Hausmittel gegen Sonnenbrand: Diese Tipps & Tricks helfen

Hausmittel gegen Sonnenbrand: Diese Tipps & Tricks helfen

Autsch! Wenn die Haut von der Sonne brennt: Das hilft auf die Schnelle ...
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Es ist schnell passiert. Einfach in der Sonne eingeschlafen oder die Freizeit in der Natur beim Wandern oder am Meer genossen. Wer sich an heißen Sommertagen nicht richtig vor den Sonnenstrahlen schützt, riskiert schnell einen Sonnenbrand. Ist der Ernstfall eingetreten, sollten Sie die richten Sofortmaßnahmen ergreifen. Hier kommen hilfreiche Hausmittel gegen Sonnenbrand.

Die Haut ist gerötet, juckt, spannt oder brennt: Das sind Anzeichen für einen Sonnenbrand und dafür, dass Sie sich zu lange in der Sonne aufgehalten oder die falsche Sonnencreme benutzt haben. Doch manchmal bemerken wir gar nicht, wie stark die Sonne ist. Und dann ist es auch schon zu spät.

Was ist eigentlich genau ein Sonnenbrand?

Zunächst stellt ein Sonnenbrand eine akute Entzündung der Haut dar, die durch eine übermäßige UV-Bestrahlung durch die Sonne ausgelöst wird. Die Stärke des Sonnenbrandes wird in drei Kategorien unterteilt:

  • Grad 1 ist ein leichter Sonnenbrand mit geröteten, gespannten und überwärmten Hautstellen.
  • Beim Grad 2 setzt eine Blasenbildung ein, die Haut schält sich im Heilungsverlauf.
  • Grad 3 kommt einer schweren Verbrennung gleich. Die obersten Hautschichten sind zerstört und lösen sich ab, auch Narben können zurückbleiben.

Achtung! Bei einem Sonnenbrand handelt es sich in der Regel um eine Verbrennung ersten Grades. Diese können Sie selbst behandeln. Geht Ihr Sonnenbrand aber in Richtung Verbrennung oder bilden sich deutliche Blasen auf Ihrer Haut, ist der Besuch beim Arzt oder der Ärztin empfehlenswert.

Hausmittel gegen Sonnenbrand: Diese Mittel helfen schnell

Haben Sie einen Sonnenbrand bekommen, so gibt es einige Tipps und Hausmittel, um den Schaden so gering wie möglich zu halten und den Heilungsprozess zu unterstützen.

Zwei Strandliegen im Schatten.
(c) Colourbox

Zuerst gilt: Raus aus der Sonne und ab in den Schatten! Das ist immer noch die beste Hilfe bei sonnenverbrannter Haut. Denn noch mehr Sonne kann die Haut jetzt nicht vertragen. Generell sollten Sie mindestens eine Woche auf einen weiteren Aufenthalt in der Sonne verzichten, um Ihre Haut vor zusätzlichen Schäden zu schützen.

Mittel gegen Sonnenbrand: Viel trinken

Um die verlorene Flüssigkeit durch die heiße Sonne auszugleichen, ist es das Wichtigste, bei einem Sonnenbrand viel zu trinken. Durch die Flüssigkeitsaufnahme verbessern Sie zudem den Regenerationsprozess der Haut und bringen Ihren Kreislauf wieder auf Touren. Wasser, kühler Tee oder Fruchtsaftschorlen eignen sich hervorragend, um dem Körper die Flüssigkeit zuzuführen, die er so dringend benötigt.

> Wasser trinken hält die Haut jung

Husten bei Heuschnupfen Wasser trinken
(c) Ivan Kruk / fotolia

Quark bei Sonnenbrand? Kalte Umschläge für verbrannte Haut

Das erste Mittel der Wahl bei Sonnenbrand ist noch immer ein in kühlem Wasser getränktes Leinentuch auf die betroffene Hautstelle zu legen, um die Haut erst einmal abzukühlen. Die gereizte Haut kann sich dadurch etwas beruhigen. Erneuern Sie die Auflage immer wieder, um die Sonnenbrand-Stelle schön kühl zu halten.

Tipp: Starten Sie lieber mit lauwarmen Auflagen, wenn Sie noch zu sehr von der Sonne erhitzt sind. Sonst wird der Kreislauf zu stark belastet, was besonders für Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen gefährlich werden kann.

Wasser ist unter Umständen schneller zur Hand, aber Joghurt und Quark sind bei Sonnenbrand ebenfalls nicht zu unterschätzen. Großmutters Hausmittel ist heute immer noch genauso wirksam wie damals. Kalte Umschläge mit den Hausmitteln kühlen die Haut und versorgen sie mit Feuchtigkeit. Umschläge aus kaltem Quark (Quarkwickel) kühlen die Haut effektiv. Die darin enthaltene Milchsäure stabilisiert das Hautmilieu. Tragen Sie einfach den Joghurt oder den Quark fingerdick direkt auf die Haut auf oder geben Sie es auf ein Tuch. Nehmen Sie die Milchprodukte oder das Tuch wieder ab, bevor sie getrocknet sind. Bei Bedarf können Sie die Prozedur wiederholen.

