Badminton ist die härtere und schnellere Schwester des Federballs.
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Badminton ist die härtere und schnellere Schwester des Federballs. Das Spiel trainiert Schnelligkeit, Beweglichkeit, Reaktionsvermögen, Koordination und Konzentration. Allerdings stresst es die Gelenke und belastet Herz und Kreislauf. Federball und Badminton sind zwei ungleiche Schwestern. Beiden gemeinsam ist der gefiederte Ball, um den sich alles dreht, und der mit Saiten bespannte Schläger, mit dem die Spieler ihn hin und her schießen. Dabei ist das Ziel des Spiels Federball, dass Sie den Ball möglichst lang in der Luft halten. Beim Badminton dagegen geht es darum, dass sie den Ball, Shuttlecock genannt, so schlagen, dass der Gegner ihn nicht erwischt. Laufen, springen, drehen, auf den Ball zielen und abschlagen – Badminton fordert Ihren ganzen Bewegungsapparat. Da der Federball direkt nach dem Schlag Geschwindigkeiten von über 400 Stundenkilometern erreichen kann – der im Wettkampf gemessene Rekord liegt laut Guinness World Records bei 426 km/h (Mads Pieler Kolding, 2017) –, sind zudem Ihr Reaktionsvermögen, Schnelligkeit, Gleichgewichtssinn, Koordination und Konzentration gefragt. Badminton-Matches finden in der Halle statt. Dadurch können Sie unabhängig vom Wetter das ganze Jahr spielen.
Badminton oder Federball: Die Unterschiede auf einen Blick
Viele nutzen beide Begriffe synonym, doch Federball ist der lockere Freizeit-Zeitvertreib, Badminton der geregelte Wettkampfsport. Die wichtigsten Unterschiede:
Federball
Badminton
Ziel
Ball möglichst lange gemeinsam in der Luft halten
Ball so schlagen, dass der Gegner ihn nicht zurückbringt – es geht um Sieg oder Niederlage
Netz
kein Netz
Netz in der Feldmitte
Spielfeld
keine Begrenzung, meist draußen im Garten oder Park
fest markiertes Feld von 13,40 m Länge und 6,10 m Breite, in der Halle
Regeln
praktisch keine – der Ball darf nur nicht den Boden berühren
umfassendes Regelwerk mit Aufschlagfeldern, Sätzen und Zählweise
Ausrüstung
einfache Sets mit Stahl- oder Aluminiumschlägern
leichte Carbon-Schläger, Federbälle aus Kork mit Natur- oder Kunststofffedern
Badminton ist der richtige Sport für Sie, wenn Sie
gern im Team spielen,
Wettkämpfe mögen,
eine gute Kondition mitbringen oder aufbauen wollen,
schnell reagieren können.
Die positiven Effekte von Badminton
Badminton ist ein anspruchsvolles Ganzkörpertraining. So profitieren Sie:
Herz und Kreislauf: Ein Badminton-Match dauert 90 Minuten, währenddessen laufen Profispieler über sieben Kilometer. Doch auch wenn Sie kein Profi sind, bringt der Ballsport Sie ordentlich in Bewegung, trainiert Ihre Kraft und Ausdauer.
Muskulatur: Die schnellen Richtungswechsel nach links, rechts, vor und zurück trainieren Ihre gesamte Rückenmuskulatur sowie Ihre geraden und seitlichen Bauchmuskeln. Der tiefe Ausfallschritt kräftigt Ihre Oberschenkel- und Gesäßmuskeln.
Koordination: Den Ball im Auge behalten, danach laufen, zielen und abschlagen gehören zu den anspruchsvollen Bewegungsabläufen des Badmintons, die Balance und Koordination fördern.
Konzentrationsfähigkeit: Die schnellen Ballwechsel zwingen Sie dazu, sich absolut zu konzentrieren. Dadurch können Sie abschalten und Alltagsprobleme hinter sich lassen. Die Spielversion „Black Minton“ verstärkt den Aspekt noch. Dabei spielen Sie in der dunklen Halle bei Schwarzlicht mit einem leuchtenden Shuttlecock.
Teamgeist: Da Sie Badminton mit einem Gegner oder im Doppel mit einem Partner gegen ein Team spielen, schulen Sie damit noch die soziale Kompetenz. Im Verein haben Sie zudem die Möglichkeit, noch andere Spieler kennenzulernen.
Figur: Profis verbrennen bis zu 1000 Kalorien pro Stunde. Doch auch Freizeitspieler verbrauchen ordentlich Energie, was zusammen mit dem Muskeltraining der Figur bekommt.
Badminton oder Federball kann als Sport verbinden. (c) ANNA BERDNIK / Fotolia
Kalorienverbrauch beim Badminton: Wie viel verbrennen Freizeitspieler?
Die 1000 Kalorien pro Stunde erreichen nur Profis im harten Match. Für Hobbyspieler lässt sich der Verbrauch mit den MET-Werten des Compendium of Physical Activities abschätzen (1 MET = Energieumsatz in Ruhe): Lockeres Badminton im Einzel oder Doppel wird mit 5,5 MET bewertet, ambitioniertes Spiel mit 7,0 MET, ein Wettkampf-Match mit 9,0 MET. Der Kalorienverbrauch pro Stunde ergibt sich aus MET × Körpergewicht in Kilogramm:
Körpergewicht
Lockeres Spiel (5,5 MET)
Ambitioniert (7,0 MET)
Wettkampf-Match (9,0 MET)
60 kg
ca. 330 kcal
ca. 420 kcal
ca. 540 kcal
70 kg
ca. 385 kcal
ca. 490 kcal
ca. 630 kcal
80 kg
ca. 440 kcal
ca. 560 kcal
ca. 720 kcal
90 kg
ca. 495 kcal
ca. 630 kcal
ca. 810 kcal
Eine Stunde lockeres Badminton verbrennt damit etwa so viel wie zügiges Radfahren – deutlich mehr als entspanntes Federballspielen im Garten, bei dem die langen Laufwege und Sprünge fehlen. Die Werte sind Richtwerte; Alter, Fitness und Spielintensität verschieben sie nach oben oder unten.
Die Risiken des schnellen Ballwechsels
Mit Badminton können Sie rasch große Trainingseffekte erzielen. Allerdings birgt der Sport auch einige Gefahren, vor allem für den Bewegungsapparat. Für Sie nicht geeignet ist er, wenn Sie bereits Schädigungen haben an
Sprunggelenk,
Hüfte,
Knien,
Handgelenk,
Ellenbogen,
Schultern und
den Bandscheiben.
Falls Sie Probleme mit Herz und Kreislauf oder einen erhöhten Blutdruck haben, ist der rasante Sport ebenfalls weniger für Sie geeignet.
Weiteres Risiko sind Verletzungen im Doppel durch
Zusammenstöße der Spieler,
Treffer mit dem Schläger,
Aufprall des Federballs auf die Haut, Augen, Ohren.
Alles in allem empfiehlt sich Badminton für alle, die Wettkampfsituationen lieben und gern schnelle koordinierte Bewegungen ausüben. Um die Verletzungsgefahr zu reduzieren, empfiehlt es sich, anfangs ein paar Trainerstunden zu nehmen. Dadurch lernen Sie, den Schläger gelenkschonend zu benutzen und Knie sowie Hüften zu entlasten.
Zuletzt aktualisiert: August 2026
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