Das Vitamin schützt die Zellen. Damit Sie damit immer gut versorgt sind, sollten Sie diese Fakten kennen.
Inhaltsverzeichnis
Vitamin C und D sind kleine Berühmtheiten unter den Vitaminen. Dabei hat auch Vitamin E viele Talente. Es ist nicht nur unverzichtbar für Ihre Gesundheit, auch Ihre Haut freut sich über eine Extraportion des Vitalstoffs. Wir erklären, wie Sie am besten von Vitamin E profitieren. Vom Speiseöl bis zu Anti-Falten-Creme werben Produkte mit ihrem Gehalt an Vitamin E. Doch warum eigentlich? Wir haben uns schlau gemacht, und Antworten auf die häufigsten Fragen zu diesem wichtigen Vitalstoff gefunden.
Was ist Vitamin E überhaupt?
Vitamin E ist ein fettlösliches Vitamin, das der Körper selbst nicht herstellen kann und das darum als „essenziell“ bezeichnet wird. Es zählt zu den natürlichen Antioxidantien, das heißt, es kann schädliche Prozesse, die unter Beteiligung von Sauerstoff im Körper stattfinden, stoppen. > Erfahren Sie hier mehr über Antioxidantien Seine acht unterschiedlichen Formen werden unter dem Begriff Tocopherol zusammengefasst. Die Variante des Alpha-Tocopherols bzw. α-Tocopherols ist am aktivsten und kommt am häufigsten vor.
Was macht das Vitamin im Körper?
Im Körper ist Vitamin E in erster Linie für den Schutz der Zellen zuständig – zum Beispiel vor aggressiven Sauerstoff-Molekülen, die als freie Radikale bezeichnet werden. Freie Radikale lösen sogenannten oxidativem Stress aus und schädigen die Zellen dadurch nachhaltig. Das lässt zum Beispiel die Haut vorschnell altern oder fördert die Entwicklung von Krankheiten.
Sie entstehen im Körper als Nebenprodukt des natürlichen Stoffwechsels, werden aber auch als Reaktion auf äußere Einflüsse (zum Beispiel Zigarettenrauch oder UV-Licht) gebildet. Vitamin E macht Freie Radikale unschädlich, stärkt aber auch das Immunsystem und fördert die Wundheilung. Vermutlich hilft es auch gegen Ablagerungen in den Blutgefäßen.
Wie äußert sich ein Vitamin-E-Mangel?
Muskelschwäche, Nerven- und Sehstörungen können Symptome für einen Mangel sein. Auch Herz- und Lungenkrankheiten sowie Leberschäden wurden schon in Zusammenhang mit einem Vitamin-E-Mangel gebracht.
Wie wahrscheinlich ist so ein Mangel?
Eine unzureichende Vitamin-E-Versorgung ist äußerst selten – vorausgesetzt, Sie ernähren sich gesund und ausgewogen. Nur Menschen, die sich über einen längeren Zeitraum sehr fettarm oder zu einseitig ernähren, laufen Gefahr, zu wenig davon aufzunehmen.
Wer ist von einem Mangel am häufigsten betroffen?
Bei Zöliakie-Patienten ist die Aufnahme von Fetten über den Darm gestört, was bei der Versorgung mit Vitamin E zum Problem werden kann. Auch Menschen mit Morbus Crohn, entzündeter Bauchspeicheldrüse und Gallenwegserkrankungen sind gefährdet. Besonders viel Tocopherol brauchen Neugeborene, weshalb stillende Frauen einen erhöhten Bedarf haben. > Was sind entzündungshemmende Lebensmittel? Babys und ihre stillenden Mütter brauchen besonders viel Vitamin E. (c) Colourbox
Können wir das Vitamin speichern?
Ja, unser Körper speichert Vitamin E im Fettgewebe und greift auf die Reserven zurück, wenn die Ernährung den Bedarf vorübergehend nicht deckt. Darum muss eine Unterversorgung lange anhalten, bevor sie auffällt.
In welchen Lebensmitteln ist es enthalten?
Vitamin E wird über Fett aufgenommen. Weizenkeimöl, Sonnenblumenöl, Olivenöl, Maiskeimöl und Sojaöl sind die besten Lieferanten für Tocopherol. Auch Fisch enthält natürliches Vitamin E, zum Beispiel Makrelen, Lachs und Hering. Nüsse, Samen, Butter, Eier und Gemüse sowie Obst sind ebenfalls Vitamin-E-reiche Lebensmittel. > Was sind gesunde Pflanzenöle?
Vitamin E in Lebensmitteln: Werte im Überblick
Wie viel Vitamin E tatsächlich in den genannten Lebensmitteln steckt, zeigt der direkte Vergleich pro 100 Gramm:
Lebensmittel
Vitamin E pro 100 g
Weizenkeimöl
ca. 174,5 mg
Sonnenblumenöl
ca. 62,2 mg
Sonnenblumenkerne
ca. 38,8 mg
Mandeln
ca. 25,9 mg
Haselnüsse
ca. 24,0 mg
Paprika (rot)
ca. 2,9 mg
Avocado
ca. 2,0 mg
Werte laut Nährwertrechner.de auf Basis des Bundeslebensmittelschlüssels – je nach Sorte und Verarbeitung sind Schwankungen möglich.
Da Vitamin E fettlöslich ist, nimmt der Körper es am besten zusammen mit einer fetthaltigen Mahlzeit auf, etwa mit einem Schuss Pflanzenöl im Salat oder einer Handvoll Nüsse. Auf welche Tageszeit die Einnahme fällt, spielt dabei keine große Rolle. (Quelle: gesundheit.gv.at)
Wie hoch ist der Tagesbedarf?
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat ihre Referenzwerte für Vitamin E 2025 überarbeitet. Seither gilt für Kinder ab einem Jahr, Jugendliche, erwachsene Frauen und Männer sowie Schwangere einheitlich ein Richtwert von 8 Milligramm Vitamin E täglich. Stillende haben mit 13 Milligramm pro Tag weiterhin einen höheren Bedarf, um den Verlust über die Muttermilch auszugleichen. Die früher genannten, deutlich höheren Werte (je nach Gruppe 12 bis 17 Milligramm) beruhten auf einer alten Berechnungsmethode und sind mit der Neuauflage nicht mehr aktuell. (Quelle: DGE)
Wie sinnvoll sind Nahrungsergänzungsmittel?
Greifen Sie nicht auf eigene Faust zu Vitamin-E-Präparaten. Ein Arzt kann Ihren aktuellen Vitaminstatus im Körper ermitteln. Falls nachgebessert werden muss, wird er eine zusätzliche Versorgung mit synthetischem Tocopherol mit Ihnen besprechen. > Diese Lebensmittel enthalten besonders viel Vitamin C
Kann ich das Vitamin überdosieren?
Eine Überdosierung über Lebensmittel ist praktisch nicht möglich – über Nahrungsergänzungsmittel jedoch schon. Zu hohe Dosen erhöhen das Risiko für Blutungen – vor allem, wenn gleichzeitig gerinnungshemmende Mittel eingenommen werden. Ärzte empfehlen daher, einen Monat vor geplanten Operationen eine Ergänzung abzusetzen, um das Risiko für Blutungen zu senken.
Zu viel Vitamin E kann auch Magen-Darm-Beschwerden, sowie Müdigkeit und Muskelschwäche auslösen. Weil es außerdem beeinflusst, wie gut der Körper Vitamin A-Vorstufen und Vitamin K aufnehmen kann, kann die Versorgung mit diesen Vitaminen gestört sein, wenn es überdosiert wird.
Zuletzt aktualisiert: Juli 2026
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