Chemotherapie: So helfen Sie Betroffenen

Chemotherapie: So helfen Sie Betroffenen

Inhaltsverzeichnis

Krebs wird oft mit einer Chemotherapie behandelt. Lesen Sie hier, wie Angehörige und Freunde Krebspatienten in dieser Zeit unterstützen können.

Die Diagnose Krebs verändert den Alltag und die Lebensplanung – auch für Angehörige und Freunde des Erkrankten. Zur Angst, den geliebten Menschen zu verlieren, kommen das Gefühl der Hilflosigkeit und natürlich der Wunsch, dem Betroffenen zu helfen. Für den Krebspatienten beginnt ein Therapie-Marathon. Wir verraten Ihnen hier, wie Sie Patienten mit Krebs bei einer Chemotherapie unterstützen können.

5 Tipps, wie Sie Angehörige und Freunde bei einer Chemotherapie unterstützen

Eine krebskranke Frau sitzt mit angewinkelten Beinen auf einem Sofa und ist nachdenklich
(c) JPC-PROD / Adobe Stock

1. Zeigen Sie Verständnis

Eine Chemotherapie bei Krebs ist anstrengend. Die Therapie geht meist einher mit Übelkeit, Schmerzen, Haarausfall, Hautirritationen, Erschöpfung und Gedächtnisstörungen. Die Gedanken vieler Betroffener kreisen jetzt um existenzielle Themen wie „Warum gerade ich?“, „Was wird jetzt aus mir?“ und „Werde ich wieder gesund?“ Kein Wunder, dass Patienten auf die Belastung mit Stimmungsschwankungen, Aggressionen und Verhaltensänderungen reagieren. Legen Sie bitte als Angehöriger und Freund nicht jedes Wort des Erkrankten auf die Goldwaage. Der Betroffene ist sicher nicht wütend auf Sie, sondern auf den Krebs. Akzeptieren Sie Veränderungen und fühlen Sie sich nicht gekränkt! Im Zweifelsfall zählt Ihre Anteilnahme. Wichtig ist, dass der Betroffene spürt, dass Sie für ihn da sind.

Eine krebskranke Frau wird von einem kleinen Mädchen umarmt. Sie lacht und verbringt Zeit mit ihrer Familie
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2. Nutzen Sie die gemeinsame Zeit

Zeit wird bei Krebs zu einem kostbaren Gut. Jede Stunde, die Sie mit Ihrem Angehörigen, Ihrer Freundin oder Ihrem Freund verbringen können, ist jetzt wertvoll. Beziehen Sie den Patienten so gut wie möglich in den Alltag und das Familienleben mit ein. Überlegen Sie sich, wie Sie die Zeit gemeinsam verbringen können und wie Sie dem Erkrankten eine Freude machen können. Diese Momente kann Ihnen niemand mehr wegnehmen.

Eine Person legt ihre Hand auf die Hand eines kranken Menschen
(c) sframe / Adobe Stock

3. Suchen Sie das offene Gespräch mit dem Erkrankten

Erkrankte haben vielleicht Angst vor der Chemo, der Zukunft, einem Rückfall und natürlich vor dem Tod. Entlasten Sie den Patienten. Beratschlagen Sie sich so gut es geht und treffen Sie gemeinsam Entscheidungen. Fragen Sie konkret, was Sie für den Patienten tun können. Nehmen Sie ihm die Sorge um das Wohl der Familie. Fragen Sie offen, worüber der Erkrankte sprechen möchte und wo er Unterstützung braucht. Aber bedrängen Sie Ihr Familienmitglied nicht. Geben Sie ihm zu verstehen, dass Sie die Erkrankung gemeinsam durchstehen. Das entlastet und schenkt Kraft und Hoffnung. Vermeiden Sie es, die Erkrankung zu bagatellisieren und die Situation des Betroffenen zu bewerten.

Ein Mann sitzt an einem Tisch und recherchiert auf einem Tablet
(c) Song_about_summer / Adobe Stock

4. Informieren Sie sich

Eine Krebserkrankung ist nicht einfach zu verstehen. Suchen Sie sich vertrauenswürdige Informationsquellen. Freunde, Bekannte und Arbeitskollegen sind in dieser Situation nicht immer die besten Ansprechpartner. Besser sind kostenfreie Krebsberatungsstellen wie der Krebsinformationsdienst. Denn Wissen kann Ihnen helfen, mit Ihren Ängsten besser zurechtzukommen. Begleiten Sie den Patienten – wenn möglich – zu wichtigen Terminen und Untersuchungen. Bieten Sie ihm an, ihm beim Gespräch mit dem Arzt zu unterstützen und nachzuhaken, falls etwas unklar ist.

Eine Frau nimmt eine krebskranke Frau in den Arm. Beide lächeln
(c) Pixel-Shot / Adobe Stock

5. Leisten und organisieren Sie Hilfe im Alltag

Während einer Chemotherapie gibt es viele organisatorische Dinge zu tun. Bitten Sie Freunde und Nachbarn um Unterstützung. Ein Team aus Hausgenossen, Freunden und Verwandten schultert die Dinge leichter als ein Einzelner. Und viele sind dankbar, etwas Konkretes tun zu dürfen. So erscheint der riesige Berg an Aufgaben – Einkaufen, Blumen gießen, die Katze füttern, zur Chemo begleiten oder die Treppe putzen – doch etwas kleiner. Denn auch Angehörige müssen einer Überlastung vorbeugen. Aber achten Sie darauf, nicht über den Kopf des Patienten hinweg zu entscheiden. Nehmen Sie dem Patienten außerdem keine Dinge ab, die er noch gut selbst erledigen kann.

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