Reisekrankheit – Gesund in den Urlaub

Reisekrankheit – Gesund in den Urlaub

Alle freuen sich auf den Urlaub, doch für manche Menschen ist die Fahrt zum Ferienort kein Zuckerschlecken.
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Alle freuen sich auf den Urlaub, doch für manche Menschen ist die Fahrt zum Ferienort kein Zuckerschlecken. Die Reisekrankheit befällt viele, sobald sie Flugzeug, Auto, Bus oder Bahn besteigen. 

Reisekrankheit – Schwindel im Fahrzeug

Die Karibik, Italien oder die Ostsee sind beliebte Urlaubsziele. Der Urlaub ist für die meisten Menschen Erholung pur und Spaß, aber die Anreise zum Urlaubsziel kann eine riesige Hürde sein. Menschen mit der Reisekrankheit (auch Kinetose) leiden unter Symptomen wie Reiseübelkeit, Erbrechen, Schwindel, Kopfschmerzen, Blässe, Herzrasen, Herz-Kreislauf-Problemen und Schweißausbrüchen, sobald sie ein Fahrzeug besteigen.

So entsteht die Reisekrankheit

Die Reisekrankheit entsteht durch eine Störung des Gleichgewichtssinns, der über den Tastsinn, das Gehör und die visuelle Wahrnehmung über die Augen mit Informationen gefüttert wird. Ein Beispiel: Wenn man beim Autofahren liest, melden die Augen mit Blick auf das Buch: „Keine Bewegung, ich sitze auf dem Autositz“. Gleichzeit meldet das Innenohr beim Beschleunigen des Autos beim Überholen oder beim Fahren durch ein Schlagloch „Bewegung“.

Solche widersprüchlichen Bewegungsreize sendet das Gleichgewichtsorgan beim Autofahren, beim Auf und Ab des Flugzeugs, Holpern des Busses über die Fahrbahn, beim Kurven fahrenden Zug oder dem Schwanken auf hoher See ans Gehirn – und das gilt als Auslöser der Reisekrankheit.

Die Reisekrankheit betrifft oft Kinder. Die gute Nachricht ist aber, dass die Empfindlichkeit gegenüber dem Schwanken, Rütteln oder Auf-und-Ab-Schaukeln der Verkehrsmittel mit dem Alter abnimmt.

> Ein Kind auf Reisen

15 Tipps gegen Reisekrankheit

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Ausreichend Schlaf

 

Treten Sie Ihren Urlaub gut ausgeschlafen an. Dann hat die Reisekrankheit weniger Chancen.

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Leichtes Essen

 

Verzehren Sie vor Fahrtantritt leichte Lebensmittel wie frisches Obst, Gemüse oder Vollkornbrot. Sie enthalten wenig Fett, sind gut verdaulich und belasten den Magen weniger.

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Finger weg von Alkohol!

 

Verzichten Sie auf Alkohol – am besten schon einen Tag, bevor Sie in den Urlaub starten. Denn mit einem Kater können sich Schwindel und Reiseübelkeit noch verstärken.

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Kaffee in Maßen

 

Kaffee hält zwar auf einer langen Fahrt wach, Sie sollten es mit der Menge aber nicht übertreiben.

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Ankerpunkt finden

 

Versuchen Sie während der Fahrt einen „Anker“ für Ihre Augen zu finden, zum Beispiel den Horizont (auf dem Schiff oder im Auto). So wandern die Augen nicht hin und her, was die Reisekrankheit auslösen kann.

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Lassen Sie das Buch liegen

 

Auch wenn die Fahrt langweilig ist – lesen Sie am besten nicht oder tippen auf Ihrem Smartphone oder Tablet herum. Denn dies kann die Symptome der Reisekrankheit verstärken. Schauen Sie am besten geradeaus aus dem Fenster.

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Fenster auf!

 

Sorgen Sie regelmäßig für Frischluft im Auto.

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„Gestank“ aus dem Weg gehen

 

Versuchen Sie unangenehme Gerüche zu meiden. Gerüche an Tankstellen (Benzin), in Restaurants (Rauch, Essensgerüche) und in den Toiletten verstärken das Unwohlsein.

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Hinter dem Lenkrad sitzen

 

Ein Autofahrer, der sich auf den Straßenverkehr konzentrieren muss, wird meist nicht reisekrank. Setzen Sie sich also am besten selbst ans Steuer.

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Schlafenszeit

 

Schlafen Sie so viel wie möglich während der Anreise zum Urlaubsziel, denn im Schlaf ist der Gleichgewichtssinn lahmgelegt und es kommen keine visuellen Reize im Gehirn an.

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Kopf nach vorne

 

Im Zug und Bus gilt: in Fahrtrichtung fahren!

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Der richtige Sitzplatz

 

Im Flugzeug sind Plätze in der Mitte des Flugzeugs (Tragflächen) am besten. Dort wackelt es am wenigsten. Stehen Sie außerdem öfters auf und laufen ein paar Schritte hin und her.

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Ingwer gegen Übelkeit

 

Ein Bewährtes Hausmittel gegen Reiseübelkeit ist Ingwer. Kauen Sie kandierten oder frischen Ingwer während der Fahrt oder trinken Sie Ingwertee.

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Zur Not: Medikamente

 

Wenn Sie es mit Reiseübelkeit der schlimmsten Sorte zu tun haben, gibt es auch in der Apotheke Mittel (Kaugummis, Pflaster, Tabletten), die helfen können. Beliebte Wirkstoffe sind Scopolamin, Meclozin, Dimenhydrinat oder Cinnarizin. Tabletten am besten schon mindestens 30 Minuten vor Reiseantritt einnehmen.

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Entspannt bleiben

 

Ein Tipp zum Schluss: Probieren Sie es einmal mit Entspannungsübungen gegen die Reisekrankheit. Beispiele sind Autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen. Allerdings braucht es einige Zeit, bis Sie diese Entspannungsmethoden beherrschen und gegen die Reisekrankheit einsetzen können.


> Reiseapotheke: Das muss mit in den Urlaub

> Fernreisen: Welche Impfung ist sinnvoll?

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