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Waschmittelallergie – Juckende Sauberkeit

Sich in frisch gewaschene Bettwäsche schmiegen – ein herrliches Gefühl. Außer allerdings, wenn Sie an einer Waschmittelallergie leiden. Dann reagiert Ihre Haut mit Jucken, Ausschlag und Entzündungen auf Inhaltsstoffe im Waschpulver.

Die Waschmittelallergie gehört zu den sogenannten Kontaktallergien. Sie können verschiedene und unterschiedlich starke Symptome wie Juckreiz und Ausschlag am ganzen Körper hervorrufen. Eine Vielzahl an Stoffen im Waschmittel können die Verursacher sein.

Die Allergene in Waschmitteln

In modernen Reinigungs- und Waschmitteln befinden sich zahlreiche chemische Substanzen. Sie sollen Schmutz lösen, die Wäsche bleichen, das Wasser enthärten oder duften. Zu den typischen Allergenen gehören:

  • Enzyme: Sie erhöhen die Waschkraft bei niedrigen Temperaturen.
  • Tenside: Ihre Hauptaufgabe ist es, Fett zu lösen.
  • Parfüm- und Duftstoffe: Sie lassen die Wäsche frisch riechen. Allerdings reagieren viele Menschen darauf sensibel.

Weitere Kontaktstoffe, die potenziell allergen wirken:

  • Weichmacher
  • optische Aufheller
  • Phosphate
  • Seifenbestandteile
  • Kolophonium

Symptome der Waschmittelallergie

Eine Waschmittelallergie ist nicht einfach festzustellen. Die Symptome sind typisch für verschiedene Arten der Kontaktallergie. Deshalb lassen sie nicht auf den Auslöser schließen.

  • Ihre Haut juckt.
  • Sie bekommen einen Ausschlag am ganzen Körper.
  • Die Haut wird trocken und entzündet sich an manchen Stellen.
  • Ihre Augen tränen, es kann zu einer Bindehautentzündung kommen.
  • An den Kontaktstellen spüren Sie einen brennenden bis stechenden Schmerz.
  • Ihre Schleimhäute schwellen an.
  • Sie leiden an Atemnot.

Am Anfang der Allergie treten die Symptome meist in schwacher Form auf. Haben Sie jedoch immer wieder Kontakt zu den Allergieauslösern, dann können sich die Beschwerden auswachsen. Schlimmstenfalls führen sie sogar zu einem anaphylaktischen Schock.

Diagnose der Kontaktallergie durch Waschmittel

Wenn Ihre Haut juckt, Sie Ausschlag bekommen oder andere allergische Anzeichen, dann sollten Sie einen Hautarzt aufsuchen. Dabei ist es gar nicht so einfach, von den Symptomen auf Ihrer Haut auf eine Waschmittelallergie zu schließen. Das liegt unter anderem daran, dass Juckreiz und Ausschlag zeitverzögert auftreten. Sie zeigen sich erst circa zwölf Stunden nach dem Kontakt mit dem Allergen.

Juckreiz und Hautrötung bei Waschmittelallergie

(c) jaojormami / Adobe Stock

Mithilfe eines Patchtests kann der Hautarzt oder Allergologe den Auslöser suchen. Der Arzt provoziert eine allergische Reaktion, indem er mit Pflastern eine Reihe von potenziellen Allergenen auf den Rücken aufträgt. Die Teststoffe sollen 24 bis 48 Stunden intensiven Hautkontakt haben. Ist die allergieauslösende Substanz dabei, zeigen sich Reaktionen wie Rötungen, Schwellungen, Juckreiz und kleine Bläschen.

Die Behandlung der Waschmittelallergie

Allergien sind nicht heilbar. Sie können lediglich die Auswirkungen behandeln und dem Allergieauslöser aus dem Weg gehen.

  • Akute Allergieanzeichen kann Ihr Arzt mit einem Antiallergikum behandeln, das die Histaminausschüttung hemmt.
  • Kortisonhaltige Salben lindern Hautausschlag und Jucken.
  • Sie sollten sich möglichst wenig dem Allergieauslöser, also dem Waschmittel, aussetzen. Manchmal genügt es schon, die Marke zu wechseln. Zudem sind spezielle Waschmittel für Allergiker am Markt.
  • Gehen Sie mit Waschmitteln grundsätzlich sparsam um.
  • Es kann ebenfalls hilfreich sein, Wäsche ein zweites Mal zu spülen. Damit schwemmen Sie Stoffe, die eine Allergie auslösen, möglicherweise weg.
  • Verzichten Sie auf Weichspüler.