Maßnahmen für eine größtmögliche Mobilität im Alter
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Maßnahmen für eine größtmögliche Mobilität im Alter

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älterer Mann legt die Hand auf die Hand einer älteren Dame
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Mobilität ist eine wichtige Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe und Unabhängigkeit. Deswegen kommt es darauf an, gerade ältere Menschen so mobil wie möglich zu halten. So lassen sich Vereinsamung und Traurigkeit vermeiden. Es gibt von Elektromobilen über Treppenlifte bis hin zu Elektrorollstühlen viele Möglichkeiten, um auch im Alter mobil zu bleiben. Auch Rollatoren und Fahrdienste spielen in vielen Umfeldern wichtige Rollen. Entscheidend ist aber, Mobilitätsbarrieren abzubauen, damit sich ältere und in ihrer Bewegung eingeschränkte Menschen möglichst frei und unabhängig bewegen können. Dieser Artikel erläutert verschiedene Maßnahmen für eine größtmögliche Mobilität im Alter und erklärt, worauf hierbei besonders zu achten ist.

Elektromobile für tägliche Verrichtungen und Ausflüge

Elektromobile sorgen dafür, dass ältere Menschen möglichst unabhängig sind und frei entscheiden können, wohin sie sich begeben. Vor allem beim Einkaufen oder bei Ausflügen mit Freunden leisten solche Geräte hervorragende Dienste. Sie stellen sicher, dass Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, nicht in ihren eigenen vier Wänden eingesperrt sind, sondern ihr Leben ganz normal weiterführen können. Strecken, die mit Gehhilfen immer mehr zur Herausforderung werden und ausgesprochen anstrengend sind, lassen sich mit Elektromobilen wieder ohne großen Aufwand meistern.

Gerade wenn Menschen mit Gelenkproblemen oder Hüftleiden zu kämpfen haben, sind solche Fahrzeuge eine große Hilfe. Bei der Auswahl muss überlegt werden, welche Strecken zurückgelegt werden sollen und ob geeignete Straßen und Wege für ein solches Fahrzeug zur Verfügung stehen. Das Gewicht der Nutzer spielt ebenso eine Rolle wie die Anzahl der Räder. Des Weiteren kommt es auf die Akkugröße, die Reichweite und die Höchstgeschwindigkeit an. Nicht zuletzt ist zu klären, ob das jeweilige Modell faltbar ist und welches Budget zur Verfügung steht.

ältere Dame im Elektrorollstuhl
(c) Kevin Phillips / Pixabay-com

Einen Treppenlift einsetzen

Wenn ältere Menschen in einem mehrstöckigen Haus leben, ergeben sich oft Schwierigkeiten aufgrund der eingeschränkten Mobilität. Treppen stellen dann ein enormes Hindernis dar, das nicht oder nur unter großen Anstrengungen überwunden werden kann. Die Folge ist, dass sich viele ältere Menschen zurückziehen und entweder den oberen Teil oder den unteren Teil ihres Hauses nicht mehr nutzen. Um solche Einschränkungen nicht in Kauf nehmen zu müssen, sondern sich in seinen gesamten Lebensumfeld wohlfühlen zu können, sind Treppenlifte eine gute Hilfe.

Mit diesen können Nutzer das eigene Zuhause barrierefrei gestalten und ohne Anstrengung von einem Stockwerk in das andere gelangen. Bei der Auswahl sind verschiedene Kriterien zu berücksichtigen. Unter anderem ist zu klären, welchen Sitzkomfort das jeweilige Modell bietet. Es ist sinnvoll, vor der Anschaffung eine Probefahrt zu machen, um sich einen Eindruck von dem jeweiligen Lift zu verschaffen. Außerdem sind Sicherheitsaspekte von Bedeutung. So sollte das gewählte Modell eine hohe Laufruhe mitbringen und über eine gute Kurvenstabilität verfügen. Wenn die Geschwindigkeit individuell einstellbar ist, kann der Lift auf die persönlichen Vorlieben angepasst werden. Außerdem sind eine Notabsenkvorrichtung und eine hochwertige Fernbedienung hilfreich.

Mit Elektrorollstühlen innen und außen mobil

Elektrorollstühle bieten sowohl im eigenen Zuhause als auch bei Ausflügen unterwegs die Möglichkeit, sich relativ frei zu bewegen. Hierfür ist es wichtig, das geeignete Modell zu finden. Einige Elektrorollstühle sind speziell für den Outdoorbereich geschaffen, andere eignen sich für die eigenen vier Wände. Klappbare Modelle sind zudem auf Reisen ideal. Es gibt Modelle mit vielfältigen Funktionen, zu denen etwa ein wendiges Design und eine Stehfunktion gehören. Zudem gibt es unterschiedliche Antriebsarten, die sich für jeweils anderen Nutzer besonders gut eignen.

