Wut: Wie entsteht sie und wie geht man mit ihr um?

Wut: Wie entsteht sie und wie geht man mit ihr um?

Mit Wut verbinden viele Menschen Kränkung, Frustration, impulsives Verhalten, körperliche oder geistige Anspannung. Doch Wut kann ein wichtiger Helfer sein, sobald Sie produktiv mit ihr umgehen können. Wir zeigen, wie Ihnen das am besten gelingen kann.  Weshalb entsteht Wut? Wütend wird man meist, wenn man nicht bekommt, was man haben wollte oder Dinge nicht so […]

Inhaltsverzeichnis

Mit Wut verbinden viele Menschen Kränkung, Frustration, impulsives Verhalten, körperliche oder geistige Anspannung. Doch Wut kann ein wichtiger Helfer sein, sobald Sie produktiv mit ihr umgehen können. Wir zeigen, wie Ihnen das am besten gelingen kann. 

Weshalb entsteht Wut?

Wütend wird man meist, wenn man nicht bekommt, was man haben wollte oder Dinge nicht so laufen, wie man sie sich vorgestellt hat. Wut hat viele unterschiedliche Gesichter: Tränen in den Augen, lautes Schreien, mit Fäusten auf den Boden trommeln bis hin zum Jähzorn. Mit Wut verbindet man nichts Angenehmes. Oft fühlt sie sich wie Kontrollverlust an.

Wut hat aber auch gute Seiten. Denn Wut kann ein Wegweiser auf der Suche nach den eigenen Bedürfnissen sein. Wenn Sie nicht ausdrücken oder mit ihr umgehen lernen, kann das problematische Folgen haben: Sie werden traurig, noch wütender oder bleiben in Beziehungen, die Ihnen nicht guttun.

Wut 1

Was steckt hinter der Wut?

Die Psychologie versteht unter Wut eine sehr intensive, energetisierende Emotion, die häufig durch eine Frustration eines Ziels oder Bedürfnisses aufkommt und oft zu aggressivem und impulsivem Verhalten führt. Wut hat also zwei Bestandteile: Energie und Aggression. Jede Person erlebt das unterschiedlich.

Wut zu spüren und zu verstehen ist besser, als sie auszuleben, sagt Dr. Boris Bornemann in unserer Podcast-Folge 29. Denn hinter dem harten Gefühl der Wut steckt immer ein weicheres Gefühl. Sie werden wütend, weil Ihnen ein Bedürfnis geschnitten wird. In der Auseinandersetzung mit der Wut, können Sie dieses Gefühl und das Bedürfnis dahinter erleben und sich selbst neu kennenlernen.

Kügelchen mit einem wütenden Gesichtsausdruck und vielen traurigen
(c) peterschreiber.media / Adobe Stock

Kann Wut auch positiv sein?

Aus neurowissenschaftlicher Sicht wird Wut oft als positive Emotion eingeordnet. Denn sie ist energiespendend und aktiviert oft den linken, vorderen Teil des Gehirns, der sonst eher mit den Annäherungsemotionen verbunden ist. So werden Sie in einen aktiven Handlungszustand geführt. Psychologische Experimente zeigen außerdem, dass Menschen eher positive Urteile über sich selbst fällen, wenn sie wütend sind.

Die Forschung zeigt aber auch, dass Wut problematische Folgen für die Gesundheit haben kann:

  • Eine Meta-Analyse von Wissenschaftlern zeigt: Wer mehr Ärger und Feindseligkeit empfindet, erkrankt auch häufiger an Herzleiden.
  • Interessant ist auch der festgestellte Gender Effekt: Bei Frauen ist Wut gesundheitlich weniger problematisch. Wahrscheinlich, weil sie insgesamt weniger Wut zeigen.
  • Außerdem ist erforscht, dass direkt nach Wutausbrüchen mehr Herzprobleme auftreten.
  • Es gibt auch Hinweise auf kulturelle Unterschiede: Bei Japanern geht ausgedrückte Wut eher mit niedrigem Blutdruck einher, bei Amerikanern eher mit erhöhtem.

Ist Wut unterdrückbar?

Solange Sie Ihre Wut unterdrücken oder ignorieren, fehlt Ihnen ein Teil Ihrer Kraft. Geschickt genutzte Wut hingegen führt zu Klarheit, Kraft, Leidenschaft und Mut. Durch einen passenden Wutausdruck, wenn also die Energie der Wut nach außen geht, entsteht eine befreiende Qualität. Wut hilft dabei, Grenzen zu ziehen und zeigt, wo Ihre Bedürfnisse geschnitten werden und wo die Wut für Sie eintreten kann.

Wie geht man mit Wut um?

Statt zu versuchen, Wut zu steuern oder sie zu kontrollieren, ist es viel hilfreicher, auf die Wut zuzugehen. Die Wut zu umarmen, einzuladen und anzuerkennen, dass sie da ist. Es ist gut, die hilfreichen von den weniger hilfreichen Komponenten zu trennen – die Energie einerseits und das impulsive Verhalten auf der anderen Seite und das Gefühl dahinter zu bemerken. Wenn Sie verstehen, was Ihnen fehlt, können Sie Ihre Wünsche viel besser ausdrücken und dadurch auf Verständnis und Mitgefühl stoßen.

Auch Sport kann Ihnen dabei helfen, die angestaute Energie loszuwerden. Ein Spaziergang in der Natur oder sogar das Schreiben über die Wut helfen dabei, besser mit ihr umzugehen. So können Sie nach und nach ein liebevolles Verhältnis zur Wut aufbauen.

Wie Sie mit Wut in Akut-Situationen umgehen oder wie Sie die Wut zur Selbst-Exploration nutzen können, erklärt Ihnen Dr. Boris Bornemann in der Podcast-Folge 29.

In unserer Meditation zu Wut können Sie lernen, sich von diesem Gefühl nicht einnehmen zu lassen: https://www.balloonapp.de/play/single/wut

Viel Freude beim Erkunden von dem, was hinter Ihrer Wut steckt.

Ihr Team von Balloon

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