Tattoopflege: Schutz, Pflege und Heilung für Ihr neues Kunstwerk
Tinte unter der Haut – ein frisches Tattoo ist mehr als nur Kunst, es ist auch eine Wunde. Damit es optimal verheilt und lange strahlend bleibt, braucht es die richtige Tattoopflege. Wir haben uns angesehen, worauf Sie bei der Tattoo-Nachbehandlung achten sollten.

So fördern Sie die Heilung Ihres Tattoos
Die richtige Tattoopflege ist nicht nur für Ihre Hautgesundheit von Bedeutung. Sie kann auch den Unterschied machen zwischen langfristig strahlenden Farben und scharfen Konturen im Gegensatz zu einem blassen, zunehmend verwaschenen Bild.
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Die Verletzung, die beim Tätowieren entsteht, ähnelt einer Schürfwunde, wie sie beim Entlangschrammen auf rauen Oberflächen entsteht. Deshalb müssen Sie ein ganz frisches Tattoo auch wie eine Wunde behandeln. Jetzt dreht sich die Tattoopflege also vor allem darum, dass das Areal absolut sauber bleibt und sich keine Infektion in das frische Bild setzt.
Die Hygiene gilt dabei sowohl für den gestochenen Bereich als auch für Ihre Hände, wenn Sie den Bereich anfassen wollen. Gründliches Händewaschen vorher ist daher Pflicht.
Anfangs wird das Tattoo noch abgedeckt. Diesen Patch lassen Sie am besten für die ersten Tage drauf, wenn sich darunter nicht zu viel Wundflüssigkeit sammelt. Wenn Sie das Tattoo dann waschen, achten Sie unbedingt auf eine möglichst milde Hautpflege und trocknen Sie es mit einem fusselfreien Handtuch ab. Um die Heilung des Tattoos nicht zu stören, sollten Sie nur tupfen, nicht aber reiben. Cremen Sie das Kunstwerk danach ein und decken Sie es wieder mit einem Patch ab.
Tattoopflege ab dem 4. Tag
Wenn das Tattoo eine gute Heilung zeigt, können Sie den Patch ab etwa dem 4. Tag abnehmen, damit die Haut mehr Luft bekommt. Sauberkeit ist auch jetzt immer noch das oberste Gebot. Waschen Sie sich also unbedingt die Hände, bevor Sie das Tattoo eincremen.
Für die Hautpflege verwenden Sie am besten eine spezielle Creme für die Tattoo-Nachbehandlung. In der Regel hat Ihr Tätowierer einen guten Tipp, mit welchen Präparaten er positive Erfahrungen hat. Diese Wundsalben enthalten Stoffe, die die Heilung unterstützen. Wie oft Sie die Creme auftragen müssen, hängt vom Hauttyp ab. Halten Sie sich daher unbedingt an die Empfehlung Ihres Tätowierers.
Über das Eincremen hinaus müssen Sie das neue Kunstwerk immer noch schonen. Das bedeutet auch: Tragen Sie nur weite Kleidung. Reibung kann den Heilungsverlauf stören. Außerdem sollte die Haut nicht zu nass werden. Schwimmen oder Schwitzen beim Sport sind noch tabu. Generell braucht Ihr Körper neben der eigentlichen Tattoopflege noch etwas Ruhe, damit er den verletzten Hautbereich optimal regenerieren kann.

Tattoopflege für ein dauerhaft schönes Motiv
Ihr Tattoo ist komplikationslos abgeheilt und sieht einfach umwerfend aus. Damit das so bleibt, sollten Sie in Ihre tägliche Routine dauerhaft eine spezielle Tattoopflege einbauen. Dabei gilt: Je trockener die Haut ist, umso mehr Pflegebedarf hat sie. Eincremen ist also je nach Hauttyp auch dauerhaft wichtig für das Areal. Dafür können Sie weiter speziellen Hautschutz für Tattoos verwenden oder eine normale Feuchtigkeitscreme, die Sie gut vertragen.
Um das Bild vor dem Verblassen zu schützen, ist Sonnenschutz besonders wichtig. Tragen Sie also im Alltag immer einen Sonnenschutz auf, der Ihrem Hauttyp entspricht. Wissen Sie, dass Sie länger in der Sonne sind – etwa auf einem Festival oder einer Outdoor-Party – sollten Sie die Tattoopflege entsprechend anpassen und die Haut mit einem hohen Lichtschutzfaktor ab 30 schützen. Bleiben Sie aber auch mit diesem Schutz nicht zu lange in der Sonne, denn generell ist tätowierte Haut empfindlicher gegenüber UV-Strahlung.
Tattoopflege – das sollten Sie unbedingt vermeiden
Vor allem in den ersten Wochen ist das neue Tattoo sehr empfindlich. Daher ist für eine optimale Heilung alles tabu, was die Haut direkt oder indirekt beeinträchtigt. So sollten Sie ausgiebige Bäder und lange, heiße Duschen in der ersten Zeit vermeiden. Auch der Sprung ins kühle Nass des örtlichen Schwimm- oder Freibads ist erst einmal gestrichen. Zum einen weicht die Haut beim Schwimmen auf. Zum anderen schadet der hohe Chlorgehalt der Bildqualität und reizt die Haut. Dadurch gefährden Sie also den Effekt einer guten Tattoopflege.
Ausgiebige Sonnenbäder sind nie gut für Tattoos. Die UV-Strahlung lässt die Motive verblassen, indem sie in die Hautschichten mit den Pigmenten eindringt und diese schädigt. Das gilt auch, wenn Sie Sonnencreme tragen. Diese schützt nämlich nur über einen begrenzten Zeitraum. Danach zerstört die Sonne bei eingecremter Haut ebenfalls die Pigmente.
Auch wenn es juckt, vor allem am Anfang heißt es: Bitte nicht reiben, rubbeln oder gar kratzen. So tragen Sie sonst Keime in die Haut, die zu Entzündungen führen. Außerdem können trotz sonst guter Tattoopflege gerade beim Kratzen unschöne Narben entstehen.
Oft vergessen wird der Einfluss der Ernährung auf die Haut. Trinken Sie ausreichend Wasser oder ungesüßte Tees und essen Sie möglichst frisch und vitaminreich. So bekommt Ihr Körper nach einem Tattoo alle Stoffe, die er für die Heilung braucht.
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