Melone – Die gesunde Sommererfrischung
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Melone – Die gesunde Sommererfrischung

In der heißen Jahreszeit sind Melonen eine ideale Erfrischung für Zwischendurch.
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Wassermelone
Inhaltsverzeichnis

In der heißen Jahreszeit sind Melonen eine ideale Erfrischung für Zwischendurch. Obwohl sich die verschiedenen Sorten in Geschmack und Aussehen unterscheiden, haben sie eines gemein: Sie liefern unserem Körper viel Wasser und sind sehr gesund. Da sie kaum Kalorien haben, kann man im Sommer getrost zugreifen und es sich schmecken lassen.

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Melonen waren bereits vor vielen Jahrhunderten ein wichtiger Wasser- und Fruchtlieferant im Alten Ägypten und Persien. Bis heute sind vor allem wildwachsende Melonensorten in der Kalahari-Wüste dort ein Grundnahrungsmittel und sehr beliebt. Durch die Seefahrer fand das krautige Gewächs mit den Ranken und riesigen Früchten seinen Weg von afrikanischen und asiatischen Gebieten nach Amerika und letztendlich nach Europa, wo wir sie uns heute schmecken lassen.

Melonen sind das ganze Jahr erhältlich

Zwischen Mai und September kommen die verschiedenen Sorten vor allem aus Griechenland, Israel, Italien, Spanien und Ungarn. Da sich auch mittel- und südamerikanische Länder durch ihr (sub-)tropisches Klima als Anbaugebiete eignen, sind Melonen über das ganze Jahr erhältlich. Während der Wintermonate beliefern zum Beispiel Costa Rica, Mexiko und Brasilien den deutschen Handel mit aromatischen Zuckermelonen.

Melonen sind ein Fruchtgemüse

Melonen lassen sich anhand ihrer botanischen Eigenschaften nicht klar der Kategorie Obst oder Gemüse zuordnen. Zwar gehören sie wie Zucchini und Gurken zur Familie der Kürbisgewächse, doch so einfach lassen sich die sogenannten „Panzerbeeren“ nicht eindeutig klassifizieren.

Die Beerenfrüchte werden überwiegend als roher Snack oder Nachspeise verzehrt und zeichnen sich durch ihr meist süßes Aroma aus. Dennoch sind Melonen streng genommen ein Gemüse, da sie von einer einjährigen Pflanze stammen und – wie Gurken – die verzehrbaren Bestandteile der Bodenranken sind. Die Bezeichnung „Fruchtgemüse“ ist ein Kompromiss, der sowohl die botanischen Fakten als auch die kulinarischen Eigenarten des Gewächses in sich vereint.

Über 600 Melonen-Sorten

Bei den Melonen wird zwischen den Hauptsorten Wasser- und Zuckermelone unterschieden. Wer glaubt, dass sich das Angebot auf riesige, grüne Wassermelonen und knallig-gelbe Honigmelonen beschränkt, hat die Vielfalt der Melone weit unterschätzt.

Bei den Unterarten der Wassermelone gibt es bis zu 150 verschiedene Sorten, die sich geschmacklich und optisch unterscheiden. Die Zuckermelonen werden in Cantaloupemelonen, Netzmelonen und Honigmelonen untergliedert. Insgesamt bringen die Untergruppen der Zuckermelone bis zu 500 Sorten hervor. Während die Wassermelonen mit bis zu 100 Kilo richtige Schwergewichte werden können, wiegen Zuckermelonen im Durschnitt 1–3  Kilo und bleiben relativ klein.

Wassermelonen als gesunder Durstlöscher

Die Wassermelone ist der beliebte Klassiker unter den Melonen. Die dunkelgrüne, glatte Schale ist je nach Sorte gemustert. Das leuchtend-rote Fruchtfleisch schmeckt sehr süß und ist aufgrund seines hohen Wasseranteils von über 90 Prozent sehr saftig – ein idealer Durstlöscher! Wassermelonen liefern Vitamin C und A, Kalium, Beta-Carotin und das immunstärkende Lycopin. Auch die Kerne können roh oder angeröstet als Knabberei verzehrt werden und liefern unserem Körper wertvolle Nährstoffe wie Magnesium, Eisen, Kalzium und ungesättigte Säuren.

