Was tun, wenn’s zieht? Tipps gegen Wadenkrämpfe

Was tun, wenn’s zieht? Tipps gegen Wadenkrämpfe

Es zwickt und zieht in der Nacht, die Wade spannt und die Ruhe ist dahin. Und nun? Helfen Tipps gegen Wadenkrämpfe.
Inhaltsverzeichnis

Muskeln streiken nicht nur beim Sport, sondern gerne auch im Schlaf: Wenn sich der Krampf nachts in die Wade schleicht und aus der Ruhe reißt, ist das erstens mies und zweitens nur mit Mühe auszuhalten. Wir haben zehn Tipps gegen Wadenkrämpfe gesammelt, die einer verkrampften Muskulatur vorbeugen oder dabei helfen, sie wieder zu entspannen.

Sie kommen über Nacht, scheinbar aus dem Nichts und rauben uns den Schlaf: Fiese Krämpfe, die lautlos den Oberschenkel, die Füße und besonders häufig die Waden überfallen. 40 Prozent aller Erwachsenen kennen das Problem: plötzliches Stechen, ungeheures Ziehen und ein Wadenmuskel, der sich so hart anfühlt wie Marmor. Muskelkrämpfe sind eine kleine, wenn auch schmerzvolle Fehlfunktion des Körpers.

Bei harmlosen, unregelmäßig krampfenden Waden können Sie sich gut selbst helfen und vom akuten Schmerz in der Nacht befreien. Die wichtigsten Prinzipien dabei: Durchblutung fördern, die Muskulatur lockern und das Bein entspannen.

Das sind die 10 wichtigsten Tipps gegen Wadenkrämpfe:

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Mit aller Kraft dehnen: Krampft die Wade in der Nacht, helfen sogenannte Gegendehnungen. Fassen Sie an die Zehen und ziehen Sie in Richtung Schienbein. Das Bein strecken Sie dabei möglichst durch und drücken die Ferse in den Boden. Ebenfalls eine Möglichkeit: Den Fuß mit aller Kraft gegen die Wand stemmen.

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Tapfer sein und Füße vertreten: Auch wenn es wehtut – laufen Sie ein paar Minuten durchs Zimmer. Das kurbelt die Durchblutung an und löst die Muskelanspannung auf. Verlagern Sie Ihr Körpergewicht dabei nach vorne, dehnen Sie die Waden außerdem. Generell gilt: Wandern, Walken und Joggen kräftigt und dehnt die Muskulatur, hält die Beine fit – und Krämpfe fern.

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Locker lassen: Hinsetzen, die Beine anwinkeln und die Wade durchschütteln – das entspannt die Muskulatur. 
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Massieren: Das sanfte Kneten der schmerzenden Stelle fördert die Durchblutung und löst die Verkrampfung.
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Warm wickeln: Ein Handtuch in heißes Wasser legen und die schmerzende Wade anschließend damit einpacken. Wenn Sie unter Krampfadern leiden, lieber lauwarmes Wasser vewenden. Genauso entspannend auf die Muskeln wirkt auch eine Wärmflasche, eine warme Dusche oder gleich ein ganzes Bad.

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Kälteschutz: Vorbeugend kann helfen, die Beine und Füße warm einzupacken. Heißt: lange Schlafhose und dicke Socken – zumindest im Winter.

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Richtig ruhen: Stellen Sie die Füße möglichst nicht spitz, wie es beispielsweise beim Schlafen auf dem Bauch oft passiert. Bauchschläfer sollten die Füße deshalb einfach über das Bettende hinaus baumeln lassen. Rückenschläfer vermeiden eine Krampf-fördernde Überstreckung der Beine, indem Sie die Füße gegen ein Kissen stützen.

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Viel trinken: Wadenkrämpfe können die Folge eines Wassermangels sein. Halten Sie Ihren Flüssigkeitshaushalt also auf einem gleichbleibend hohen Niveau: 1,5 bis 2 Liter Wasser täglich werden empfohlen.

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Alkohol vermeiden: Eine durchzechte Nacht begünstigt einen Magnesiummangel, der wiederum Wadenkrämpfe auslösen kann.

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Mythos Magnesiumtabletten: Wissenschaftlich ist nicht bewiesen, dass Magnesium gegen Wadenkrämpfe hilft. Allerdings ist das Mineral in der empfohlenen Dosierung so unschädlich und gut verträglich, dass man es mit entsprechenden Präparaten ruhig mal probieren kann.

Was ist ein Wadenkrampf eigentlich?

Der Muskel zieht sich – obwohl er nachts ja eigentlich keinen Grund dazu hätte – bis aufs Äußerste zusammen und bleibt in extrem angespannten Zustand, oft minutenlang, ohne sich zu lösen. Die unkontrollierte Kontraktion könnte theoretisch jeden Muskel unseres Körpers treffen. Da wir unser Bein aber täglich stark belasten, sind diese Muskeln besonders krampfanfällig.

Warum die Wade krampft

Eindeutige Ursachen für Wadenkrämpfe sind meist gar nicht so leicht auszumachen. Denn die Liste der möglichen Auslöser ist lang: Schlafmangel, zu viel Alkohol, Unterkühlung, Überbelastung, Nährstoff- oder Flüssigkeitsmangel, Durchblutungsstörungen, Schwangerschaft, Fußfehlstellungen und verkürzte Muskeln im höheren Alter können Krämpfe im Bein bedingen.

Warum die Verspannungen vor allem dann, wenn der Körper ruht, in die Waden kriechen, ist ebenfalls nicht eindeutig geklärt. Fakt ist aber, dass wir im wachen Zustand Krämpfen in den meisten Fällen ganz automatisch (und häufig unbewusst) gegensteuern. Dieser Mechanismus fällt im Schlaf weg.

Sind Wadenkrämpfe gefährlich?

In den meisten Fällen stellen Muskelkrämpfe keinen Grund zur Sorge dar. Nur selten weisen sie auf Erkrankungen hin – zum Beispiel auf eine Schilddrüsenunterfunktion, Muskelentzündung, auf Diabetes oder Parkinson. Sie sollten Ihrem Hausarzt einen Besuch abstatten, sobald sich die Attacken häufen, die Schmerzen zunehmen und Schwellungen oder Taubheitsgefühle hinzukommen.

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