Gesunde Prostata durch Ernährung? Wissenschaftler vermuten einen Zusammenhang zwischen dem Konsum von viel pflanzlicher Kost und weniger Prostataerkrankungen.
Die wichtigsten Forschungserkenntnisse zum Thema Ernährung und gesunder Prostata haben wir hier für Sie zusammengefasst.
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Gesunde Prostata: Tipps zur ausgewogenen Ernährung
Eine US-amerikanische Studie hat gezeigt, dass Männer, die regelmäßig große Mengen Gemüse verzehren, ein um 32 % verringertes Risiko haben, an einer vergrößerten Prostata zu erkranken. Bei fettreicheren Speisen und dem täglichen Verzehr von rotem Fleisch steigt hingegen das Risiko um 38 %.
Gesunde Fette
Fette sind nicht per se schlecht für die Vorsteherdrüse. Im Gegenteil: Ungesättigte Fettsäuren aus pflanzlichen Quellen können das Risiko für eine Prostatavergrößerung und Prostatakrebs senken. Besonders empfehlenswert sind Omega-3-Fettsäuren, die zum Beispiel in Nüssen, Kernen und gesunden Pflanzenölen stecken. Vermeiden sollten Sie dagegen tierische Fette, da sie das Prostatakrebs-Risiko erhöhen. Eine Ausnahme stellt Fisch dar.

Zellschützende Antioxidantien in Gemüse
Sogenannte Antioxidantien bewahren unsere Zellen vor schädlichen Einflüssen (v.a. freie Radikale) und können damit auch vor Prostatabeschwerden schützen. Zu ihnen zählen u.a. Vitamin E und C sowie sekundäre Pflanzenstoffe.
Am besten versorgen Sie sich mit diesen Vitalstoffen über reichlich Gemüse. Empfohlen werden Brokkoli, Blumenkohl, Rosenkohl, Weißkohl, Grünkohl, Kohlrabi, Avocado, Brunnenkresse, Radieschen, Lauch, Paprika, Zwiebeln und Knoblauch.
Zinkhaltige Lebensmittel
Die Rolle von Zink für die Gesundheit der Prostata ist wissenschaftlich belegt. Das Antioxidans ist zum Beispiel in Austern enthalten, aber da die wenigsten Austern in ihren täglichen Speiseplan aufnehmen wollen, hier eine Liste mit guten Zinklieferanten:
Kürbiskerne, Haferflocken, Erbsen, Gerste, Mandeln, Buchweizen, brauner Reis, Adzukibohnen, Pekannüsse, Fisch, Eier, Äpfel und Zwiebeln. Alkohol vermindert übrigens die Aufnahme von Zink, ein Grund mehr, den Konsum einzuschränken.

Weniger Genussmittel
Verringern Sie Ihren Alkoholkonsum, wenn Sie sich um die Gesundheit Ihrer Prostata sorgen. Weniger Alkohol hemmt die Entzündungsprozesse in Ihrem Körper. Je mehr Entzündungen Ihr Körper insgesamt bekämpfen muss, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit für eine Entzündung der Prostata. Je weniger Entzündungsherde, desto besser!
Alkohol, Koffein, stark verarbeitete Lebensmittel (darunter auch Fastfood und Essen vom Lieferservice), raffinierter Zucker und Rauchen befeuern die Entzündungen in Ihrem Körper. Senken Sie daher Ihren Konsum oder verzichten Sie ganz auf diese Stoffe, um den Druck von Ihrer Prostata zu nehmen oder gar nicht erst aufzubauen.
Ernährung bei vergrößerter Prostata (BPH)
Bei einer gutartigen Prostatavergrößerung (BPH) hilft eine ballaststoffreiche, pflanzenbetonte Ernährung nicht nur der Prostata selbst, sondern lindert oft auch typische Begleitbeschwerden wie häufigen Harndrang. Ballaststoffe aus Vollkornprodukten, Gemüse und Hülsenfrüchten unterstützen einen ausgeglichenen Hormonhaushalt, und Kürbiskerne gelten dank ihres Zink- und Fettsäuregehalts speziell bei Blasenbeschwerden als hilfreich.
Reduzieren sollten Sie dagegen Koffein und Alkohol, da beide die Blase zusätzlich reizen können. Auch rotes Fleisch und stark verarbeitete Lebensmittel gehören auf die Meiden-Liste: Das Onko-Internetportal der Deutschen Krebsgesellschaft empfiehlt, den Fleischkonsum zu reduzieren, während Sojaprodukte (reich an Isoflavonen), Tomaten (Lycopin) sowie Kohl- und andere Kreuzblütengewächse einen – teils nur begrenzt belegten, bei Kreuzblütlern aber nachgewiesenen – vorbeugenden Effekt zeigen (Quelle: Onko-Internetportal der Deutschen Krebsgesellschaft).
Beeinflusst Ernährung den PSA-Wert?
Ein häufig gesuchter Zusammenhang ist der zwischen Ernährung und PSA-Wert. Hier ist Vorsicht geboten: Nach aktuellem wissenschaftlichem Stand gibt es kein Lebensmittel, das den PSA-Wert nachweislich und zuverlässig senkt. Auch Nahrungsergänzungsmittel schützen laut Deutscher Krebsgesellschaft nicht vor Prostatakrebs. Eine ausgewogene, pflanzenbetonte Ernährung kann sich langfristig günstig auf die allgemeine Prostatagesundheit auswirken – der PSA-Wert selbst hängt aber von vielen weiteren Faktoren ab (u.a. Alter, Entzündungen, Prostatagröße) und sollte immer ärztlich eingeordnet werden.
Bildergalerie: Die besten Lebensmittel für eine gesunde Prostata

Kürbiskerne enthalten sowohl Zink als auch essentielle Fettsäuren und eignen sich daher perfekt als kleiner Snack für zwischendurch.

Auch andere Samen und Nüsse (und daraus gewonnene Öle) enthalten viele gesunde Fettsäuren, die eine entzündungshemmende Wirkung haben.

Kohlsorten sind reich an Vitamin C und anderen Antioxidantien, die die Prostatazellen gesund halten.

Zu einer gesunden Ernährung zählen auch Lauchgewächse, die dank ihrer sekundären Pflanzenstoffe bei der Vorbeugung von Prostatabeschwerden helfen können.

Haferflocken sind reich an Zink und damit insbesondere für die Vorsteherdrüse empfehlenswert.
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Zuletzt aktualisiert: Juli 2026
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