Gesundheits-Tipps

Gesundheit im Zuhause: Einfluss von Atemluftqualität und Wohngiften

Einen Großteil unseres Tages verbringen wir in den eigenen vier Wänden. Da ist es wichtig, für eine gute Atemluftqualität zu sorgen und Wohngifte möglichst zu vermeiden. Nur so lässt sich die Gesundheit langfristig erhalten und für einen größtmögliches Wohlbefinden im eigenen Zuhause sorgen.

Unter anderem hilft es, bei Renovierungsarbeiten vorsichtig zu sein und eine angemessen hohe Luftfeuchtigkeit in allen Zimmern herzustellen. Weitere wichtige Maßnahmen sind der Einsatz von Zimmerpflanzen sowie die Vermeidung von Feinstaub.

Vorsicht bei Renovierungsarbeiten

Gerade bei Renovierungsarbeiten in den eigenen vier Wänden ist Vorsicht geboten. So gibt es zum Beispiel Farbe und Lacke, die sich negativ auf die Atemluft und damit auf die Gesundheit auswirken. Gerade beim Streichen ist es deswegen sinnvoll, mit einem Mundschutz zu arbeiten. Nach getaner Arbeit muss gut durchgelüftet werden, damit die verschiedenen Gase und Dämpfe den Raum verlassen und einer gesunden Atemluft Platz machen können.

Ebenfalls eine gängige Ursache für Schadstoffe im eigenen zu Hause sind die Bodenbeläge. Wenn ein solcher Belag von minderer Qualität ist, kann er von Hause aus Schadstoffe und Chemikalien enthalten. Außerdem sammeln sich hier leicht Umwelt- und Wohngifte sowie Feinstaub. Deswegen sollte der Bodenbelag so gewählt werden, dass er die Gesundheit bestmöglich schützt und kein Nährboden für Schadstoffe ist.

Tipp

Es empfiehlt sich, bei allen Farben, Lacken, Stoffen und Materialien auf Gütesiegel und Qualitätszeichen zu achten, um Wohngifte von vornherein zu vermeiden.

Zu feuchte Atemluft in der Wohnung ist schädlich

Eine zu trockene Atemluft wirkt sich direkt auf die Gesundheit aus, das ist bekannt: Die Schleimhäute trocknen aus und es besteht ein erhöhtes Risiko, sich eine Krankheit einzufangen. Deswegen ist es wichtig, regelmäßig zu lüften und gegebenenfalls mit einem Luftbefeuchter zu arbeiten, um für eine angemessen hohe Luftfeuchtigkeit zu sorgen.

Aber auch eine zu hohe Luftfeuchtigkeit In der eigenen Wohnung ist nicht gut. Diese hat zwar keine direkten negativen Auswirkungen auf die Gesundheit, fördert jedoch die Schimmelbildung. Dieser wiederum ist extrem schädlich und kann Allergien und Krankheiten auslösen. Deswegen arbeiten immer mehr Menschen mit einem Luftentfeuchter, wie er zum Beispiel auf luftentfeuchtungsgeraete.net zu finden ist. Dieser entzieht der Raumluft die überflüssige Feuchtigkeit und vermindert somit das Risiko einer Schimmelbildung.

Der Einsatz von Pflanzen im Wohnbereich

Ein geschicktes Vorgehen zur Verbesserung der Atemluft besteht im Einsatz von Pflanzen im Wohnbereich. Diese sind in der Lage, Schad- und Giftstoffe aus der Luft aufzunehmen, einzubinden und hierbei Sauerstoff zu produzieren. Gleichzeitig machen solche Pflanzen optisch eine Menge her und sorgen für ein angenehmes Raumambiente.

Bei der Auswahl der Pflanzen sollte bewusst vorgegangen werden. So gibt es beispielsweise Gattungen, die das zugeführte Gießwasser fast vollständig In Wasserdampf umwandeln und wieder an die Raumluft abgeben. Das ist in sehr trockenen Wohnungen ein immenser Vorteil. Vorsicht ist jedoch bei feuchten Wohnungen mit einer hohen Luftfeuchtigkeit geboten. Durch das Mehr an Feuchtigkeit kann es leicht zu einer Schimmelbildung kommen.