Ein Kind bekommt einen Wadenwickel zur Fiebersenkung angelegt.
(c) photophonie / Fotolia

Aloe vera gegen Sonnenbrand: schnelle Hilfe durch natürliche After-Sun-Produkte

Gerötete Stellen können Sie zum Beispiel mit einer After-Sun-Lotion behandeln. Sie kühlt und versorgt die Haut mit Feuchtigkeit. Besonders wirksam sind Gel-Produkte aus Aloe vera. Da das Gel der Pflanze zu rund 90 Prozent aus Wasser besteht, verdunstet es schnell auf der Haut und kühlt deswegen extrem gut. Außerdem fördert es aufgrund seiner Inhaltsstoffe die Regeneration der Haut und das Wachstum neuer Zellen. Bewahren Sie das Aloe-Vera-Gel am besten im Kühlschrank auf. So können Sie den Effekt noch steigern.

Wer die Pflanze selbst zur Hand hat, sollte ein Stück davon abschneiden und den herausfließenden Saft auf die durch den Sonnenbrand entzündete Hautpartie auftragen. Dies hat einerseits einen kühlenden Effekt, anderseits ist der Aloe-vera-Saft entzündungshemmend.

Tipp: Verwenden Sie zur After-Sun-Behandlung keine fetthaltigen Cremes. Diese lassen die Haut nicht atmen und es besteht Gefahr von Hitzestau und einer Überhitzung des Körpers.

Auch Gel aus Arnika kühlt und wirkt der Entzündung entgegen. Zudem steigert es die Durchblutung der Haut und beschleunigt damit deren Heilung.

Aloe Vera
(c) Colourbox

Hilfe aus der Apotheke: Schmerzen bei Sonnenbrand lindern

Sollte Ihre Haut zusätzlich zur Rötung schmerzen, können Sie ein Schmerzmittel, z. B. Ibuprofen, einnehmen, dessen Wirkstoff außer schmerzstillenden auch entzündungshemmende Eigenschaften hat.

Mehrere Tabletten Ibuprofen. Das Schmerzmittel gilt als altbewährter Klassiker.
(c) Colourbox

Wenn der Sonnenbrand juckt und brennt: wirkstoffhaltige Cremes

Auch aus der Apotheke gibt es einige Mittel, welche die Beschwerden bei Sonnenbränden abschwächen und den Heilungsprozess unterstützen. So sind schmerzlindernde, kühlende Cremes und Lotionen zu empfehlen, die Dexpanthenol enthalten und so die Wundheilung beschleunigen. Wenn die Haut extrem brennt und juckt oder der Sonnenbrand mit einem Ausschlag einhergeht, hilft eine entzündungshemmende Creme mit Hydrocortison (rezeptfrei erhältlich).

Achtung: Bei extremen Schmerzen, starken Rötungen, Blasen oder Hautablösungen sollten Sie umgehend zum Arzt. Das gilt auch für Kleinkinder mit Sonnenbrand. Wenn Sie nach zu viel Sonne unter Übelkeit, Erbrechen, Schüttelfrost, Fieber oder einem steifen Nacken leiden, kann das auf einen Hitzschlag oder Sonnenstich hindeuten. Auch dann sollten Sie umgehend zum Arzt.

Vorsicht auch bei der Einnahme von Mitteln mit Johanniskraut oder bestimmten Antibiotika. Diese können die Lichtsensibilität der Haut und somit das Sonnenbrandrisiko noch verstärken.

Ein Tiegel Lotion mit Dexpanthenol gegen Sonnenbrand.
(c) Colourbox

Das beste Mittel gegen Sonnenbrand? Gar nicht erst bekommen!

Unsere Haut merkt sich jeden Schaden. Je heller die Haut, desto größer die Gefahr, einen Sonnenbrand zu riskieren und Spätfolgen wie Falten, vergrößerte Poren und Mitesser oder – im schlimmsten Fall – Hautkrebs zu bekommen. Durch die Strahlen kann sich die DNA der Hautzellen verändern und es können sich Tumore bilden. Als besonders gefährlich gelten Sonnenbrände im Kindesalter.

Sonnenschutz: Die richtige Vorsorge beinhaltet…

  • richtige Kleidung (gegebenenfalls UV-Kleidung, lange Hosenbeine und Ärmel sowie ein Hut)
  • guten Sonnenschutz (Sonnencreme mit dem auf Ihre Haut abgestimmten UV-Faktor)
  • Meiden der Mittagssonne zwischen 11 und 15 Uhr
  • Halbschatten statt praller Sonne

So geht Sonnenschutz von innen

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