Ein wichtiges Auswahlkriterium bei Elektrorollstühlen ist die Steuerung. Einige nutzen eine Fußsteuerung, während andere auf eine Tischplattensteuerung zurückgreifen. Eine Kinn- und Kopfsteuerung ist ebenso gängig wie eine Mund- und Lippensteuerung. Nicht zuletzt sollte darauf geachtet werden, dass der Elektrorollstuhl individuell angepasst werden kann. Das betrifft beispielsweise die Sitztiefe, die Rückenlehne, die Beinstützen und den Spritzschutz.

Rollatoren bei vergleichsweise guter körperlicher Verfassung

Für ältere Menschen, die noch eine vergleichsweise gute körperliche Konstitution mitbringen, sind Rollatoren eine gute Wahl. Mit diesen können sich Nutzer frei bewegen, haben aber immer etwas, an dem sie sich festhalten können. Außerdem verfügen viele Rollatoren über eine Sitzgelegenheit, sodass zu jeder Zeit Pausen eingelegt werden können. Es gibt solche Geräte in unterschiedlichen Ausführungen und Varianten, die unbedingt auf den jeweiligen Nutzer angepasst werden sollten. Gelegentlich genügen Rollatoren als Hilfsmittel zur Erhaltung der Mobilität, in anderen Fällen sind sie eine Ergänzung zu Elektrorollstühlen oder Elektromobilen.

Fahrdienste statt eigenem PKW

Bis zu einem bestimmten Zeitpunkt ist es auch im hohen Alter möglich, mit einem eigenen Auto zu fahren. Wenn jedoch die Sehkraft nachlässt, die Konzentration nicht mehr so stark gegeben ist und gewisse Unsicherheiten beim Fahren auftreten, sollte darüber nachgedacht werden, auf den Führerschein zu verzichten. So ist für ein Höchstmaß an Sicherheit gesorgt und die Senioren gefährden weder sich noch andere.

Es gibt eine Vielzahl von Fahrdiensten, die sich auf die Beförderung von Senioren spezialisiert haben. Insbesondere Pflegeeinrichtungen nutzen solche Fahrmöglichkeiten, um zum Beispiel Ausflüge mit den Bewohnern zu organisieren. Aber auch im privaten Bereich ist es möglich, solche Fahrdienste in Anspruch zu nehmen. In einem solchen Fall können die Vorteile eines Autos genutzt werden, ohne ein eigenes Modell besitzen zu müssen.

Mobilitätsbarrieren abbauen

Es gibt eine Vielzahl von Mobilitätsbarrieren, die älteren Menschen das Bewegen im Alltag erschweren. Hierzu gehören beispielsweise hohe Einstiegskanten, die selbst mit einem hochwertigen Elektrorollstuhl nicht überwunden werden können. Auch schmale Türen sind in vielen Fällen ein Problem. Im ÖPNV kommt es oft vor, dass Fahrkartenautomaten zu hoch oder schwer erreichbar angebracht sind. In Kombination mit unübersichtlichen Fahrplänen führt dies zu einer Einschränkung älterer Menschen. Nicht zuletzt ist die Ampelschaltung an vielen Kreuzungen nicht seniorengerecht. Die Grünphasen sind so kurz, dass es ältere Menschen kaum auf die andere Seite schaffen. Aus Angst vor Unfällen vermeiden Sie dann die Teilnahme am Straßenverkehr. Das Ziel muss es unbedingt sein, solche Mobilitätsbarrieren zu beseitigen, damit ältere Personen trotz einer eingeschränkten Mobilität am Straßenverkehr und dem gesellschaftlichen Leben teilnehmen können.

Fazit

Es gibt viele Möglichkeiten, um die Mobilität bis ins hohe Alter zu erhalten und dafür zu sorgen, dass ältere Menschen nicht ausschließlich auf ihre eigenen vier Wände beschränkt sind. Das ist eine wichtige Voraussetzung, um Vereinsamung zu vermeiden und sicherzustellen, dass ältere Personen am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Deswegen ist es wichtig, ihnen hochwertige Hilfsmittel zur Verfügung zu stellen und dafür zu sorgen, dass Mobilitätsbarrieren weitestgehend abgeschafft werden.

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