Was ist ein Myom?

Myome treten bei Frauen meist zwischen dem 35. und 50. Lebensjahr auf. Es handelt sich dabei um gutartige, knotige Wucherungen ...
Inhaltsverzeichnis
Myome treten bei Frauen meist zwischen dem 35. und 50. Lebensjahr auf. Es handelt sich dabei um gutartige, knotige Wucherungen der Gebärmutter, die an verschiedenen Stellen und in unterschiedlichen Größenordnungen auftreten können. Ein Myom ist keine Krebserkrankung, und aus einem Myom kann sich auch kein Krebs entwickeln. Der sehr seltene bösartige Tumor der Gebärmuttermuskulatur, das Leiomyosarkom, ist eine eigenständige Erkrankung und keine Form des Myoms. Myome sind eine der am häufigsten auftretenden gutartigen Tumore bei Frauen, die nicht gefährlich sind, sich aber unter Umständen negativ auf das Wohlbefinden und somit auf die Lebensqualität auswirken können.

Wie häufig sind Myome und welche Arten gibt es?

Myome sind sehr verbreitet: Nach Angaben des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) geht man davon aus, dass etwa 40 bis 80 Prozent aller Frauen Myome haben – die meisten davon sind winzig und bleiben unbemerkt. Beschwerden treten am häufigsten im Alter zwischen 30 und 50 Jahren auf. Myome wachsen meist sehr langsam, in den Wechseljahren bilden sie sich in der Regel zurück, und die Symptome verschwinden dann fast immer. Je nachdem, wo ein Myom in der Gebärmutter sitzt, unterscheiden Ärzte folgende Formen:
  • Intramurale Myome – in der Muskelschicht der Gebärmutterwand; der häufigste Myomtyp. Sie können auf Nachbarorgane wie Darm oder Blase drücken
  • Submuköse Myome – direkt unter der Gebärmutterschleimhaut; mit einem Anteil von etwa 5 Prozent selten, verursachen aber bei bis zu 95 Prozent der Betroffenen Blutungsstörungen
  • Subseröse Myome – an der Außenseite der Gebärmutter
  • Zervixmyome – am Gebärmutterhals; sie können auf Harnleiter, Blase oder Mastdarm drücken
  • Intraligamentäre Myome – im Bindegewebe neben der Gebärmutter
Submuköse und subseröse Myome können auch an einem Stiel wachsen (gestielte Myome). Die Lage ist mit entscheidend dafür, welche Beschwerden auftreten und welche Behandlung infrage kommt. Quellen: gesundheitsinformation.de (IQWiG): Myome der Gebärmutter, Frauenärzte im Netz: Myome – Krankheitsbild

Myome: Was sind die Ursachen?

Die Entwicklung eines Myoms basiert auf dem weiblichen Geschlechtshormon Östrogen. Durch dieses können die kleinen Wucherungen überhaupt erst wachsen, was frühestens nach der Pubertät geschieht. Da nach der Menopause oder der letzten Periode der weibliche Hormonspiegel normalerweise wieder absinkt, werden Myome in der Regel dann auch nicht mehr größer. Neben dem östrogenbedingten Wachstum eines Myoms spielt auch die erbliche Veranlagung eine gewisse Rolle. War bereits die Mutter von Myomen in der Muskelschicht der Gebärmutter betroffen, so könnte die Wahrscheinlichkeit steigen, dass die Knötchen auch bei den Töchtern im Laufe ihres Lebens auftreten.

Welche Symptome verursacht ein Myom?

Bei vielen Frauen werden Myome erst bei der Routineuntersuchung beim Frauenarzt via Ultraschall festgestellt und verursachen in diesem Fall auch keine oder kaum Beschwerden. Doch Myome können, je nach Art, Lage und Größe, auch folgende Symptome hervorrufen:
  • Unterleibsschmerzen
  • verstärkte Regelblutung
  • Druckschmerz
  • Zwischenblutungen
  • Krämpfe
Die Menstruation kann bei Myomen nicht nur stärker, sondern auch länger ausfallen, was im ungünstigsten Fall sogar zu einer Blutarmut führen kann. Diese können Sie unter anderem an ständiger Müdigkeit oder einem verringerten Leistungsvermögen erkennen. Myome können zusätzlich Probleme beim Geschlechtsverkehr auslösen und für ein Druckgefühl im Unterbauch sorgen.
Grafischedarstellung eines Myoms.
Bei einem Myom handelt es sich um eine gutartige Wucherung. (c) Henrie / fotolia

Der Einfluss von Myomen auf die Gesundheit

Trotz der Tatsache, dass die meisten Myom-Formen harmlos sind, können sie sich dennoch ungünstig auf den Allgemeinzustand der Betroffenen auswirken. Je nachdem, wo ein Myom sitzt und wie groß es ist, kann es auch andere Organe wie Nieren, Enddarm oder Blase beeinflussen, indem es einen gewissen Druck auf sie ausübt. So kommt es teilweise zu Beschwerden wie:
  • Blasenentzündung
  • Verstopfung
  • Harnstau
  • Rückenschmerzen
  • Beinschmerzen
Meist treten Beschwerden, die im Zusammenhang mit Myomen stehen, vor und während der Menstruation auf. Sind die kleinen Knötchen stärker ausgeprägt, kann es jedoch auch zu einer dauerhaften Beeinträchtigung kommen.

