Kontaktlinsen: Tipps für Schalenträger

Kontaktlinsen: Tipps für Schalenträger

Wer diese Regeln für Auswahl und Pflege befolgt, kommt im Alltag gut damit zurecht ...
Inhaltsverzeichnis

Kontaktlinsen sind beliebt. Die kleinen Plastikschalen können Fehlsichtigkeit gut ausgleichen. Wir erklären, worauf Kontaklinsenträger achten sollten.

Kontaktlinsen sind kleine, transparente Plastikschalen, die direkt ins Auge platziert werden und auf dem Tränenfilm im Auge schwimmen. Mehr als zwei Millionen Menschen in Deutschland entscheiden sich für Kontaktlinsen statt Brille. Mittlerweile gibt es für fast alle Sehfehler Kontaktlinsen – beinahe jeder kann sie tragen. Doch wer sich für die kleinen Plastikschalen entscheidet, sollte einige Tipps beherzigen.

1. Besuch beim Augenarzt

Kontaktlinsen für Kurz-und Weitsichtigkeit gibt es mittlerweile in verschiedenen Sehstärken, Materialien und für unterschiedliche Tragedauer (z.B. Einmalkontaktlinsen) in jeder Drogerie.

Aber besser ist es, sich beim Augenarzt beraten und die Kontaktlinsen dort anpassen zu lassen. Am Anfang steht eine Augenuntersuchung. Denn so lässt sich feststellen, welche Art von Fehlsichtigkeit Sie haben, wie stark die Seh-Einbußen sind und ob Ihre Augen für die Kontaktlinsen geeignet sind.

> Kontaktlinsen oder doch lieber Brille? Hier finden Sie alle Vor- und Nachteile der Sehhilfen

2. Richtige Kontaktlinsen wählen

Kontaktlinsen bestehen aus Kunststoffen. Es gibt harte und weiche Linsen, die sich durch ihren Wassergehalt und den Silikonanteil (Hydrogele) unterscheiden. Beide Faktoren wirken sich auf die Durchlässigkeit für Sauerstoff aus. Entscheidend für die Auswahl der richtigen Plastikschalen ist also, zu welchen Anlässen und wie lange Sie die Kontaktlinsen tragen wollen.

Die einen brauchen die Sehhilfen nur gelegentlich, zum Beispiel für sportliche Aktivitäten, während die anderen sie den gesamten Tag lang tragen möchten. Es gibt auch Kontaktlinsen, die für längere Tragezeiten geeignet sind – sie sind besonders für Sauerstoff durchlässig. Aber: Tragen Sie die Kontaktlinsen nicht über Nacht.

3. Kontaktlinsen im Job

Die kleinen Plastiksehhilfen können Sie in fast jedem Job verwenden. Ausnahmen: Orte, an denen es besonders staubig ist oder viele Schwebstoffe in der Luft vorkommen. Auch Klimaanlagen in Räumen können die Verträglichkeit der Linsen beeinträchtigen, denn sie trocknen die Augen aus.

Zudem sorgt langes Arbeiten am PC oder Fernsehen dafür, dass der Lidschlag weniger häufig stattfindet – das Auge trocknet und mit ihm die Oberfläche der Kontaktlinse, die sich schließlich wie ein Fremdkörper im Auge anfühlt. In diesen Fällen können Benetzungstropfen das Tragen der Kontaktlinsen angenehmer machen.

Hornhautverkrümmung: Korrektur durch Kontaktlinsen
Das korrekte Einsetzen von Kontaktlinsen erfordert etwas Übung. (c) Colourbox

4. Gut sehen beim Sport

Wer Sport treibt, empfindet eine Brille auf der Nase meist als störend. Kontaktlinsen minimieren zudem das Verletzungsrisiko, weil etwa bei einem Sturz nichts zu Bruch gehen kann. Das gilt zum Beispiel für körperbetonte Mannschafts- oder Kampfsportarten. Für Sportler, die nicht stundenlang trainieren, sind weiche Kontaktlinsen am besten geeignet, weil sie fester auf dem Auge sitzen. Bei Ausdauersportarten wie langem Joggen oder Radfahren sind harte Kontaktlinsen besser geeignet, weil sie mehr Sauerstoff durchlassen.

Tipp für Schwimmer: Damit Sie die Kontaktlinsen nicht verlieren, heißt es: Augen schließen unter Wasser oder eine Schwimmbrille aufsetzen!

5. Auf die Hygiene achten!

Eine schlechte Hygiene im Umgang mit den Kontaktlinsen ist der Hauptgrund dafür, dass manche die Plastikschalen schlecht vertragen und Komplikationen im Auge auftreten. Reinigen und desinfizieren Sie Ihre Kontaktlinsen regelmäßig, sonst sammeln sich Keime auf ihnen und es entstehen Augeninfektionen. Nur für Kontaktlinsen, die Sie lediglich einen Tag tragen, gilt dies nicht.

Befreien Sie Ihre Linsen mechanisch von Ablagerungen und Substanzen, die sich im Tränenfilm angesammelt haben. Das Einlegen in eine (täglich frische!) Desinfektionslösung rückt den Keimen zu Leibe. Heute sind aber Hygienesysteme auf dem Markt, mit denen die Reinigung sehr einfach ist. Beachten Sie die Pflegeanleitung des jeweiligen Herstellers.

6. Vorsicht beim Schminken

Kosmetika wie Gesichtscreme, Wimperntusche, Lidschatten oder Eyeliner sollten weder mit dem Auge noch mit den Kontaktlinsen in Berührung kommen. Die farbigen Partikel trüben und beschädigen die Linsen. Die Verunreinigungen lassen sich nur schwer wieder von der Linse entfernen. Es gilt also: Erst die Linsen einsetzen – dann schminken.

Umgekehrt nehmen Sie abends die Kontaktlinsen vor dem Abschminken wieder heraus. Verwenden Sie am besten einen cremigen Lidschatten, weil bei Produkten in Puderform Partikel auf der Linse haften bleiben können – diese beeinträchtigen das Seherlebnis und reizen das Auge. Es gibt auch spezielle Kosmetikprodukte für Trägerinnen von Kontaktlinsen.

7. Lebensdauer der Kontaktlinsen

Bei Einbußen Ihrer Sehkraft oder wenn das Material der Kontaktlinsen in Mitleidenschaft gezogen ist, sollten Sie diese erneuern. Kontaktlinsen können bei guter Pflege ein bis zwei Jahre halten. Weiche Linsen sind aufgrund ihres höheren Wassergehalts empfindlicher. Sie müssen häufiger ausgetauscht werden. Dies schützt auch Ihre Augen und hält sie gesund. Denn mit steigender Tragedauer lagern sich immer mehr Umweltsubstanzen in und auf den Plastikschalen ab, zum Beispiel Staub, Stoffe aus Kosmetika oder Augentropfen.

Und zuletzt: Lassen Sie Ihre Kontaktlinsen und Augen regelmäßig von einem Augenarzt kontrollieren. Das gilt umso mehr, wenn Sie Probleme mit den Kontaktlinsen oder Ihren Augen haben.

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