Gesunde Ernährung

Woran erkenne ich einen Vitaminmangel?

Obwohl unser Körper nur geringe Mengen an verschiedenen Vitaminen benötigt, kann eine unzureichende oder gänzlich fehlende Versorgung zu Mangelerscheinungen führen. Wir erklären Ihnen, warum Vitamine wichtig sind, woran Sie einen Vitaminmangel erkennen und welche Ursachen es gibt.

Warum sind Vitamine so wichtig?

Vitamine sind lebensnotwendig, da sie gemeinsam mit Spurenelementen und Mineralstoffen an ganz vielen chemischen Vorgängen des Körpers beteiligt sind:

  • Stoffwechsel
  • Immunsystem
  • Verwertung von Kohlenhydraten, Eiweißen und Mineralstoffen
  • Bildung von Blutkörperchen
  • Aufbau von Zellen und Muskeln
  • Bildung von Zähnen, Haaren, Nägeln und Knochen

Ohne Vitamine kann der menschliche Organismus also nicht so funktionieren, wie er eigentlich müsste, um gesund zu bleiben.

Ursachen für einen Vitaminmangel

Die Ursachen für einen Vitaminmangel lassen sich in drei Gruppen einteilen:

1. Einseitige bzw. falsche Ernährung

Falsche, zu einseitige oder unzureichende Ernährung, kann die Versorgung an Vitaminen beeinträchtigen. Hierzu zählen zum Beispiel Nulldiäten. Das Gleiche gilt für sogenannte „verarbeitete Lebensmittel“, wie zum Beispiel Fertiggerichte aus der Dose. Hinzu kommt, dass wenn Obst und Gemüse falsch gelagert oder zubereitet werden, der eigentliche Vitamingehalt zu großen Teilen verloren gehen kann.

2. Krankheiten

Krankheiten wie Krebs, Störungen der Nieren- oder Leberfunktion, Glutenunverträglichkeit oder auch Diabetes führen oftmals zu einem Vitaminmangel. Grund hierfür sind meist Nebenwirkungen von Medikamenten oder die Vitamine können durch eine gestörte Darmflora nicht mehr ausreichend aufgenommen werden.

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3. Personengruppen mit erhöhtem Vitaminbedarf

Wer oft unter Stress steht, läuft Gefahr, langfristig an einem Vitaminmangel zu leiden. Denn Stress zehrt an den Vitaminreserven. Kinder und Jugendliche, Schwangere, ältere Menschen sowie Raucher und Alkoholkranke Menschen gehören ebenfalls zu den Personen, die einen erhöhten Vitaminbedarf haben.

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Alkoholkonsum kann einen Nährstoffmangel verursachen. (c) Rainer Fuhrmann / Fotolia

Woran erkenne ich einen Vitaminmangel?

Zu Beginn sind die Symptome für einen Mangel an Vitaminen nur schwer zu erkennen. Erste Anzeichen können Müdigkeit, schlechte Konzentration, andauernde Kopfschmerzen oder auch eine depressive Stimmung sein. Fehlt es dem Körper bereits schon länger an wichtigen Nährstoffen, machen sich auch körperliche Erscheinungen wie eine fahl wirkende Haut, brüchige Nägel oder dünnes Haar bemerkbar.

Wichtig zu wissen ist, dass der Mensch die meisten Vitamine nicht selbst herstellen kann. Wir sind also darauf angewiesen, diese täglich durch Lebensmittel oder Vitaminpräparate zuzuführen. Zwar werden durch Bakterien im Darm die Vitamine B12 und K gebildet, jedoch nicht in ausreichender Menge. Einzige Ausnahme ist Vitamin D, welches durch Sonnenlicht selbstständig und zu genüge vom Körper hergestellt werden kann.

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Welche Symptome steht für welches Vitamin?

Weil jedes Vitamin eine spezielle Aufgabe in unserem Körper hat, sind auch die Symptome ganz unterschiedlich. Die häufigsten Symptome bei Vitaminmangel sind:

  • Vitamin A: Trockene Haut, trockene Augen und Sehstörungen
  • Vitamin C: Mundgeruch, Zahnausfall, Zahnfleischbluten und Zahnfleischentzündungen, Gelenkschmerzen, Müdigkeit, Leistungsschwäche, Zahnfleischbluten
  • Vitamin D: Schwache Muskeln, Knochenerweichung, Nervosität
  • Vitamin E: Muskelschwäche, Konzentrations- und Koordinationsstörungen, Müdigkeit, trockene Haut, Unruhe, Sehstörungen
  • Vitamin K: Blaue Flecken, spontane innere Blutungen (Organe und Gewebe), erhöhter Blutverlust bei Verletzungen
  • Vitamin B1: Kreislaufprobleme, neurologische Störungen
  • Vitamin B2: Hautausschlag, eingerissene Mundwinkel
  • Vitamin B5: Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Konzentrationsstörungen und Leistungsabfall, Kopfschmerzen und Schwindel, Muskelschmerzen
  • Vitamin B6: Appetitlosigkeit, depressive Stimmungsschwankungen, Entzündungen der Schleimhäute und Hautausschläge, Schlafstörungen, Reizbarkeit, Akne
  • Vitamin B12: Blässe, Blutarmut, Erschöpfung und Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Leistungsschwäche, Verdauungsprobleme
  • Biotin: Haarausfall, brüchige Nägel, entzündete und gerötete Haut, Appetitlosigkeit, Antriebslosigkeit, depressive Verstimmungen

Vitaminmangel vorbeugen – aber wie?

Ohne Vitamine kann unser Stoffwechsel und Immunsystem nicht richtig funktionieren. Deswegen sollten Sie stets dafür sorgen, dass Ihr Körper über genügend Vitamine verfügt und einem Mangel vorbeugen. Mit einer ausgewogenen und gesunden Ernährung ist das ein Kinderspiel. Denn frisches Gemüse, Obst, Fleisch, Fisch, Vollkornprodukte, Nüsse, Getreide und Milchprodukte besitzen genau die Vitamine, die wir benötigen. Achten Sie zusätzlich auf eine vitaminschonende Zubereitung – also lieber dünsten und grillen, anstatt kochen oder frittieren.

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Die Einnahme von Vitaminpräparaten ist bei gesunden Menschen, die sich an einen abwechslungsreichen Speiseplan halten, im Übrigen unnötig. Zudem kann der Körper die über die Nahrung zugeführten Vitamine deutlich besser verarbeiten, als synthetisch hergestellte.

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