronavirus – Fakten oder Fake?

Welche Informationen zu Covid-19 stimmen tatsächlich? Wir klären auf!
Inhaltsverzeichnis

Das Netz ist voll mit Mythen, Falschmeldungen und Verschwörungstheorien rund um das neuartige Coronavirus.

Knoblauch essen und Mundwasser schützen vor einer Infektion mit SARS-CoV-2 und durch das Einreiben des Körpers mit Chlor und Alkohol werden die Corona-Viren abgetötet. Täglich liest man unzählige neue Meldungen über Covid-19. Leider befinden sich darunter auch einige Mythen, die jedoch manchmal durchaus glaubhaft klingen.

Viele Menschen sind inzwischen verunsichert und tun sich schwer damit herauszufinden, welche Nachricht oder Information wahr ist und welche nicht. Wir klären auf und haben die 5 häufigsten Mythen über das Coronavirus für Sie zusammengefasst.

Warum entstehen in Bezug auf Corona so viele Falschmeldungen und wieso halten sie sich hartnäckig?

Das Corona Virus ist eine Laborzüchtung der Chinesen oder eine Erfindung der Pharmalobby. Außerdem handelt es sich bei dem Virus doch nur um eine Grippe und kann mit einfachen Hausmitteln bekämpft werden. So oder so ähnlich klingen viele Falschmeldungen, die sich über soziale Netzwerke, Webseiten oder in Form von Kettenbriefen über WhatsApp in der ganzen Welt rasant verbreiten.

Der Grund dafür, warum sich viele Falschmeldungen über Covid-19 so hartnäckig halten, ist, dass sie oftmals glaubhaft klingen. Zudem sind Angst und Sorge vor einer möglichen Ansteckung bei vielen extrem groß. Angst und Panik ist für Verschwörungstheoretiker ein starkes Instrument, um derartige Mythen groß zu machen.

Aufklärung: Faktencheck von 5 häufigsten Mythen

Wir haben für Sie die 5 häufigsten Mythen in Bezug auf Covid-19 zusammengefasst. Selbstverständlich klären wir auch darüber auf, warum es sich dabei um Falschmeldungen handelt.

Eine Hauskatze und ein Jack-Russell-Terrier schlafen auf einem Kissen
(c) Adobe Stock / Tatyana Gladskih

Mythos 1 – Haustiere können Corona übertragen

 

Haustiere wie zum Beispiel Katzen, Hunde, Vögel oder Hamster können durch die bloße Berührung Covid-19 auf den Menschen übertragen. Eine solche Meldung sorgt für unglaublich große Verunsicherung. Schließlich leben allein in Deutschland rund 40 Millionen Haustiere mit Menschen zusammen.

Entspräche die Aussage tatsächlich der Wahrheit, würde die Ausbreitung von Covid-19 wahrscheinlich binnen kürzester Zeit ins Unermessliche steigen. Gott sei Dank gibt das Bundesamt für Ernährung und Landwirtschaft (BmEL) Entwarnung: „Nach aktuellem Stand der Wissenschaft kann das Coronavirus nicht von Haustieren auf den Menschen übertragen werden.“.

Tatsächlich gibt es viele verschiedene Arten von Coronaviren im Tierreich, die in der Regel aber nicht auf den Menschen übertragbar sind.

Tabletten
(c) BillionPhotos.com / Fotolia

Mythos 2 – Antibiotika wirken gegen Corona

 

Dieser Mythos, ein Antibiotikum helfe gegen Covid-19, hat sich in Rekordzeit verbreitet. Wer sich jedoch über die Wirkung von Antibiotika informiert, stellt schnell fest, dass es sich hierbei definitiv um eine Falschmeldung handelt. Antibiotika sind bei Virus-Erkrankungen nämlich wirkungslos und helfen nur bei bakteriellen Infektionen.

Mal ganz davon abgesehen, sollten Antibiotika nur im Falle einer tatsächlichen Erkrankung und nicht vorbeugend eingenommen werden.

