Avocados sind gesund, aber reich an Kalorien. Deshalb darf man sie während einer Diät nicht essen, oder doch?
Inhaltsverzeichnis
Im Salat, auf dem Brot oder als Guacamole-Dip – Avocados liegen total im Trend und gut im Magen. Sie sind schmackhaft und reich an Nährstoffen. Eine rundum gesunde Sache, gäbe es nur nicht diesen einen Makel an der butterweichen Superfrucht: das viele Fett, das in ihr steckt. Es stellt uns vor die Frage, ob die Avocado nun gut und gesund oder ein gemeiner Dickmacher ist. Wir haben die Antwort. Eine Grafik mit verschiedenen Fakten zur Avocado. Sie zeigt u.a. Wissenswertes über die Inhaltsstoffe und Wirkung der Avocado.
Die ursprünglich aus Südamerika stammenden Butterfrüchte halten einen denkwürdigen Rekord: Sie haben den mit Abstand höchsten Fettgehalt aller bekannten Obst- und Gemüsesorten. Eine ganze mittelgroße Avocado bringt es auf rund 225 Kalorien und gut 20 Gramm Fett – zu viel, wenn man abnehmen möchte?
Wie viele Kalorien hat eine Avocado?
Wie viele Kalorien am Ende auf dem Teller landen, hängt vor allem von der Sorte und vom Gewicht des Fruchtfleischs ab – Schale und Kern werden ja nicht mitgegessen. Die folgenden Werte stammen aus der Nährwertdatenbank FoodData Central des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA):
Portion
Kalorien
100 g Fruchtfleisch (Sortendurchschnitt)
ca. 160 kcal
Halbe mittelgroße Avocado (ca. 68 g Fruchtfleisch)
ca. 115 kcal
Ganze mittelgroße Avocado (ca. 136 g Fruchtfleisch)
ca. 225 kcal
100 g Hass- bzw. Kalifornien-Avocado
ca. 167 kcal
100 g Florida-Avocado (fettärmere Sorte)
ca. 120 kcal
Dazu die wichtigsten Nährwerte pro 100 Gramm Fruchtfleisch: 14,7 g Fett (davon 9,8 g einfach ungesättigte Fettsäuren), 8,5 g Kohlenhydrate – davon allein 6,7 g Ballaststoffe –, 2 g Eiweiß und 485 mg Kalium. Genau diese Kombination aus Fett und Ballaststoffen macht die Avocado trotz ihrer Kaloriendichte zu einem gut sättigenden Lebensmittel.
Abnehmen mit Avocado?
Zwar eilte der exotischen Frucht lange der Ruf eines Dickmachers voraus, inzwischen weiß man es aber besser: Fett macht nicht immer fett. Im Gegenteil: Die Avocado enthält im Gegensatz zu Pommes, Pizza, Chips und Co. wertvolle ungesättigte Fettsäuren, die lebenswichtig für den menschlichen Organismus sind.
Ernährungsexperten behaupten sogar, dass Avocados beim Abnehmen helfen können. Dafür sei das Enzym Lipase verantwortlich, das die Fettverbrennung steuert. Angeblich verhindert es die Aufnahme des Fetts der Avocado und sorgt stattdessen dafür, dass körpereigenes Fett abgebaut wird.
Außerdem enthält das Fruchtfleisch der Avocado jede Menge komplexer Kohlenhydrate und Ballaststoffe, die besonders gut und lange sättigen. Diese Inhaltsstoffe halten unseren Blutzucker nach dem Essen im Gleichgewicht und sorgen dafür, dass unerwünschte Heißhungerattacken ausbleiben.
Vitamin-Wunder
Auch die vielen Vitamine und gesunden Inhaltsstoffe lassen den hohen Kalorienwert der Frucht verblassen. Avocados sind reich an B-Vitaminen (darunter Folsäure), die gut für Gehirn und Nerven sind, sowie Vitamin E und Provitamin A, das die Blutbildung unterstützt und unsere Haut strahlen lässt. Ihr Vitamin C stärkt die Abwehrkräfte, Vitamin K gibt’s obendrauf. Ein hartnäckiger Irrtum ist dagegen das Vitamin D: Der jahrelang kursierende Wert von rund 3,4 Mikrogramm pro 100 Gramm ging auf einen Fehler im Bundeslebensmittelschlüssel des Max Rubner-Instituts zurück. Nachmessungen ergaben 0 Mikrogramm – auch die USDA-Datenbank weist für Avocado kein Vitamin D aus. Avocados und Bananen machen gute Laune. (c) Sunny Forest / Fotolia
Mineralstoff-Lager
Neben den zahlreichen Vitaminen ist die Avocado auch ein hervorragender Lieferant für Mineralstoffe und Spurenelemente. Magnesium, Kalium und Eisen stecken in der grünen Frucht, genau wie essentielleAminosäuren, die der Körper nicht selber bilden kann und über die Nahrung aufnehmen muss. > Avocado als natürlicher Stimmungsaufheller
Gut zu wissen
Avocados sind erst reif, wenn sie weich sind. Die Früchte, die im Supermarktregal liegen, sind manchmal noch hart und ungenießbar. Diese Früchte am besten zwei bis drei Tage zu Hause bei Zimmertemperatur nachreifen lassen. Mittlerweile gibt es aber immer häufiger essreife Früchte im Laden. Dann können sie noch bis zu drei Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden. Aber nicht unter sechs Grad kühlen, sonst verdirbt die Avocado und alle guten Inhaltsstoffe sind dahin.
Tipp: Die Avocado nach dem Aufschneiden mit Zitronensaft beträufeln, dann verfärbt sich ihr Fruchtfleisch nicht unschön dunkel. > Haben Avocados eine schlechte Umweltbilanz?
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