Nierensteinen vorbeugen – Tipps, die schützen

Nierensteinen vorbeugen – Tipps, die schützen

Es gibt einige Tipps, mit denen Sie Nierensteinen vorbeugen können.
Inhaltsverzeichnis

Nierensteine sind häufig und betreffen mehr Männer als Frauen. Doch es gibt einige Tipps, mit denen Sie Nierensteinen vorbeugen können.

Nierensteine können sich in den Nieren, im Nierenbecken und in den Harnwegen bilden. Dabei kristallisieren Bestandteile des Urins aus und ballen sich zu größeren Klumpen zusammen. Nierensteine können unterschiedlich groß werden und verschieden zusammengesetzt sein.

Die meisten Nierensteine enthalten Kalzium. Mit rund 70 Prozent sind Kalziumoxalatsteine am häufigsten, gefolgt von Kalziumphosphatsteinen. Seltener sind Harnsäuresteine und Magnesium-Ammonium-Phosphat-Steine. Befinden sich große Nierensteine in den Harnleitern, können heftige Schmerzen auftreten. Mediziner sprechen von einer Nierenkolik.

Nierensteine treffen häufiger Männer

Nierensteine sind in den Industriestaaten häufig. Zwischen fünf und zehn Prozent der Deutschen haben mindestens einmal im Leben Nierensteine. Und wer sie einmal hatte, besitzt ein hohes Risiko, sie erneut zu bekommen. Männer sind  dreimal häufiger von Nierensteinen betroffen als Frauen. Die Ursache der Nierensteine ist, dass der Harn zu große Mengen an steinbildenden Substanzen aufweist, die nicht mehr im Urin gelöst werden können.

Nierensteinen vorbeugen – so geht’s

Es gibt einige Tipps, mit denen Sie Nierensteinen vorbeugen können.

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Salz in Maßen

Achten Sie auf Ihren Salzkonsum. Verwenden Sie Salz am besten sparsam (rund ein Teelöffel pro Tag) und würzen Sie Ihre Gerichte besser mit Kräutern statt Salz. Das schützt außerdem vor Bluthochdruck.

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Weniger Wurst und Fleisch

Schränken Sie Ihren Fleisch- und Wurstkonsum ein. Innereien enthalten zum Beispiel viele Purine, die der Körper zu Harnsäure umwandelt. Dies begünstigt die Bildung von Harnsäuresteinen.

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Oxalsäure in Lebensmitteln

Verzichten Sie auf Lebensmittel, die viel Oxalsäure enthalten, wenn Sie ein erhöhtes Risiko für oxalsäurehaltige Steine haben. Viel Oxalsäure steckt zum Beispiel in Kakao, Rhabarber, Roter Bete, Spinat oder schwarzem und grünem Tee. Die Oxalsäure bildet in Verbindung mit Kalzium Kalziumoxalatsteine.

> Wie gefährlich ist Oxalsäure?

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Normalgewicht halten

Vermeiden Sie Übergewicht. Sie sollten aber auch nicht zu schnell ohne ausreichende Flüssigkeitszufuhr abnehmen.

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Ausreichend Trinken

Trinken Sie mindestens zwei Liter Flüssigkeit pro Tag, damit der Urin „verdünnt“ wird. Konzentrierter Harn fördert die Bildung von Steinen.

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Flüssigkeit nach dem Sport

Nach dem Sport sollten Sie ebenfalls ausreichend trinken, um den Flüssigkeitsverlust durch das Schwitzen wieder auszugleichen. Das gilt auch nach einem Saunabesuch.

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In Bewegung bleiben

Sport und regelmäßige Bewegung können Nierensteinen vorbeugen.

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Auskurieren

Kurieren Sie Harnwegsinfekte (Blasenentzündung) gut aus.

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Gehen Sie zum Arzt

Lassen Sie Störungen des Harnsäurestoffwechsels, zum Beispiel Gicht, behandeln. Das gilt auch für Nebenschilddrüsenerkrankungen, bei denen vermehrt Kalzium über den Urin ausgeschieden wird.

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Behandlung von Harnabflusstörungen

Manche Erkrankungen behindern den Harnabfluss und führen so zu einer Konzentration des Harns. Ein Beispiel sind Fehlbildungen der Nieren. Auch diese sollten Sie möglichst gut therapieren lassen, um der Bildung von Nierensteinen vorzubeugen.

> Mehr Informationen zum Thema Niereninsuffizienz finden Sie hier

> Nierenschmerzen – das kann dahinter stecken

Quellen:

  • Akademie der Deutschen Urologen, Arbeitskreis Harnsteine, Deutsche Gesellschaft für Urologie, Berufsverband der Deutschen Urologen: S2k-Leilinie zur Diagnostik, Therapie und Metaphylaxe der Urolithiasis, www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/043-025l_S2k_Urolithiasis_Diagnostik_Therapie_Metaphylaxe_2015-03.pdf, 2015
  • Berufsverband Deutscher Internisten, www.internisten-im-netz (Abruf: 28.11.2015)
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