Folgeschäden durch Diabetes: Vitamin B1 kann helfen
Folgeschäden durch Diabetes: Vitamin B1 kann helfen
Inhaltsverzeichnis
Vitamin B1 ist ein wichtiger Botenstoff im Nervenstoffwechsel. Kein Wunder, dass es bei Diabetes vor Nervenschäden schützen kann. Durch eine gute Versorgung mit dem Vitamin können diese Folgeerkrankungen später, abgeschwächter oder gar nicht mehr auftreten. Diabetes ist eine Stoffwechselerkrankung. Egal, ob es sich dabei um die Variante des Typ 1 oder des Typ 2 handelt, bei beiden Formen sammeln sich Zuckerbausteine im Blut an. Diese können aufgrund einer Fehlsteuerung nicht in die Zellen gebracht werden. Entweder das dafür benötigte Hormon Insulin wird nicht mehr gebildet (Typ 1) oder die Wirkung ist vermindert (Typ 2).
Die Folgen sind die gleichen: im Blut stauen sich schädliche Zuckerabbauprodukte. Langfristig führt das dazu, dass Gefäße und Nerven geschädigt werden. Die optimale Einstellung des Stoffwechsels ist deshalb bei Diabetes-Patienten eine Grundvoraussetzung für eine möglichst hohe Lebensqualität.
Funktion von Vitamin B1
Vitamin B1 spielt in diesen Prozessen eine wichtige Rolle. Es ist Bestandteil eines Enzyms im Kohlenhydrat-Stoffwechsel, das Glukose (Zucker) zu Energie umwandelt. Eine ausreichende Versorgung mit dem Vitamin ist deshalb für Diabetiker enorm wichtig. Es ist auch am Stoffwechsel des Nervensystems beteiligt. Fehlt es, kommt es zu Störungen, die schlimmstenfalls zu Nervenschäden führen können.
Für Gesunde ist ein Mangel an Vitamin B1 ziemlich unwahrscheinlich, da es in sehr vielen Lebensmitteln vorkommt.
Für Diabetiker sieht es da schon anders aus. Denn sie sind zweifach benachteiligt:
Diabetes verbraucht mehr Vitamin B1 (=der Bedarf ist erhöht)
Die Niere scheidet vermehrt Vitamin B1 aus (=der Verlust ist erhöht)
Info: Ein Mangel muss nicht immer bedeuten, dass vom jeweiligen Nährstoff zu wenig aufgenommen wurde. Wenn der Verbrauch am Nährstoff erhöht ist, kann sich ebenso ein Mangelzustand einstellen.
Vitamin B1 steckt in Getreide, Nüssen, Eiern, Mais und vielem mehr. / (c) Colourbox
Die richtige Form des Vitamins ist entscheidend
Erschwerend kommt hinzu, dass Vitamin B1 (=Thiamin) wasserlöslich ist. Das bedeutet: Wird es in großer Menge aufgenommen, z.B. in Form von Supplementen, scheidet der Körper den Großteil ungenutzt wieder aus. Die Lösung liegt in seiner Vorstufe. Benfothiamin ist fettlöslich und kann deshalb vom Körper besser aufgenommen werden als Thiamin. Fachleute empfehlen Diabetikern die tägliche Einnahme von 300 Milligramm Benfothiamin. Lassen Sie sich im Zweifel von Ihrem Arzt dazu beraten.
Folgeschäden früh erkennen
Kribbeln, Brennen oder ein Taubheitsgefühl in den Füßen sind oft die ersten Anzeichen einer diabetischen Neuropathie. Durch das schwindende Gefühl in den Füßen, können diese stark in Mitleidenschaft gezogen und geschädigt werden (Diabetischer Fuß). Schlimmstenfalls droht eine Amputation. Je früher eine Neuropathie erkannt wird, desto besser kann man diese Folgen abwehren.
Weitere Maßnahmen, um Folgeschäden zu reduzieren
Optimale Einstellung von Blutzucker und Blutdruck
Verzicht auf Rauchen
Verzicht auf Alkohol
Ernährung mit viel Gemüse (50 %), etwas Eiweiß (30 %) und wenig ballaststoffreiche Kohlenhydraten (20 %)
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