Wenn die Kopfhaut schmerzt
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Wenn die Kopfhaut schmerzt

Woher die Schmerzen kommen und was Sie dagegen tun können: ...
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Mann mit Schmerzen an der Kopfhaut
Inhaltsverzeichnis

Wer je lange Haare zu einem straffen Pferdeschwanz gebunden hat, weiß, dass hinterher die Kopfhaut schmerzt. Woher kommt es aber, wenn der Haaransatz und die Haut ohne offensichtlichen Auslöser weh tun? Ursachen gibt es viele.

Fast jeder fünfte Deutsche hat Probleme mit der Kopfhaut. Kein Wunder: Die Haut ist empfindlich und reagiert sensibel auf Berührungen und äußere Einflüsse wie Kälte und Hitze.

Sensibler Bereich: Die Kopfhaut

Wie die Haut am restlichen Körper besteht auch die Kopfhaut aus drei Schichten und erneuert sich ständig: In der tieferen Schicht entstehen laufend neue Zellen, die an die oberste Hautschicht wandern, dort verhornen und abgetragen werden – zum Beispiel, wenn wir unsere Haare kämmen, waschen oder einfach nur mit den Fingern hindurch fahren.

In der Kopfhaut und am Haaransatz befinden sich vor allem unzählige Haarwurzeln, aber auch Schweiß- und Talgdrüsen, Nerven- und Immunzellen. Die Kopfhaut ist also sensibel, tut aber im Normalfall nicht weh.

Kopfhaut schmerzt: Das sind die Gründe

Wenn die Kopfhaut überempfindlich auf Berührung reagiert und schon das Kämmen der Haare Schmerzen verursacht, dann redet man von Haarschmerz. Mögliche Beschwerden sind: Kopfhaut- oder Haarwurzelschmerzen und brennende Kopfhaut. 

Mögliche Ursachen, wenn die Kopfhaut schmerzt

Die Ursachen für überempfindliche und schmerzende Kopfhaut sind bisher nicht ausreichend erforscht. Dennoch gibt es Möglichkeiten, herauszufinden, was Kopfhaut- oder Haarwurzelschmerzen auslöst und was man dagegen tun kann.

In manchen Fällen sind die Ursachen offenkundiger:

  • Läusebefall: Wird die Kopfhaut von Parasiten wie Läusen angegriffen, wird sie in der Regel rot, juckt und schmerzt.
  • Waschen und Föhnen: Wenn Sie Ihre Haare zu oft waschen, trocknet die Kopfhaut aus, denn die natürliche Talgschicht hat keine Zeit, sich zu regenerieren. Auch häufiges heißes Föhnen macht die Haut trocken. Die Folge: Die Haut ist weniger elastisch, reagiert empfindlicher auf äußere Einflüsse und wird anfälliger für kleine Risse.
  • Haarpflege: Unverträgliche Inhaltsstoffe in Haarfärbemitteln, Dauerwellenlösungen, Shampoos und anderen Haarpflegemitteln können die Kopfhaut irritieren. Zu viel Chemie ´trocknet die Kopfhaut außerdem aus. Die Folge ist dieselbe wie beim zu häufigen Waschen und Föhnen: Haut und Haarwurzeln können einreißen und sich entzünden.
  • Frisur: (Zu) straff sitzende Frisuren reißen an den Haarwurzeln und reizen sie. Auch wenn Sie sich mit einem harten Kamm oder einer Bürste mit scharfkantigen Borsten frisieren und dabei zu fest aufdrücken, kann unsere Kopfhaut Schäden davontragen.
  • Kopfbedeckung: Fahrradhelme oder Mützen können auf die Kopfhaut und die Haarwurzeln drücken und Schmerzen auslösen, besonders wenn sie zu eng sitzen. Womöglich kommt aufgrund der Kopfbedeckung aber auch nicht genug Sauerstoff an die Kopfhaut. Sie schwitzt übermäßig – der ideale Nährboden für hauteigene Bakterien.
  • Sonnenbrand: Wer zu Sonnenbrand neigt und eher dünnes Haar hat, bekommt auch auf dem Kopf schnell eine gerötete Haut, die weh tut und sich schält.
  • Verspannungen: Nackenverspannungen können sich leicht nach oben bis in die Kopfhautmuskulatur ausdehnen. Dauert die Verspannung zu lange an, wird die Kopfhaut immer schlechter durchblutet. Die Folge: Schmerzen und in einigen Fällen sogar Haarausfall.
  • Erkrankungen: Eine schmerzende Kopfhaut kann auch ein Zeichen für verschiedene Krankheiten sein. Unter anderem: Hautpilz, Schuppenflechte, Migräne oder Nervenschmerzen, die z. B. durch eine Gürtelrose hervorgerufen werden.
Zu heißes und häufiges Föhnen kann eine Ursache für Trichodynie sein. (c) Ccolourbox.de

Stress als Auslöser

Sind keine offensichtlichen Ursachen für die Haarschmerzen zu erkennen und/oder treten sie plötzlich auf, könnten sie auch psychosomatische sein: Stress und Burn-Out etwa können zu Anspannungen und damit zu Verspannungen im Nacken führen.