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Zuckermelonen haben reichlich Vitamine und Mineralien

Zuckermelonen haben im Vergleich zur Wassermelone einen höheren Zuckeranteil und damit mehr Kalorien. Dennoch sind sie sehr gesund und auch für Diäten geeignet. Durch ihren niedrigeren Wassergehalt und ihre geringe Größe kommen wertvolle Vitamine und Mineralien konzentrierter im Fruchtfleisch vor. Sie liefern unter anderem Kalium, Kalzium, Eisen, Natrium, Magnesium und Phosphat. Reichlich Vitamin A wirkt verjüngend auf Haut und Haar, Vitamin C stärkt das Immunsystem und die Aminosäure Arginin regt zudem den Stoffwechsel an. Ihre harntreibende Wirkung ist entgiftend und reinigt den Körper von innen. Je kleiner die Melonenart ist, desto reicher ist sie an gesunden Vitalstoffen.

Verschiedene Melonensorten im Überblick

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Wassermelone – Crimson Sweet

Die Sorte Crimson Sweet ist das Schwergewicht unter den Wassermelonen. Die großen Früchte können über 15 Kilo auf die Waage bringen. Sie wächst eierförmig, die dunkelgrüne Schale ist mit hellgrünen Streifen überzogen und das Fruchtfleisch schmeckt aromatisch-süß. Eine ganze Riesenmelone ist für die meisten zu viel. Daher bietet der Handel auch angeschnittene Früchte an. Diese sollten kühl gelagert und in wenigen Tagen verzehrt werden, da sie schnell verderben.

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Wassermelone – Sugar Baby

Die Sugar Baby ist die kleine Variante der Wassermelone. Sie wird lediglich drei bis fünf Kilo schwer, ihr dunkelrotes Fruchtfleisch ist aber genauso saftig und aromatisch. Ihre Größe macht sie zu einem Favoriten, da von der frischen, runden Melone selten etwas übrigbleibt.

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Gelbe Kanarische Melone

Wer an Honigmelonen denkt, hat sofort die Gelbe Kanarische Melone vor Augen. Da sie auch in den kalten Jahreszeiten in subtropischen Gebieten reift, ist sie ganzjährig im Handel und wird deshalb „Wintermelone“ genannt. Das fast weiße Fruchtfleisch rundet mit seinem milden Honigaroma süße und deftige Speisen ab. Daher passt die Honigmelone sowohl in bunte Obstsalate als auch zu einem deftigen Parmaschinken. Auch auf der Gesundheitsskala rangiert sie ganz oben: 150 Gramm liefern uns bereits den halben Tagesbedarf an Vitamin C und decken den kompletten Bedarf an Vitamin A.

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Cantaloupe

Die Cantaloupe ist eine relativ kleine Melonenart, die nach ihrem ursprünglichen Anbaugebiet in der Nähe von Rom benannt wurde. Die hellbraune Schale der bis zu drei Kilo schweren Früchte ist mit einem feinmaschigen Netz und grünen Längsstreifen überzogen. Darunter steckt das feste, leuchtend orangefarbene Fruchtfleisch, das einen lieblich-fruchtigen Geschmack hat.

Es liefert einen hohen Anteil an Vitamin A und zählt zu den kalorienarmen Sorten der Zuckermelonen. Da sie nicht lange haltbar ist und bei falscher Lagerung Salmonellengefahr besteht, sollte sie rasch verzehrt werden. Gut, dass die Cantaloupe sowohl zu Süßspeisen, erfrischenden Salaten und Smoothies sowie zu „Prosciutto e Melone“ passt.

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Charentais

Die Charentais ist eine Züchtung aus der Cantaloupe und wird vorrangig im französischen Raum angebaut. Sie wird lediglich ein bis zwei Kilo schwer und zählt damit zu den kleinen Melonensorten. Sie ist gut erkennbar an ihrer glatten, hellgrünen Schale, die von dunkelgrünen Längsrippen durchzogen ist. Mit der Reife verfärbt sich die Schale zunehmend gelblich. Das dunkel-aprikosenfarbene Fruchtfleisch duftet sehr aromatisch und hat einen intensiven, süßen Geschmack.

Wie die Cantaloupe zeichnet sich die kalorienarme Charentais durch ihre Vielfältigkeit in der Küche aus. Sie macht sich gut in Kombination mit Schinken, in Desserts, als Sorbet, fruchtigen und deftigen Salaten, aber auch als außergewöhnliche Beilage zu leichten Fleisch- und Fischgerichten.