Viele Menschen entscheiden sich für nicht blühende Grünpflanzen, da bei diesen die Gefahr einer allergischen Reaktion äußerst gering ist. Bei allen Pflanzen ist es wichtig, sie regelmäßig abzuwaschen und zu verhindern, dass sich Hausstaub auf ihnen absetzt. Das fördert einerseits die Gesundheit der Pflanze und verhindert andererseits, dass sich Hausstaub negativ auf die Gesundheit auswirkt.

Verschiedene Pflanzen bieten sich für eine Verbesserung der Raumluft an

  • Aloe Vera (erfrischt die Atemluft und produziert sogar nachts Sauerstoff)
  • Gummibaum (soll neben CO2 auch Schadstoffe wie Ausdünstungen von Wandfarbe aufnehmen)
  • Kakteen (sind pflegeleicht und nehmen auch nachts CO2 auf)
  • Efeu (reinigt die Luft und nimmt sogar Benzol auf)
Pflanzen im Wohnzimmer

Pflanzen im Wohnbereich verbessern die Atemluft spürbar. / pixabay.de © DarthZuzanka CCO Public Domain

Feinstaub weitestgehend meiden

Feinstaub ist nicht nur im Straßenverkehr ein großes Thema, sondern auch in den eigenen vier Wänden. Hierbei handelt es sich um Partikel, die extrem klein sind und sich auf die Lungenbläschen setzen. Hierdurch kommt es leicht zu Atemwegserkrankungen und bei einer längeren Einwirkung erhöht sich das Risiko für Lungenkrebs und Herzerkrankungen.

Deswegen sollte im eigenen zu Hause möglichst alles vermieden werden, was solchen Feinstaub produziert. Dazu gehören neben Zigarettenrauch auch Öfen und Kamine ohne modernen Abzug. In einigen Fällen führen auch Laserdrucker zur Entstehung von Feinstaub, der in die Atemluft abgegeben wird.

Maßnahmen gegen Feinstaub

Neben dem klassischen Lüften gibt es noch weitere Möglichkeiten, um sich gegen Feinstaub zu wappnen. So können beispielsweise Luftreiniger eingesetzt werden. Diese sind in der Lage, Hausstaub und Feinstaub aufzunehmen und ihre schädliche Wirkung zu reduzieren.

Hierbei ist allerdings zu beachten, dass solche Luftreiniger keine Gase aufnehmen und beseitigen. Deswegen sollten schädliche Geruchsquellen wie Aschenbecher möglichst schnell aus dem Wohnbereich entfernt werden, damit sie sich nicht negativ auf die Raumluft auswirken. Außerdem darf auch durch Anti-Feinstaub-Maßnahmen die Luftfeuchtigkeit nicht zu hoch steigen, um einer Schimmelbildung entgegenzuwirken.

Geruchsquellen eliminieren oder nutzen

Viele Gerüche in der Wohnung sind per se nicht gesundheitsschädlich, wirken sich aber dennoch unangenehm auf das Wohlbefinden aus. Hierzu zählen unter anderem intensive Kochgerüche, die beim Braten oder Garen entstehen. Deswegen lohnt es sich, in der Küche einen hochwertigen Dunstabzug zu nutzen, damit sich solche Gerüche gar nicht erst in der Wohnung ausbreiten. Ansonsten kommt es leicht zu Unwohlsein und abhängig vom Geruch auch zu Übelkeit.

Ebenso ist es möglich, gezielt Geruchsquellen in der Wohnung zu nutzen, um die Atemluft zu verbessern. Räucherstäbchen und Duftkerzen sind hierfür eine gute Möglichkeit. Diese verströmen ein angenehmes Aroma, das die gesamte Raumluft beeinflusst. Allerdings ist hier Vorsicht geboten: Einige Menschen reagieren empfindlich auf bestimmte Gerüche, sodass Kopfschmerzen und Unwohlsein die Folge sind. Kerzen auf der anderen Seite sind Quellen von Feinstaub. Bevor also ein solches Hilfsmittel in der Wohnung zum Einsatz kommt, sollte genau geprüft werden, ob alle Bewohner damit zurechtkommen.

Hinweis

Auch Schweißbildung kann zu einer deutlichen Verschlechterung der Atemluft führen. Schmutzige Kleidung sollte daher immer direkt in die Wäsche gebracht werden.