Magen & Darm

Das hilft bei Verstopfung im Urlaub

Verstopfung im Urlaub ist in etwa so lästig wie ein Sitznachbar im Flugzeug, der schnarcht. Nur dass der irgendwann wieder aussteigt und die Verstopfung gern mal ein paar Tage andauert. Gut, dass es Mittel und Wege gibt, ihr vorzubeugen oder sie zu lindern. Wir erklären, was außer Abführmitteln hilft, wenn nichts mehr geht. 

„Ich war drei Tage lang nicht auf der Toilette. Ist das normal?“ Viele Menschen fragen sich, wo eigentlich normaler Stuhlgang aufhört und eine Verstopfung anfängt. Die Antwort: Experten sprechen dann von Verstopfung (Fachbegriff: Obstipation), wenn jemand bei normaler Ernährung weniger als zweimal pro Woche Stuhlgang hat und bei der Entleerung des Darms stark pressen muss.

Wer also am vierten Tag noch immer keine Sitzung auf dem stillen Örtchen hatte, sollte sich Gedanken machen, wie er seine Verdauung auf Trab bringen kann.

Die Symptome und die Behandlung einer akuten Obstipation und einer und einer chronischen Verstopfung sind dabei relativ identisch.

Doch warum ist Verstopfung eigentlich ein so häufiges Problem in der Urlaubszeit? Immerhin sind wir dann entspannt und das tut der Verdauung doch gut, oder? Stimmt, aber es gibt dennoch gute Gründe und Ursachen dafür, dass sie ausgerechnet jetzt verrückt spielt.

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Ursachen

Der Magen-Darm-Trakt spielt generell gerne in den Ferien verrückt. Während die einen über Durchfall klagen, leiden die anderen unter einem trägen Darm oder Verstopfung. Besonders ältere Menschen sind von der Obstipation häufig betroffen. Das sind mögliche Ursachen:

1. Plötzlich weniger Ballaststoffe

Klar, in den Ferien ernähren wir uns anders als sonst. Zu Hause essen wir zum Beispiel morgens immer Müsli, aber in den Ferien dürfen es dann schon mal Croissants oder Kuchen sein – Gebäck, das lecker schmeckt, aber so gut wie keine Ballaststoffe enthält. Und die sind das Öl für den Motor, der unsere Darmtätigkeit antreibt.

Vor allem, wenn das Verdauungssystem eine tägliche Ballaststoffdosis gewohnt ist, reagiert es verstimmt darauf, wenn diese plötzlich ausbleibt und es nur noch eine ballaststoffarme Ernährung bekommt. Seine Reaktion: Der Darm bewegt sich weniger, der Nahrungsbrei „wandert“ langsamer hindurch und Verstopfung stellt sich ein.

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2. Wir essen ungesünder und mehr

Gesunde Ernährung ist auf Reisen nicht immer einfach. Wer viel unterwegs ist, greift schnell mal zu Fastfood oder einfach zu einer Tüte Chips. Wer sich wiederum an üppigen Hotelbuffetts bedienen kann, wählt nicht unbedingt Obst und Gemüse aus, sondern greift lieber zu üppigen oder süßen Speisen im Übermaß. Ungesunde Schlemmereien stellen unseren Darm jedoch auf eine harte Probe: Fett und Zucker lähmen ihn regelrecht.

3. Wir bewegen uns weniger

Entspannung im Urlaub bedeutet für Sie vor allem, die meiste Zeit regungslos am Pool oder Strand zu liegen? Dann ist eine Verstopfung quasi schon vorprogrammiert. Denn der Darm kommt erst auf Touren, wenn wir uns körperlich bewegen. Je mehr, desto besser.

4. Unsere Routine kommt durcheinander

Den Tag frei einteilen zu können, wie man will – das ist ja gerade das Schöne, wenn man frei hat. Doch für unseren Körper – und unsere Verdauung – bedeutet das eine gewisse Umstellung. Erst recht, wenn er auch noch eine Zeitverschiebung verkraften muss. Ganz banal, aber wichtig: Nicht immer ist am Urlaubsort eine Toilette in der Nähe, wenn wir eine brauchen.

Und wer will schon die ganze Reisegruppe aufhalten, nur weil ihn der Ruf der Natur ereilt? Leider mag unser Darm das überhaupt nicht und reagiert auf solche Verzögerungstaktiken mit Verstopfung.

Fazit: Obstipation in der Urlaubszeit ist also nichts Außergewöhnliches, sondern oft nur eine Folge dessen, dass wir uns in den schönsten Wochen des Jahres anders verhalten. Umgekehrt gilt: Wer ein paar Dinge beachtet, kann seine Verdauung auch dann auf Trab halten.

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Tipps gegen Verstopfung

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Es gibt zahlreiche Vorkehrungen, die Sie treffen können, um Probleme bei der Darmentleerung zu vermeiden. Sie gelten sowohl für chronische Verstopfung als auch akute. Die Behandlung der Erkrankung ist weitestgehend identisch und auch die Symptome bzw. Beschwerden sind gleich: Schmerzen bei der Stuhlentleerung, das Gefühl der unvollständigen Darmentleerung, starkes Pressen, harter Stuhl.

Bevor Sie zu Abführmitteln greifen, sollten Sie erst einmal Folgendes versuchen:

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1. Ausreichende Flüssigkeitszufuhr

 

Ein häufiger Grund für Verstopfung ist Flüssigkeitsmangel. Trinken Sie also reichlich (am besten ungesüßte Getränke ohne Alkohol), damit Ihr Stuhl weich bleibt und den Darm leicht passieren kann. Experten empfehlen für ausreichende Flüssigkeit ein Glas Wasser am Morgen auf nüchternen Magen, um die Verdauung zu aktivieren.