Trockene Augen: Ursachen verstehen und behandeln
Trockene Augen haben viele Ursachen – und oft wirken mehrere gleichzeitig: Ob trockene Heizungsluft, stundenlange Bildschirmarbeit, hormonelle Veränderungen oder bestimmte Medikamente – all diese Faktoren können den empfindlichen Tränenfilm aus dem Gleichgewicht bringen. In diesem Beitrag erfahren Sie, welche inneren und äußeren Auslöser infrage kommen und wie sie sich auf Ihre Augen auswirken.
Medikamente und Hormone: körperinnere Ursachen für trockene Augen
Bestimmte Arzneimittel können die Tränenproduktion verringern oder den Tränenfilm stören. Das betrifft zum Beispiel Antihistaminika (bei Allergien), Schmerzmittel, Antidepressiva oder auch Medikamente gegen Parkinson. Wer solche Mittel regelmäßig einnimmt und trockene, gereizte Augen bemerkt, sollte ärztlichen Rat einholen. Es lohnt sich zu prüfen, ob die Medikamente als Ursache für trockene Augen infrage kommen – und ob sich Alternativen finden lassen.
![]() Augentropfen für gesunde Augen – Schnelle Hilfe bei trockenen, gereizten und müd 12,99 € Jetzt kaufen bei Amazon * | ![]() Vizol S 0,4% Long Effect Augentropfen bei starken Symptomen trockener und gereiz 12,69 € Jetzt kaufen bei Amazon * | ![]() AQUA FRESH Augentropfen mit Hyaluronat & Euphrasia – Hyaluron-Augentropfen, Euph 8,90 € Jetzt kaufen bei Amazon * |
* Affiliate-Links. Zuletzt aktualisiert. Keine Mehrkosten für dich.
Auch Kontaktlinsen können trockene Augen begünstigen
Viele Betroffene berichten über Brennen, Jucken oder verschwommenes Sehen – typische Symptome, wenn Kontaktlinsen trockene Augen verursachen. Die Linsen liegen direkt auf der Hornhaut und können dort die Sauerstoffzufuhr einschränken. Wird die Augenoberfläche dauerhaft gereizt, kann das die natürliche Tränenproduktion stören und den Tränenfilm destabilisieren.
Systemische Erkrankungen als Auslöser:
Manche Krankheiten greifen direkt in die Tränenbildung ein. Besonders häufig ist das bei rheumatischen Erkrankungen wie dem Sjögren-Syndrom der Fall – einer Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem Drüsengewebe angreift. Dadurch wird deutlich weniger Tränenflüssigkeit produziert, was zu dauerhaft trockenen, gereizten Augen führt.
Hormonelle Veränderungen spielen ebenfalls eine Rolle:
Vor allem Frauen in den Wechseljahren sind häufig von trockenen Augen betroffen. Der veränderte Hormonspiegel kann die Funktion der Meibom-Drüsen beeinträchtigen, die den öligen Schutzfilm auf dem Auge bilden. Wenn dieser Schutz fehlt, verdunstet die Tränenflüssigkeit schneller. Aber auch in der Schwangerschaft oder unter hormoneller Verhütung können Schwankungen im Hormonhaushalt trockene Augen begünstigen.

Äußere Faktoren: Ursachen für trockene Augen im Alltag
Der Alltag hält zahlreiche Reize bereit, die unsere Augen austrocknen können. Einer der häufigsten Gründe für trockene Augen ist die Umwelt, insbesondere in städtischen Regionen oder klimatisierten Räumen. Ob trockene Heizungsluft im Winter oder kalte Luft aus der Klimaanlage im Sommer – solche Einflüsse entziehen der Augenoberfläche Feuchtigkeit. Auch die zunehmende Luftverschmutzung in Städten kann eine Belastung für den Tränenfilm darstellen.1
Hinzu kommt die Bildschirmarbeit: Wer viele Stunden täglich auf Monitor, Tablet oder Smartphone starrt, blinzelt seltener. Das Blinzeln ist jedoch entscheidend für die gleichmäßige Verteilung des Tränenfilms auf dem Auge. Wird dieser natürliche Mechanismus gestört, kommt es schnell zu Trockenheit, Rötungen und einem unangenehmen Fremdkörpergefühl.1
Passionierten Fahrradfahrern oder Läufern werden zum Schutz der Augen vor Zugluft Schutzbrillen empfohlen. Diese können die Augen auch beim Autofahren mit offenen Fenstern vor Austrocknung bewahren.

Trockene Augen erkennen: Die richtige Diagnose bei komplexen Ursachen
Die Ursachen für trockene Augen sind oft nicht eindeutig – denn häufig wirken mehrere Faktoren gleichzeitig. Umweltreize, Kontaktlinsen, Medikamente oder hormonelle Veränderungen können sich gegenseitig verstärken und so den Tränenfilm dauerhaft stören.
Ein Beispiel: Wer in einem klimatisierten Büro arbeitet, regelmäßig Kontaktlinsen trägt und zusätzlich Medikamente gegen Allergien einnimmt, ist gleich mehreren Risikofaktoren ausgesetzt. Die Folge kann ein chronisch gestörtes Gleichgewicht der Tränenflüssigkeit sein – mit anhaltend trockenen, gereizten Augen.
In solchen Fällen reicht eine einzelne Maßnahme oft nicht aus. Hilfreich kann eine Kombination sein – etwa befeuchtende Augentropfen, der Umstieg auf eine Brille oder eine Anpassung der Medikation in Absprache mit dem Arzt.
Wichtig ist, die Beschwerden nicht auf die leichte Schulter zu nehmen: Unbehandelt können trockene Augen langfristig die Hornhaut schädigen. Eine frühzeitige Diagnose durch Augenärztin oder Augenarzt ist daher entscheidend. Sie beginnt meist mit einer ausführlichen Anamnese – also einer gezielten Befragung zu Lebensstil, Medikamenteneinnahme, Kontaktlinsennutzung und hormonellen Veränderungen.

Was Sie selbst gegen trockene Augen tun können
Wenn Sie unter trockenen Augen leiden, können kleine Änderungen im Alltag oft schon viel bewirken. Achten Sie darauf, regelmäßig zu blinzeln – besonders bei Bildschirmarbeit. Lüften Sie klimatisierte oder beheizte Räume regelmäßig und vermeiden Sie Zugluft direkt ins Gesicht. Auch der Verzicht auf Kontaktlinsen an einigen Tagen pro Woche kann die Augen entlasten. Zusätzlich helfen befeuchtende Augentropfen, den Tränenfilm zu stabilisieren. Wichtig ist: Halten die Beschwerden an, lassen Sie die Ursache ärztlich abklären – so lassen sich langfristige Schäden vermeiden.
1 Qian, L., & Wei, W. (2022). Identified risk factors for dry eye syndrome: A systematic review and meta-analysis. PloS One, 17(8), e0271267. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0271267
2 Bjordal, O., Norheim, K. B., Rødahl, E., Jonsson, R., & Omdal, R. (2020). Primary Sjögren’s syndrome and the eye. Survey of Ophthalmology, 65(2), 119–132. https://doi.org/10.1016/j.survophthal.2019.10.004
Transparenzhinweis: Dieser Artikel enthält Affiliate-Links (*) zu Amazon. Bei einem Kauf erhalten wir eine kleine Provision – für dich ohne Mehrkosten.













