Blasenentzündung und Sport

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Östrogenmangel kann die Blasenmuskulatur schwächen.
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Blasenentzündung – Was muss ich beim Sport beachten?

Östrogenmangel kann die Blasenmuskulatur schwächen.

Was ist bei Blasenentzündung besser: Bewegung oder Ruhe? Wir zeigen Ihnen, wann Sie lieber eine komplette Pause einlegen sollten und wann ein wenig Bewegung erlaubt ist. Eines ist aber immer wichtig: Wenn Sie eine Blasenentzündung haben, sollten Sie genau überlegen, wie sehr Sie sich belasten.

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Blasenentzündung – Fördert Sport den Infekt?

Die Blasenentzündung oder Zystitis trifft deutlich häufiger Frauen, aufgrund ihrer Anatomie. Ausgelöst wird sie in der Regel von Bakterien, die ohnehin die Haut im Intimbereich besiedeln. Durch die kurze Harnröhre bei Frauen haben es diese Keime nicht weit bis zur Blase. Setzen sie sich dort in der Schleimhaut fest, lösen sie eine Entzündung aus. Begünstigt wird eine solche Blasenentzündung durch hormonelle Schwankungen, etwa bei einer Schwangerschaft oder in den Wechseljahren. Sport gehört dagegen nicht zu den Risikofaktoren. Das heißt allerdings nicht, dass Sport bei Blasenentzündung kein Problem ist.

Im Gegensatz zu Sport gibt es einige Faktoren, die das Entstehen einer Zystitis fördern, darunter ein geschwächtes Immunsystem, die falsche Intimpflege oder die Einnahme von Antibiotika. Auch wenn Sie zu wenig trinken, erhöhen Sie Ihr Risiko auf eine Blasenentzündung, da die Blase dann nicht mehr so gründlich und regelmäßig gespült wird.

 

Darf man bei Blasenentzündung überhaupt Sport machen?

Frau in Sportbehkleidung sitzt auf einer Yogamatte auf einem Holzsteg und dehnt sich über ein seitlich ausgestrecktes Bein
(c) Valerii Apetroaiei / Adobe Stock

Eine Blasenentzündung ist immer eine Infektion und bei einer solchen kann sich Sport durchaus negativ auswirken. Vor allem, wenn Ihr Körper sich mit einem allgemeinen Krankheitsgefühl, Abgeschlagenheit und Schmerzen meldet, sollten Sie auf ihn hören. Denn dann fordert der Organismus eine Pause ein. Die nutzt er, um den Infekt gezielt und mit allen Ressourcen zu bekämpfen. 

Kommen Sie wegen intensiver Beschwerden nicht um eine Medikation herum, sollten Sie mit Blasenentzündung immer einen Gang zurückschalten und im Sport einige Tage pausieren. Das gilt auch, wenn es Ihnen mit Medikamenten kurzfristig schon deutlich besser geht. Der Körper braucht grundsätzlich einige Tage, um den Infekt wirkungsvoll bekämpfen zu können.

Das trifft übrigens auf alle Sportarten zu. Egal ob Sie Krafttraining machen, joggen, tanzen oder einem Ballsport frönen – die Pause ist ein Muss. In der Regel ist sie jedoch nicht sehr lang. Wird die Heilung nicht verzögert, ist die Blasenentzündung schon nach einer Woche wieder vorbei und Sie können unbeschwert zum Sport zurückkehren.

 

Was, wenn ich trotz Blasenentzündung Sport mache?

Aerobic fördert die Ausdauer und Koordination.

Natürlich können Sie die Symptome mit Medikamenten wie Schmerzmitteln unterdrücken und weiter ins Studio oder an die frische Luft gehen für die nächste Trainingsrunde. Einen Gefallen tun Sie sich aber mit und ohne Medikation nicht, wenn Sie trotz Blasenentzündung intensiv Sport treiben. In jedem Fall muss der Körper seine Energie nämlich verteilen: einmal für die körperliche Bewegung und einmal für den Infekt. Dadurch kann sich die Erkrankungsdauer spürbar verlängern. 

Im schlimmsten Fall verschleppen Sie die Infektion. Dann breiten sich die Erreger weiter aus, steigen im Harnleiter auf und können sogar die Niere erreichen. Dort lösen sie eine sehr schmerzhafte Nierenentzündung aus, die dazu noch deutlich länger zum Abheilen braucht, als eine reine Blasenentzündung. An Sport ist dann definitiv nicht mehr zu denken. Stattdessen müssen Sie Antibiotika einnehmen und noch länger pausieren, als eigentlich nötig gewesen wäre.

 

Ist bei Blasenentzündung Sport also tabu?

Ja, Sport ist zumindest für einige Tage tabu. Das heißt aber nicht, dass schon ein bisschen Bewegung bei Blasenentzündung schadet. Ein Spaziergang oder ein aktiver Alltag sind völlig in Ordnung. Nur intensive körperliche Anstrengung, wie beispielsweise beim Mannschaftssport oder Krafttraining, bremst das Immunsystem aus und behindert dadurch Ihre Genesung.

Fühlen Sie sich mit der Blasenentzündung allerdings nach Bettruhe, sollten Sie sich die auch gönnen. Dann sind Sport und ein sehr aktiver Alltag gleichermaßen kontraproduktiv.

 

Gibt es Sportarten, die besonders ungeeignet sind?

Dass Sie in der Akutphase einer Blasenentzündung keinen Sport treiben sollten, haben wir bereits etabliert. Hartnäckig hält sich jedoch in manchen Sportlerkreisen das Gerücht, dass einige Sportarten die Infektion mehr begünstigen als andere.

Dieses Themas hat sich sogar eine Studie angenommen. Die konnte aber zumindest für Schwimmer, Läufer und Radfahrer kein erhöhtes Risiko feststellen. Zwar gibt es im Sport einen Faktor, der die Entstehung einer Blasenentzündung begünstigen kann, der gilt aber für alle, die Sport treiben.

So kann eine intensive Belastung wie im Leistungssport oder bei hochintensiven Trainingsphasen das Immunsystem etwas reduzieren. Für Radfahrer stellte die oben erwähnte Studie zusätzlich fest, dass diese anfälliger sind für eine Verengung der Harnröhre – was zumindest theoretisch einen Infekt fördern könnte. In dieser Studie wurde aber kein signifikanter Effekt beobachtet.

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