Viele Menschen neigen auch dazu, mit den Zähnen zu knirschen, wenn sie unter Stress stehen. Auch das führt häufig zur Verhärtung am Nacken und zu Kopfschmerzen. Beides sind mögliche Ursachen für eine wehtuende Kopfhaut.

Dann wird es ernst

Wer das Gefühl hat, seine schmerzende Kopfhaut hat etwas mit seiner Haarpflege-Routine oder den Haarpflegeprodukten zu tun, sollte dort ansetzen. Verzichten Sie auf bestimmte Produkte, Frisiertechniken, Zöpfe usw. Halten die Beschwerden aber mehrere Tage an, sollten die Symptome abgeklärt werden. Womöglich stecken andere Ursachen, die unter den Haaren nicht zu erkennen sind.

Das tut der Kopfhaut gut

Wenn die Kopfhaut weh tut, gibt es einfache Behandlungswege. Im ersten Schritt sollten die Haare, der Haaransatz und die Kopfhaut ruhen. Lassen Sie Ihre Haare, wenn möglich, offen, damit sie natürlich fallen können und keine Reizungen entstehen.

Da es die unterschiedlichsten Ursachen haben kann, warum die Kopfhaut weh tut, gibt es keine einheitliche Behandlung. In der Regel versucht man, den Grund zu identifizieren und entsprechend zu handeln. Zum Beispiel:

  • auf chemische Haarprodukte verzichten
  • nicht zu kräftig die Haare zu kämmen und frisieren (z.B. kein zu fester Zopf)
  • trockene Kopfhaut mit feuchtigkeitsspendendem Öl (z.B. Argan-, Mandel- oder Olivenöl) behandeln und eine sanfte Kopfhautmassage durchführen
  • Haare nicht täglich waschen und wenn, dann sanfte, klärende Shampoos nutzen
  • beim Haare trocknen nicht zu heiß föhnen
  • eine Apfel-Essig-Spülung für die Haare: einfach ca. 1 l kaltes Wasser mit 2 EL Bio Apfelessig mischen und diese Spülung nach jeder Haarwäsche über den Kopf geben und sanft in die Kopfhaut einmassieren
  • Parasiten schnell loswerden, zum Beispiel mit speziellen Shampoos und Tinkturen gegen Läuse
  • in der prallen Sonne eine Kopfbedeckung tragen, um Sonnenbrand zu vermeiden
  • Stress vorbeugen, zum Beispiel durch regelmäßiges Autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung

FAQ zu Kopfhautschmerzen

Warum schmerzt die Kopfhaut?

Die Ursachen für schmerzende Kopfhaut können vielfältig sein. Hauterkrankungen wie Neurodermitis, Schuppenflechte oder Pilzbefall haben Jucken und Brennen zur Folge. Entzündungen der Haarwurzel, allergische Reaktionen, Verspannungen der Kopfhautmuskulatur oder auch seelische Gründe können zu Kopfhautschmerzen führen.

Die Kopfhaut tut weh – was hilft?

Grundsätzlich richtet sich die Therapie immer nach der Ursache. Im ersten Schritt ist es jedoch wichtig, die Kopfhaut und die Haare weitestgehend in Ruhe zu lassen, um keine weiteren Reizungen zu verursachen. Zusätzlich hilft es, sanfte Pflegeprodukte beim Haarewaschen zu verwenden, die Haare an der Luft trocknen zu lassen und Stress zu vermeiden.

Welches Hausmittel hilft bei Kopfhautschmerzen?

Um gereizte Kopfhaut zu beruhigen, können feuchtigkeitsspendende Hausmittel wie Öle helfen. Mit Argan-, Mandel- oder Olivenöl kann trockner Kopfhaut notwendige Feuchtigkeit zurückgegeben werden, damit die Spannungen nachlassen. Auch eine selbst zusammengestellte Haarspülung aus Apfelessig und warmen Wasser kann helfen, die Kopfhaut zu beruhigen.

Wann muss ich bei Kopfhautschmerzen zum Arzt oder zur Ärztin gehen?

Halten die Symptome über einen längeren Zeitraum an, fängt die Kopfhaut zu nässen an, ist sichtlich entzündet oder es wird zusätzlicher Haarausfall bemerkt, sollte dringend ein Arzt oder eine Ärztin aufgesucht werden.

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