Eine Tasse schwarzer Tee
(c) Colourbox.de

Mythos 3 – Warme Getränke trinken und damit Corona-Viren abtöten

 

Coronaviren sind nicht hitzebeständig und werden durch das Trinken von warmen Getränken in der Mundhöhle abgetötet – so ein weitverbreiteter und schon länger bestehender Mythos.

Ja, Viren mögen bekanntlich keine Wärme und ja, es gibt verschiedene Viren-Stämme, die ab einer Temperatur von 60° Celsius absterben. Getränke mit derartig hohen Temperaturen würden jedoch zu schweren Verbrennungen im Hals- und Rachenraum führen. Somit sollte klar sein, dass dieser „heiße“ Tipp sicherlich nicht gegen Corona hilft.

Zwiebeln und Knoblauchknollen
(c) Adobe Stock / trotzolga

Mythos 4 – Knoblauch, Zwiebeln, Alkohol und Chlor schützen vor einer Corona-Infektion

 

Auch diese Falschmeldungen verbreiteten sich wie ein Lauffeuer. Zwar besitzen Knoblauch und Zwiebeln antimikrobielle Eigenschaften, trotzdem sind Sie durch den Verzehr des gesunden Lebensmittels nicht vor einer Infektion mit dem Coronavirus geschützt.

Die Viren werden auch nicht abgetötet, indem man sich mit Alkohol und Chlor einsprüht, die eigentlich zur Desinfektion von Oberflächen gedacht sind. Die Hautoberfläche gehört nicht dazu! Wer sich damit einschmiert, schädigt die Schleimhäute und macht es Viren dadurch noch einfacher in den Körper einzudringen.

Mehrere Tabletten Ibuprofen. Das Schmerzmittel gilt als altbewährter Klassiker.
(c) Colourbox.de

Mythos 5 – Ibuprofen verschlimmert eine Corona-Infektion

 

Die wohl am häufigsten diskutierte Falschmeldung wurde über eine WhatsApp-Sprachnachricht verbreitet. Dort wurde behauptet, Ibuprofen verschlimmere die Viruserkrankung Covid-19. Angeblich gibt es stichhaltige Beweise dafür, dass das Schmerzmittel die Vermehrung des Virus beschleunigt. Kurz darauf warnte der französische Gesundheitsminister Olivier Véran über Twitter vor Ibuprofen in Verbindung mit Covid-19.

Die WHO schloss sich der Warnung vorerst an und riet vorübergehend von der Einnahme ohne ärztlichen Rat ab. Im Verdachtsfall solle man auf Paracetamol zurückzugreifen. Viele chronisch Kranke waren nun stark verunsichert, da sie oftmals auf die Einnahme genau dieser Arzneimittel angewiesen sind.

Kurze Zeit später ließ die Weltgesundheitsorganisation prüfen, ob es in irgendeiner Form einen Zusammenhang zwischen Corona und dem Schmerzmittel Ibuprofen geben könnte. Trotz dünner Datenlage war das Ergebnis recht eindeutig: Auf Basis der aktuell vorhandenen Informationen gibt es – abgesehen von den bereits bekannten Nebenwirkungen bei bestimmtem Personengruppen – in Bezug auf die Einnahme von Ibuprofen keine Hinweise auf negative Konsequenzen für Patienten mit Covid-19.

Fazit Mythen und Corona

Auch wenn es manchmal schwerfällt die Wahrheit von Lügen zu unterschieden, sollten Sie sich nicht vorschnell verunsichern lassen. Wenn Sie sich über aktuelle Zahlen, Risikogebiete, Schutzmaßnahmen, Hygieneregeln und über Nachrichten rund um das Corona Virus informieren möchten, dann raten wir Ihnen zu seriösen Quellen. Verlässliche Internetseiten mit aktuellen Meldungen sind zum Beispiel das Bundesministerium für Gesundheit (BmG) oder das Robert-Koch-Institut (RKI).

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