Hautkrankheiten

Als größtes Organ des Menschen ist die Haut täglich in Kontakt mit der Umwelt und dabei zahlreichen Reizen ausgesetzt. Da bleiben auch Krankheiten nicht aus. Veränderungen der Haut können auf verschiedene Erkrankungen hinweisen. Inhaltsverzeichnis Hautkrankheiten HauterkrankungenHautkrankheiten: Symptome erkennenWie werden Hauterkrankungen diagnostiziert?So werden Hautkrankheiten therapiertSo wird kranke Haut richtig pflegtHäufig gestellte Fragen zum Thema HautkrankheitenHauterkrankungenHautkrankheiten: Symptome […]

Inhaltsverzeichnis

Als größtes Organ des Menschen ist die Haut täglich in Kontakt mit der Umwelt und dabei zahlreichen Reizen ausgesetzt. Da bleiben auch Krankheiten nicht aus. Veränderungen der Haut können auf verschiedene Erkrankungen hinweisen.

Hauterkrankungen

Die Haut als größtes Organ des Menschen hat bei Erwachsenen eine durchschnittliche Fläche von 1,8 m² und wiegt zwischen 3,5 und 10 kg. Sie erfüllt zahlreiche lebenswichtige Funktionen und ist permanent äußeren und inneren Einflüssen ausgesetzt. Entsprechende Erkrankungen finden sich nicht nur auf der Oberfläche der Haut, sondern auch auf Hand- und Fußnägeln, Kopfhaut oder an Talg- und Schweißdrüsen wieder. Veränderungen der Haut können harmlos sein, aber auch auf verschiedene Erkrankungen deuten.

Hautkrankheiten: Symptome erkennen

Es gibt seltene Krankheiten wie Vitiligo oder ansteckende Erkrankungen wie die Krätze, von der man dachte, es gäbe sie nicht mehr bis hin zu häufig vorkommenden Pusteln oder Bläschen. Hauterkrankungen kommen nicht nur häufig vor, sondern gestalten sich auch sehr vielseitig. Die Symptome können dabei unterschiedlich ausgeprägt sein. Zunächst wird von Betroffenen erst einmal bemerkt, dass die Haut anders aussieht als sonst. Dabei spricht man von sogenannten Effloreszenzen, krankhaften Hautveränderungen. Diese werden unterschieden zwischen

  • Primäreffloreszenzen wie Eiterknötchen (Pustel), Flecken (Makula), Knötchen (Papel), Knoten (Nodus), Plaque oder Quaddeln (Urtika)
  • und Sekundäreffloreszenzen wie Geschwüre, Hautschuppen, Krusten oder Risse.

Je nach Ursache können sich die ersten Anzeichen schon in einem sehr frühen Stadium der Krankheit zeigen. Einige der Veränderungen entstehen unbemerkt wie zum Beispiel ein Lipom oder ein Ganglion, die als kleine Fettknubbel beziehungsweise Zysten unter der Haut auftreten. Andere wiederum können zu Juckreiz, Brennen oder Schmerzen führen.

Achtung: Treten unspezifische Anzeichen zum ersten Mal auf, sollten die Auslöser unbedingt von einem Facharzt oder einer Fachärztin abgeklärt werden. Auch die anschließende Therapie und geeignete Pflegeprodukte sollten im Vorfeld abgesprochen werden.

Auch schon ganz kleine Kinder können an leichten Hautkrankheiten wie Milchschorf oder aber schmerzvolleren Gesundheitsproblemen wie Neurodermitis leiden und sollten sich frühzeitig in Behandlung geben.

Folgende Fragen werden bei dermatologischen Untersuchungen geklärt:

  • Wie genau hat sich die Haut verändert? (Bläschen, Flecken, Knötchen, Schuppen o. Ä.?)
  • Welche Farbe hat die Hautveränderung? (rötlich, gelblich oder bläulich?)
  • Wie ist die Haut jetzt beschaffen? (verdickt, Knötchen ertastbar?)
  • Wie sieht die Haut im Vergleich zur gesunden Haut aus? (Ränder zu erkennen?)
  • Wo befindet sich die Hautveränderung?
  • Wie groß ist die Hautveränderung?
  • Welche Form hat die Hautveränderung?
  • Wo am Körper ist die Hautveränderung überall sichtbar?
  • Welche Beschwerden treten durch die Hautveränderung auf? (Bluten, Brennen, Jucken, Schmerzen?)

Früherkennung und Vorsorge: Erkrankungen der Haut rechtzeitig behandeln

Wie bei allen Krankheiten ist es auch wichtig, Hauterkrankungen früh zu erkennen und rechtzeitig zu behandeln. Grundsätzlich gehören Untersuchungen der Haut zur Routine bei Hausarztbesuchen. Diese erfolgen jedoch ohne konkreten Hinweis des Patienten meist nur oberflächlich und ungenau.

Wer beispielsweise viele Muttermale am Körper hat, sollte diese regelmäßig auf Veränderungen untersuchen lassen. Für eine detaillierte Begutachtung gibt es das sogenannte Hautkrebs-Screening, das für Personen ab 35 Jahren alle zwei Jahre von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen wird. Bei dieser Untersuchung wird jeder Leberfleck am gesamten Körper genau analysiert, um eventuellen Hautkrebs früh erkennen zu können.

Wie werden Hauterkrankungen diagnostiziert?

