Gesunde Ernährung

Zucchini mal anders – Abwechslungsreiche Rezepte

Im Juli beginnt die Zucchiniernte! Doch sobald die Zucchinipflanze im heimischen Garten wuchert, stellt sich schnell die Frage: Wohin mit all den Früchten? Wir haben einige kreative Rezeptideen für Sie, damit keine Langeweile auf den Tisch kommt und das leckere mediterrane Gemüse nicht in der Tonne landet.

Das Kürbisgewächs aus Südeuropa ist eine Rankepflanze, die viel Platz in Anspruch nimmt. So schnell sich die Triebe im Beet ausbreiten, wachsen auch die Früchte. Daher müssen Sie mit der Ernte immer hinterher sein. Denn zu große, überreife Früchte werden im Inneren schnell schwammig-wässrig, können einen unangenehmen Geschmack und härtere Kerne entwickeln.

Bittere Zucchini nicht verzehren

Im Allgemeinen gilt: Finger weg von Zucchini mit bitterem Geschmack! Denn dies ist ein Hinweis, dass sich darin zu viel Cucurbitacin befindet – ein giftiger Bitterstoff, der sich im Fruchtfleisch anreichert. Dieser reizt die Magenschleimhaut und kann zu Erbrechen, Durchfall und schlimmstenfalls zu lebensbedrohlichen Vergiftungserscheinungen führen.

Der Bitterstoff wurde aus dem handelsüblichen Saatgut herausgezüchtet. Doch im Beet kann es bei selbst erzeugtem Saatgut zu ungewollten Kreuzungen kommen, bei denen das Cucurbitacin in größeren Mengen vorhanden ist.

Frisches, regionales Saisongemüse von Juni bis Oktober

Wer keine Zucchinipflanze im Garten oder auf dem Balkon stehen hat, erhält das Saisongemüse von Juni bis Oktober aus regionalem Anbau im Laden. Falls Sie die Zucchini nicht sofort verarbeiten, achten Sie darauf, dass die Früchte fest sind, die Oberfläche frei von Druckstellen ist und sie einen frischen Stielansatz haben.

> Was Zucchini so gesund macht

Zucchini nicht neben Obst und Tomaten lagern

Zucchini lassen sich für einige Tage an einem kühlen, dunklen Ort aufbewahren. Legen Sie die Zucchini, in ein Stofftuch gewickelt, in das Gemüsefach. Das Tuch nimmt überschüssige Feuchtigkeit auf und sorgt dafür, dass die Frucht nicht zu schnell beginnt zu schimmeln.

Achten Sie darauf, dass Sie kein Obst oder Tomaten neben den Zucchini lagern. Denn diese verströmen das Reifegas Ethylen und beschleunigen die Verderblichkeit.

Geschmacklich sind Zucchini sehr anpassungsfähig

Form und Farbe hängen kaum mit dem Geschmack zusammen. Egal ob gelb, dunkelgrün oder hellgrün-gestreift: Zucchini haben ein neutrales bis leicht süßliches Aroma und passen problemlos in jedes Rezept. Bis auf den Stielansatz lässt sich die Zucchini vollständig verarbeiten.

Eine besondere Delikatesse sind hierbei die gelben Blüten. Gefüllt, frittiert oder als optischer Augenschmaus auf dem Teller finden selbst sie Verwendung in der Küche. Zum Befüllen und Backen eignen sich große längliche, runde Zucchini oder blumenförmige Patisson-Zucchini.

Unsere Zucchini-Rezepte als Bildergalerie

Selbstgemachtes Zucchinichutney

(c) Cathrin Koch

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Zucchini-Chutney

 

Für ein aromatisches Zucchini-Chutney lassen Sie 800 g gewürfelte Zucchini  mit 5 TL Salz für 10 Min. in einem Sieb ziehen. Währenddessen können Sie die 3 Schalotten und 2 Knoblauchzehen hacken und mit 3 EL Olivenöl in der Pfanne andünsten. Waschen Sie die Zucchinistücke gut ab und geben Sie sie mit 1 gelben und roten gewürfelten Paprika in einen Topf. Für die aromatische Würze vermengen Sie jeweils 1 TL Kurkuma, Currypulver, Muskat, gem. Kreuzkümmel, Senfkörner, Speisestärke und 1 Prise Zimt.

Wenn Sie dem Chutney eine leichte Schärfe verleihen möchten, können Sie zudem 1 TL Ras el Hanout oder eine gehackte Chilischote hinzugeben. Kochen Sie das Gemüse und die Gewürze mit 250 g Zucker und 250 ml Apfel- oder Weißweinessig kurz auf und lassen das Chutney anschließend für ca. 30 Minuten köcheln. Zum Schluss kommen Salz und frisch gemahlener Pfeffer hinzu.

Um das Chutney haltbar zu machen, desinfizieren Sie Einmachgläser mit heißem Wasser, füllen das Gemüse ab und stellen die verschlossenen Gläser für 10 Minuten auf den Kopf. So haben Sie auch für den Notfall eine köstliche Beilage oder einen Brotaufstrich bei der Hand.