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Galia

Die Galia ist eine klassische Dessertmelone, die mit ihrem zuckersüßen Aroma überzeugt. Sie ist eine der größeren Netzmelonensorten und zeichnet sich durch das feine, korkartigen Netz auf ihrer Oberfläche aus. Sobald die Galia reif ist, verfärbt sich die grünliche Schale zunehmend gelb und bildet grüne Punkte aus, das Fruchtfleisch bleibt weißlich-grün. In Sachen Nährstoffen hat sie das Nachsehen: Sie liefert zwar genauso viel Kalium wie die Gelbe Kanarische, ist jedoch nicht reich an Vitaminen. Dafür ist sie die ideale Sorte für Feinschmecker: Sie rundet Käsevorspeisen, Salate und Desserts mit ihrem intensiven-süßen Geschmack perfekt ab.

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Futoro­-Melone

Die Futoro ist vor allem in Spanien eine der beliebtesten Melonensorten. Durch ihre footballähnliche Form hebt sie sich von den anderen Zuckermelonen ab. Die glatte, dunkelgrüne Schale ist mit gelben Furchen durchzogen. Diese Optik brachte ihr auch den unschönen Namen „Piel de sapo“ ein, der zu Deutsch „Krötenhaut“ bedeutet. Das grünlich-weiße Fruchtfleisch ist sehr knackig und hat ein mildes, süßes Aroma, das nicht so intensiv wie bei der Galia oder Honigmelone ausfällt. In Spanien wird sie bevorzugt mit Serrano-Schinken serviert. Auch für Zwischendurch ist sie ein sehr gesunder Snack, da sie viel Eisen und Vitamin C liefert.

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Jenny Lind

Eine bekannte schwedische Opernsängerin ist Namensgeberin der alten französischen Honigmelonensorte aus dem 19. Jahrhundert. An ihrer Form erkennt man die Verwandtschaft zu den Kürbisgewächsen: Sie besitzt eine stark gerippte Schale. Mit der Reife verformt sich die Blütennarbe zu einem turbanförmigen Aufsatz und verleiht damit der Sorte ihr unverwechselbares Aussehen. Ist die Frucht vollreif, ist die Schale bräunlich und grün marmoriert. Das zartschmelzende, grüne Fruchtfleisch ist für alle ideal, die ein mildes, aber süßes Melonenaroma bevorzugen. Zudem eignet sich die sehr widerstandsfähige Sorte besonders gut für den ersten Melonenanbau im Garten.

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Ogen-Melone

Die Ogen-Melone zählt zu den besonderen Neuzüchtungen der letzten Jahrzehnte. Namensgeber ist ein Kibbuz in Israel, in dem die Kreuzung aus Cantaloupe- und Netzmelone entstanden ist. Die gelbe Schale der runden Zuckermelone ist mit grünen Streifen überzogen. Das weißliche Fruchtfleisch hat einen leicht säuerlichen, aber fruchtigen Geschmack und harmoniert sowohl mit süßen als auch deftigen Speisen. Da sie gut lagerfähig ist, findet man sie immer häufiger auch im deutschen Handel.

Klopfen, Riechen, Sehen – Der Reifetest

Sobald Melonen geerntet sind, reifen sie nicht mehr nach. Daher sollten Sie darauf achten, dass sie im Laden eine reife Frucht auswählen. Hierzu gibt es ein paar kleine Tricks.

Der Klopftest verrät, ob eine Wassermelone bereits reif und vollmundig ist. Hat die Melone einen dumpfen, vollen und dunklen Klang, hat sie den idealen Reifegrad. Ein eher metallischer, hohler oder heller Ton ist ein Indiz darauf, dass die Frucht bereits überreif oder trocken ist.

Für die Suche nach einer köstlichen Zuckermelone setzen Sie Ihre Nase ein. Vollreife Früchte verströmen einen intensiven, süßen Melonengeruch. Riecht die Melone dagegen neutral oder säuerlich, lassen Sie sie besser liegen.

Auch Gewicht und Schale geben Hinweise auf die Qualität. Reife Früchte sind vergleichsweise schwerer. Bei Zuckermelonen lässt sich anhand der Schalenverfärbung und Musterung der Reifegrad gut ablesen. Am Stielende sollte sie bei leichtem Druck etwas nachgeben. Ist die Frucht angeschnitten, achten Sie auf die durchgehend gleichmäßige Färbung des Fruchtfleischs.  Es sollte keine dunklen Verfärbungen aufweisen und angenehm fest sein.

Melonen sind das perfekte Sommerobst

Mit Melonen auf dem Speiseplan machen Sie im Sommer alles richtig: Die verschiedenen Sorten haben immer einen Platz in der kreativen Küche, versorgen den Körper mit gesunden Nährstoffen und reichlich Flüssigkeit und tragen dazu bei, dass Sie sich gut und gesund fühlen.

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