Schon gewusst?

Was Schlafpositionen über die Persönlichkeit verraten

„Sag mir, wie du schläfst, und ich sag dir, wer du bist“: Wie sich Menschen betten, soll angeblich einiges über ihren Charakter und ihr Verhalten preisgeben. Zumindest gehen davon mehrere Schlafforscher aus. Wir stellen vor: die häufigsten Schlafpositionen und ihre Bedeutungen.

Platt auf dem Bauch, zur Seite gerollt, auf dem Rücken ruhend, die Arme hinterm Kopf verschränkt oder schnurgerade abgelegt wie ein Soldat: In welchen Positionen Menschen einschlafen, entscheiden sie selten bewusst. Davon ist der amerikanische Autor Samuel Dunkell überzeugt. Er behauptete schon 1977 in seinem Buch, dass Menschen auch im Schlaf unbewusst über ihre Körpersprache Signale senden.

Nachts (wenn keiner guckt) kehren wir unser Innerstes nach außen. Schlafpositionen sind demnach die natürlichsten Ausdrucksformen des Körpers, die wir einnehmen. Hinzu kommt, dass wir sie nur selten ändern. Laut Samuel Dunkell legen wir uns schon im Kindesalter auf eine Schlaflage fest und behalten sie unser Leben lang bei. Darum, so die Annahme, lassen Schlafpositionen Rückschlüsse auf Charakterzüge zu.

An den Haaren herbeigezogen? Kann sein. Wissenschaftlich niet- und nagelfest zu belegen, was nachts in unseren Köpfen passiert und wie das in Beziehung zu unserem Verhalten tagsüber steht, ist ohnehin schwierig. Es gibt aber eine Reihe von Studien, deren Ergebnisse in dieselbe Richtung deuten.

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Was Schlafpositionen verraten: Die beliebten vier

Ob Schlafpositionen nur eine Frage der Bequemlichkeit sind oder doch mehr dahintersteckt, darf jeder selbst prüfen. Wir erklären, was die bevorzugten Haltungen im Bett bedeuten und wie gesund sie sind.

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1. Die königlichen Rückenschläfer

Wer über den Dingen steht, liegt auf dem Rücken

(c) Fotolia

So ist die Lage: Soldaten-Stellung oder Königshaltung wird die Position auch genannt, in der der Schlafende gerade auf dem Rücken ruht und die Beine leicht öffnet. Seine Arme liegen locker neben dem Körper oder über dem Kopf.

Das verrät sie: Rückenschläfern gehört die Welt. Jedenfalls denken sie das. Menschen, die am liebsten auf dem Rücken liegen, gelten als selbstsicher und aufgeschlossen. Bereit, alle Widrigkeiten wegzustecken. Sie sind starke Persönlichkeiten. Über den Kopf gestreckte Arme gelten in dieser Position als Zeichen dafür, dass der Schlafende gut zuhören kann und hilfsbereit ist.

Und die Gesundheit? Die Rückenlage gilt allgemein als die gesündeste. Vor allem Menschen mit Nacken und Rückenschmerzen profitieren von der Position. Sie entspannt den gesamten Körper der Länge nach. Nachteil für die Umwelt: Auf dem Rücken gebettet, legen Schnarcher erst richtig los.

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2. Die peniblen Bauchschläfer

Menschen, die gerne auf dem Bauch schlafen, gelten als Ordnungsfanatiker

So ist die Lage: das Gesicht im Kissen vergraben, die Beine leicht ausgestreckt, die Arme über oder unter dem Kopf, manchmal unterm Kissen, oder seitlich abgelegt.

Das verrät sie: Bauchschläfern wird nachgesagt, perfektionistisch und dominant zu sein. Sie neigen zu übertriebener Ordnung und Kontrolle. Ihr Leben soll nach Plan verlaufen. Sie lieben es, den Hut aufzuhaben. Sie hassen es, wenn andere sich in ihre Angelegenheiten einmischen oder Kritik üben.

Und die Gesundheit? Nur 13 Prozent schlafen so. Die Bauchlage gehört zu den unbeliebtesten Schlafpositionen, vielleicht auch, weil sie wenig komfortabel ist. Um atmen zu können, muss der Schlafende seinen Kopf zur Seite drehen, wobei er seinen Nacken überstreckt. Der Preis der Nacht: Verspannungen am Tag.

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3. Die ausgeglichenen Seitenschläfer

Halbwegs ausgestreckt auf der Seite bedeutet: zufrieden, ausgewogen, glücklich

(c) Colourbox

So ist die Lage: Gemütlich auf die favorisierte Seite gerollt, beide Beine etwas angezogen oder eins angewinkelt, die Arme irgendwie, aber möglichst entspannt, daneben sortiert.

Das verrät sie: Wer so schläft, zählt zu den glücklichen Menschen. Seitenschläfern werden nur positive Eigenschaften zugeschrieben: freundlich, zufrieden und offen sollen sie sein. Sie trotzen allen Problemen des Alltags, haben ein ausgewogenes Wesen und einen gesunden Menschenverstand.

Und die Gesundheit? Allgemein gilt die Seitenlage aufgrund der leicht gekrümmten Haltung, die wir in der Position automatisch einnehmen, als besonders entlastend für die Wirbelsäule. Dafür belastet sie die Schulter, auf der wir liegen. Zudem kann es sein, dass die Blutzufuhr und Nerven in Armen und Beinen abgedrückt werden.

Nicht schlimm, aber es kommt vor, dass man von einem unangenehm tauben Gefühl wach wird. Absoluter Pluspunkt der Seitenlage: Schnarcher haben keine Chance.

Kleiner Tipp: Menschen, die unter Sodbrennen leiden, sollten die rechte Seite meiden. In der Linken liegend, kann der Mageninhalt nicht mehr in die Speiseröhre zurückfließen.

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4. Die Zusammengekauerten

Baby schläft in Embryonalstellung.

(c) Anna Goroshnikova / Fotolia

So ist die Lage: eine extreme Variante des Seitenschläfers, weil sich der Schlafende wie ein Fötus im Mutterleib einrollt. Daher rührt auch die Bezeichnung Fötuslage oder Embryonalstellung. Die Knie sind stark angezogen, der Rücken stark gekrümmt – so schlafen die meisten Menschen (59 Prozent) ein.

Das verrät sie: Dieser Schlaftyp weist auf einen eher unsicheren, sorgenvollen Charakter hin. Menschen, die so schlafen, streben nach Harmonie und Gerechtigkeit. Je höher die Knie liegen, desto kreativer und emotionaler der Schlafende. Nach außen zeigt er sich aber hart und unnahbar, heißt es.

Und die Gesundheit? Wer wie ein Baby liegt, schläft nicht unbedingt wie eins. Bauch und Brustkorb sind eingeklemmt und behindern so die Atmung. Die enorme Krümmung des Rückens kann am Morgen für Verspannungen sorgen.

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