Warum hält man an Dingen fest und wie kann man lernen loszulassen?

Warum hält man an Dingen fest und wie kann man lernen loszulassen?

Inhaltsverzeichnis

Ungern lässt man Dinge los, die einem lieb und teuer sind. Man möchte sie erhalten, weil es einem gut damit geht. Das ist sehr verständlich und damit ist auch grundsätzlich nichts falsch. Aber manchmal hält man länger oder stärker fest, als einem guttut. Erst wenn man loslässt, erkennt man die neuen Möglichkeiten, die sich dadurch ergeben.

Warum hält man an Dingen fest?

Man hält aus einem einfachen Grund an den Dingen fest: Faulheit. Das Gehirn und der Körper wollen Ressourcen sparen. Daher versucht man, die Dinge so zu lassen, wie sie eben sind. Würde man sich auf neue Verhaltensweisen einstellen, müsste man Altes gehenlassen.

Festhalten ist eigentlich auch positiv. Zumindest wenn es um Sachen geht, die man immer wieder neu ergreifen und daran festhalten kann. Zum Beispiel wie den Partner oder die gemeinsame Zukunft. Leid entsteht dann, wenn man an nicht mehr passenden Dingen, wie Menschen oder Meinungen, festhält Denn dann ist man nicht mehr in Kontakt mit der Wirklichkeit. Man klammert sich stattdessen an Vorstellungen, auch wenn diese längst nicht mehr stimmen. Man beginnt die Wirklichkeit zu leugnen.

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Was bedeutet loszulassen?

Loslassen bedeutet, die Fixierung auf ein bestimmtes Phänomen, Ereignis oder Zustand zu beenden. Sich von etwas zu lösen, wieder in den Moment zu kommen und sich der Freiheit bewusst zu werden, die man dadurch erhält. Der Freiheit, neu zu wählen und auch der Freiheit, dass man unabhängig von einem bestimmten Ereignis oder Zustand weiter existiert und sich dem Fluss des Lebens anvertraut. Auch dem, dass man nicht wissen kann, was passieren wird.

Loslassen bedeutet: es so sein zu lassen, wie es ist. Daraus entsteht Gelassenheit.

Vogel fliegt aus Käfig raus
(c) pict rider / Adobe Stock

Wie hängen Achtsamkeit und Loslassen zusammen?

Um loszulassen, müssen Sie sich mit der Realität auseinandersetzen – so wie sie jetzt gerade ist, nicht so wie Sie sie haben wollen.

Wissenschaftlich ist erwiesen, dass Achtsamkeit und Meditation das Loslassen fördern. Es entstehen Effekte auf physiologischer und kognitiver Ebene.

  • Physiologische Effekte: Die Effekte der Achtsamkeitspraxis zeigen sich in der physiologischen Fähigkeit loszulassen. Der gesamte Körper kommt nach angespannten Situationen schneller in einen entspannten Zustand zurück. Sie können das, was war, leichter gehenlassen.
  • Kognitive Effekte: Studien zeigen, dass Achtsamkeitsmeditation das Aufmerksamkeitsblinzeln reduziert. Das bedeutet: Reize binden nicht so lange Ihre Aufmerksamkeit. Sie sind aufnahmefähiger und feinfühliger.
  • Kognitive Reaktivität: Auch sorgt Achtsamkeitsmeditation dafür, dass ein verstörendes emotionales Bild weniger lange im Gedächtnis bleibt. Menschen werden von Emotionen weniger stark aus der Bahn geworfen. Stattdessen sind sie präsent und können so die die emotionale Ladung schneller loslassen.

Wie kann man das Loslassen üben?

Achtsamkeit zu trainieren, hilft dabei, schneller wieder in den Moment zu kommen. Die Dinge hängen einem nicht so lange nach. Üben können Sie zum Beispiel mit klassischen Achtsamkeitsmeditationen, mit dem Atem oder Körper als Ruhepunkt. Immer wenn ein Gedanke erscheint, sollten Sie ihn loslassen und wieder in den Moment kommen. Dies können Sie auch in Ihrem Alltag üben. Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit darauf, was jetzt ist.

Auch über das Fühlen Ihrer Gefühle können Sie Achtsamkeit trainieren. Häufig hält man an Gefühlen fest, gibt ihnen dabei aber keinen Raum, sodass man sie nicht verarbeiten kann. Indem Sie stattdessen fühlen, was da ist, das Gefühl benennen und ihm Raum geben, können Sie es loslassen und sich davon befreien.

Sie können das Loslassen auch auf kognitiver Ebene üben. Zum Beispiel, um sich von fixen Meinungen zu befreien. Indem Sie Ihre Gedanken genau anschauen und sich eingestehen, dass sie nur Gedanken sind und Sie nicht wirklich wissen, ob diese wahr sind. Dadurch sollte es Ihnen viel leichter fallen, nach anderen Perspektiven zu suchen und die alten Gedanken loszulassen. Wie das genau geht, erklärt Ihnen Dr. Boris Bornemann in unserem Podcast in Folge 59.

Wenn Sie lernen möchten, wie Sie einfacher loslassen, können Sie in unseren Meditations-Kurs „Gelassen werden“ reinhören: https://www.balloonapp.de/play/course/gelassener-werden

Viel Freude beim Loslassen und dem Entdecken Ihrer Freiheit.

Ihr Team von Balloon

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