Therapiemöglichkeiten bei Myomen

Bei einem Verdacht auf Myome, die im Übrigen meist mehrfach auftreten, ist der Gynäkologe Ihr richtiger Ansprechpartner. Anhand einer Ultraschalluntersuchung in Kombination mit Abtasten kann er herausfinden, wo sich die Myome befinden und um welche Größe es sich handelt. Sitzen Myome an der Innenseite der Gebärmutter, kann eine Spiegelung erforderlich sein, um weitere Behandlungsmaßnahmen einzuleiten. Nur wenn Myome Probleme bereiten, müssen sie behandelt werden, ansonsten können Frauen damit recht gut leben. Bevor Patientin und Arzt sich für eine bestimmte Therapie entscheiden, müssen folgende Faktoren in die Entscheidung mit einbezogen werden:
  • das Alter der betroffenen Patientin
  • Lage und Größe der Myome
  • Kinderwunsch
  • Art der Symptome
Welche Behandlungsweise infrage kommt, hängt immer vom Einzelfall und den gegebenen Umständen ab. Mögliche Therapien sind beispielsweise eine Ausschälung, bei der die Knoten durch einen operativen Eingriff entfernt werden und die Gebärmutter dennoch weiterhin intakt bleibt. Auch hormonelle Medikamente können Frauen helfen, die durch die Myome unter Blutarmut leiden. Die sogenannte Embolisation ist eine recht neue Methode, bei der die Myome von der Blutzufuhr getrennt werden und somit durch mangelnde Versorgung schrumpfen sollen. Nur in den seltensten Fällen ist eine Entfernung der Gebärmutter notwendig. Dies ist vor allem dann ratsam, wenn die Myome ausgesprochen schnell wachsen und es sich um eine Vielzahl an Wucherungen handelt. Leiden die Frauen dann zusätzlich noch unter extremen Schmerzen und ungewöhnlich starken Monatsblutungen, ist eine Gebärmutterentfernung oft die einzige Möglichkeit, um Linderung zu verschaffen. Dies sollte jedoch nur geschehen, wenn die Kinderplanung abgeschlossen ist. Welche Methode für Sie die richtige ist, sollten Sie grundsätzlich immer zusammen mit Ihrem behandelnden Arzt entscheiden.

Zuletzt aktualisiert: August 2026

Amazon Empfehlungen
KUNU® original Wärmflaschengürtel - Premium Wärmflasche Lang mit Gürtel zum umbinden - 130cm Perioden Wärmegürtel - Plüsch Wärmflasche mit Bezug - Wärmflasche Gürtel mit Geschenkverpackung
KUNU® original Wärmflaschengürtel – Premium Wärmflasche Lang mit Gürtel zum umbi
21,84 €
Jetzt kaufen bei Amazon *
MYLILY | Perioden Wärmegürtel | Wärmflasche mit Bezug flauschig | Wärmflaschen Gürtel | Wärmegürtel Rücken und Periode
MYLILY | Perioden Wärmegürtel | Wärmflasche mit Bezug flauschig | Wärmflaschen G
24,99 €
Jetzt kaufen bei Amazon *
Wärmflaschengürtel I MIT GESCHENKVERPACKUNG I Wärmflasche klein mit Gürtel für Rücken, Bauch & Nacken I Perioden Wärmegürtel extra lang I Wärmflasche zum Umbinden I Hot Water Bag
Wärmflaschengürtel I MIT GESCHENKVERPACKUNG I Wärmflasche klein mit Gürtel für R
14,99 €
Jetzt kaufen bei Amazon *

* Affiliate-Links. Zuletzt aktualisiert. Keine Mehrkosten für dich.

Transparenzhinweis: Dieser Artikel enthält Affiliate-Links (*) zu Amazon. Bei einem Kauf erhalten wir eine kleine Provision – für dich ohne Mehrkosten.

Facebook
Twitter
LinkedIn
WhatsApp
Pinterest
Email
Erhalten Sie unseren Newsletter mit Infos und mehr!

*Mir ist bekannt, dass ich im Gegenzug für meine Teilnahme am Vitamin N Service dem Erhalt von Newslettern per E-Mail zustimme. Mit Klick auf „Jetzt kostenlos anmelden“ stimme ich zu, dass nur die NetBoosting GmbH mir Newsletter zusendet, die ich jederzeit abbestellen kann. Ich bin mit den Vertragsbestimmungen des Vitamin N-Services einverstanden.

Ihre Anmeldung konnte nicht gespeichert werden. Bitte versuchen Sie es erneut.
Ihre Anmeldung zum Gesund-Vital Newsletter war erfolgreich.