Neben den allgemeinen Fragen und Begutachtungen, die das medizinische Fachpersonal durchführt, gibt es noch Methoden, um Erkrankungen der Haut genauer zu untersuchen. Auf das Symptom zugeschnitten, gibt es folgende Untersuchungsmöglichkeiten:

  • Um Rötungen oder Quaddeln abzuklären, werden häufig spezielle Allergietests durchgeführt, um zu sehen, auf welchen Stoff allergisch reagiert wird.
  • Blutuntersuchungen zeigen Entzündungen und Stoffwechselveränderungen, die teilweise nicht äußerlich sichtbar sind.
  • Ein Dermatoskop ist eine spezielle Lupe, mit der kleinste Veränderungen wie beispielsweise von Muttermalen beobachtet werden können.
  • Bei einer Hautbiopsie wird unter örtlicher Betäubung eine kleine Hautprobe entnommen, die anschließend untersucht wird. So kann festgestellt werden, ob es sich bei der Hautveränderung um einen gut- oder bösartigen Tumor handelt. Auch Infektionskrankheiten, Autoimmunerkrankungen oder Allergien können mithilfe einer Gewebeprobe aufgedeckt werden.
  • Um die Tiefe und Dicke einer Hautveränderung festzustellen, wird eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt. Diese kann auch Hinweise auf eine Tumorausbreitung geben.
  • Pilzerkrankungen der Haut lassen sich mithilfe einer speziellen Quecksilber-Hochdrucklampe untersuchen, die UV- und violettes Licht aussendet.

So werden Hautkrankheiten therapiert

Die Therapie der Hauterkrankung hängt von der Ursache und Art der Krankheit ab. Grundsätzlich sind topische Arzneimittel die wichtigste Art der Behandlung bei Hautkrankheiten. Hierbei wird ein Medikament direkt auf die Haut und die entsprechende Stelle aufgetragen. Systemische Medikamente hingegen werden oral meist in Form von Tabletten eingenommen oder den Patienten injiziert. Dadurch können sich die Arzneimittel im gesamten Körper verteilen und anders auf die Krankheit einwirken.

Hautkrankheiten wie beispielsweise Fuß- und Nagelpilz können entweder mit speziellen Cremes und Tinkturen behandelt oder ebenfalls über die Einnahme von Tabletten kuriert werden. Juckende Hautkrankheiten wie Nesselsucht oder auch brennende Kopfhaut werden häufig mit topischen Arzneimitteln behandelt.

Krankheiten, die nicht von selbst abheilen, wie beispielsweise Hühneraugen, Fibrome oder auch Talgzysten müssen in den meisten Fällen entfernt werden.

So wird kranke Haut richtig pflegt

Sorgfältige Hautpflege ist gerade bei kranker oder vorgeschädigter Haut besonders wichtig. So kann zum einen die Regenerationsfähigkeit der Haut erhöht werden, zum anderen werden natürliche Schutzmechanismen gestärkt. Die passenden Hautpflegeprodukte hängen vom individuellen Krankheitsbild und seinen Ursachen ab. Auch der aktuelle Hautzustand sollte dabei mitbeachtet werden. Oftmals wird die passende Hautpflege vom Dermatologen verschrieben, um diese auf die Hautbedürfnisse passend auszurichten und gegebenenfalls eine Therapie einzuleiten.

Wichtig ist, gerade bei kranker Haut auf Pflegeprodukte zu setzen, die möglichst mit natürlichen und schonenden Stoffen frei von Zusätzen und künstlichen Substanzen arbeiten. Geschädigte Haut braucht Unterstützung bei der Regeneration. Hautpflege, die sie zusätzlich stresst, ist daher kontraproduktiv. Diese Hautpflege-Tipps sollten allgemein nach Abklärung und Rücksprache mit dem behandelnden Arzt bei vorgeschädigter Haut berücksichtigt werden:

  • Tipp 1: Sparsam sein mit der täglichen Reinigung!
    Die Haut sollte nicht zu oft gereinigt werden, da bei jeder Reinigung selbstproduzierte, natürliche Pflegestoffe der Haut entfernt werden.
  • Tipp 2: Die Haut möglichst schonend reinigen!
    Gerade geschädigte und kranke Haut ist besonders empfindlich und gereizt. Die Pflegeprodukte zur Reinigung sollten daher besonders sanft und mild sein.
  • Tipp 3: Der Haut viel Feuchtigkeit geben – gerade bei Juckreiz!
    Bei vielen Hautkrankheiten ist Juckreiz ein lästiges Übel. Die Basispflege für geschädigte Haut sollte sie beruhigen, pflegen und schützen. Um irritierte und vor allem trockene und juckende Haut zu behandeln, ist die Zugabe von Feuchtigkeit unumgänglich. Da man diese nicht einfach in Form von Wasser auf die Haut geben kann, helfen vor allem Gele. Diese beinhalten zum Beispiel Wasser, das an Zucker gebunden wird, wodurch die Feuchtigkeit besser aufgenommen werden kann.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Hautkrankheiten

Welche Hautkrankheiten gibt es?

Hauterkrankungen kommen in vielfältiger Form vor. Zu den am häufigsten auftretenden Krankheiten zählen Akne, Hautkrebs, Herpes, Neurodermitis, Schuppenflechte und Warzen.

Woher kommen Hautkrankheiten?

Die Ursache der Erkrankungen variiert. Sowohl Viren oder Bakterien als auch UV-Strahlung oder auch Umwelteinflüsse können zu Hautkrankheiten führen. Erkrankungen wie Neurodermitis können auch erblich bedingt sein.

Welcher Arzt behandelt Hautkrankheiten?

Erkrankungen der Haut werden hauptsächlich von einem Dermatologen (Hautarzt) behandelt.

Wie werden Hautkrankheiten behandelt?

Die Therapie ist immer abhängig von der Ursache der Erkrankung. Häufig werden Hautkrankheiten mit speziellen Cremes oder Salben lokal behandelt. Bei schwerwiegenderen Krankheiten wird die Behandlung oft in Form von Tabletten geführt. Einige Hautkrankheiten müssen operativ entfernt werden.

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