Kleine Tupfen, großes Leid
Aphten treten als milchige, weiße Flecken auf – theoretisch überall im Mund. Neben Lippen und Zahnfleisch können sie auch Rachen, Gaumen oder die Zunge befallen. Die wunden Stellen umgibt ein rötlicher Rand. Optisch erinnern sie an Herpesbläschen, sind nach heutigem Wissensstand aber nicht ansteckend. > Zehn Herpes-Fakten, die Sie kennen sollten Klar ist, dass es sich bei den Bläschen um partielle Defekte der Mundschleimhaut handelt. Die entzündeten Flecken ähneln kleinen Geschwüren (Ulcus), sind wie Löcher in der Haut, an denen die Nervenenden freiliegen und darum empfindlich auf Berührung oder saure Lebensmittel wie Ananas, Orange, Tomate und Co. reagieren. Unklar ist, warum uns Aphten ärgern. Eindeutige Ursachen konnte die Medizin bisher nicht ausmachen. Eine Reihe von möglichen Auslösern werden aber diskutiert:- Kleinere Verletzungen im Mundraum, durchs Zähneputzen etwa
- Druckstellen durch Zahnspangen
- Ein Mangel an Vitamin B 12, Folsäure, Eisen und Zink
- Genetische Veranlagung
- Psychischer Stress
- Hormonschwankungen während des weiblichen Menstruationszyklus
- Immunschwäche
- Nahrungsmittelunverträglichkeiten
Wenn der Schmerz anhält
Wer einmal eine Aphte hat, bei dem tauchen die Entzündungen wahrscheinlich immer wieder auf. Eigentlich keine große Sache, schließlich heilen die Bläschen ohne Behandlung wieder ab. Wären da nur nicht diese furchtbaren Qualen. Wie gut, dass einige Mittel die Schmerzen lindern und die Heilung beschleunigen. Zur ersten Hilfe bieten sich lokal betäubende Salben, Sprays oder Gurgellösungen an. Die gibt es frei verkäuflich in der Apotheke. Zur Anwendung: Die entzündete Stelle trocken tupfen und mit einem Wattestäbchen auftragen. Zusätzlich empfehlen sich keimabtötende Mundspülungen mit Extrakten von Myrrhe, Salbei oder Rhabarberwurzel. Sie haben einen entzündungshemmenden Effekt und können die Heilung unterstützen.Hausmittel bei Aphten
Salzwasser und Backpulver
Zwei der einfachsten und am häufigsten empfohlenen Hausmittel: Für eine Salzwasserspülung einige Teelöffel Salz in ein Glas lauwarmes Wasser geben, kurz umrühren und damit gurgeln – anschließend ausspucken, nicht schlucken. Das Salz wirkt keimtötend, entzündungshemmend und abschwellend, kann bei empfindlicher Schleimhaut aber leicht brennen, daher nicht zu häufig anwenden. Backpulver wird direkt auf die Aphte aufgetragen und kann mehrmals täglich wiederholt werden; ihm werden ebenfalls schmerzstillende und entzündungshemmende Effekte nachgesagt. (Quelle: dr-gumpert.de)

Kamillentinktur
Das Gurgeln und Spülen mit Kamille desinfiziert und fördert den Heilungsprozess. Erhältlich in der Apotheke oder im Reformhaus.

Grüner Tee
Die im grünen Tee enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe (Catechine) wirken antioxidativ und stärken das Immunsystem – ein paar Tassen täglich trinken und auf den Teeblättern kauen, kann die Beschwerden lindern.
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Zitronensaft
Den Saft einer frisch gepressten Zitrone mit lauwarmem Wasser mischen, etwas Honig hinzugeben und die Tinktur mit einem Wattestäbchen auf die Aphte auftragen. Die antibakteriellen und antiviralen Eigenschaften von Zitrone und Honig können die Heilung beschleunigen.

Teebaumöl
Mehrmals täglich ganz leicht mit dem desinfizierenden Öl betupfen. Aber Achtung: Viele Menschen reagieren allergisch auf Teebaumöl, am besten vorsichtig testen.

Papaya
In der Frucht steckt ein entzündungshemmendes Enzym, das die Heilung von Aphten beschleunigen soll. Einfach über den Tag hinweg mehrmals langsam auf einem Papaya-Stück kauen.

Ein weiterer Tipp: Wechseln Sie die Zahncreme! Eine Zahnpasta mit dem Inhaltsstoff Triclosan kann das Risiko für Aphten erhöhen. Wählen Sie beim Kauf daher ein Produkt ohne Triclosan.
Das eine Rezept, das Wunder wirkt, gibt es nicht. Letztlich muss jeder Aphten-Geplagte selbst ausprobieren, was ihm am besten hilft. Sobald Aphten pausenlos auftreten, sehr groß sind oder plötzlich in Horden erscheinen, ist der Zahnarzt am Zug. Verschreibungspflichtige Medikamente oder eine Kortisontherapie könnten Abhilfe schaffen. Wichtig ist außerdem, eventuelle Grunderkrankungen beim Fachmann auszuschließen. Aber keine Angst: In den allermeisten Fällen sind die kleinen Biester absolut ungefährlich – wenn auch lästig. > So schützen Sie sich vor ZahnfleischentzündungenTransparenzhinweis: Dieser Artikel enthält Affiliate-Links (*) zu Amazon. Bei einem Kauf erhalten wir eine kleine Provision – für dich ohne Mehrkosten.
Zuletzt aktualisiert: Juli 2026




















