Gesunde Frau

Trockene, müde oder gereizte Augen in der Menopause

Trockene, müde oder gereizte Augen sind ein häufiges Problem während der Wechseljahre und können sich negativ auf die Lebensqualität auswirken. Wir informieren Sie, wie trockene Augen im Zusammenhang mit anderen Symptomen der Menopause stehen und verraten Ihnen, welche Behandlungsmöglichkeiten es für die Linderung von Reizungen und Juckreiz gibt.

Trockene, müde oder gereizte Augen sind ein häufiges Problem. Besonders Frauen über 45 leiden sehr häufig unter dieser Symptomatik und etwa 60 % aller Frauen sind während der Wechseljahre davon betroffen.

Es handelt sich zwar aus gesundheitlicher Sicht nur um ein kleines Problem, die Symptome können die Lebensqualität aber einschränken, besonders, wenn die Sehfähigkeit beeinträchtigt wird, oder wenn die Augen lichtempfindlich werden.

Trockene oder gereizte Augen

Es gibt eine Reihe von Ursachen, die trockene Augen auslösen können:

  • Aufenthalte in klimatisierten Räumen oder Reisen mit dem Flugzeug, unter diesen Bedingungen gibt es eine geringe Luftfeuchtigkeit, so können Ihre Augen schneller austrocknen.
  • Wenn Sie lange auf einen Computerbildschirm blicken, blinzeln Sie seltener. So werden die Augen nicht ausreichend mit Tränenflüssigkeit versorgt.
  • Je älter man wird, umso wahrscheinlicher wird es, an trockenen Augen zu leiden, da die Tränendrüsen weniger Tränenflüssigkeit produzieren.
  • Es gibt eine Reihe besonderer Krankheitsbilder, etwa Autoimmunerkrankungen, bei denen die Produktion der Tränenflüssigkeit reduziert ist.
  • Trockene Augen können auch durch die Menopause ausgelöst werden.

Trockene Augen während der Menopause

Mit dem Beginn der Menopause leiden Frauen häufiger unter trockenen Augen. Die Ursachen hierfür sind noch nicht abschließend geklärt. Ärzte vermuten, dass sich durch die hormonellen Veränderungen in dieser Lebensphase die Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit ändert.

Tränen bestehen aus zwei Komponenten – einem wässrigen Teil (mit Lubrikanzen) und einem öligen Teil, durch den die wässrige Tränenflüssigkeit auf der Augenoberfläche haften bleibt. Beim Weinen wird wässrige Tränenflüssigkeit produziert, deshalb tritt sie aus den Augen und Tränen laufen über das Gesicht.

Paradoxerweise leiden Frauen, die an trockenen Augen leiden, auch an tränenden Augen. Obwohl mehr Tränenflüssigkeit produziert wird, haftet diese nicht auf der Augenoberfläche, was dazu führt, dass diese austrocknet.

Trockene Augen können sich entzünden (es kommt zu Rötungen), da die Tränenflüssigkeit das Auge nicht mehr ausreichend vor Umwelteinflüssen wie Luftverschmutzung schützt. Dies wiederum führt zu einem Gefühl der Ermüdung in den Augen.

Welche Hausmittel stehen zur Verfügung?

Wenn Sie unter trockenen Augen leiden, sollten Sie zunächst Ihre Augen immer gut versorgen und schützen.

Wenn Ihre Augen besonders unter klimatisierter Luft leiden, sollten Sie sich so wenig wie möglich in klimatisierten Räumen aufhalten. Denken Sie außerdem daran, regelmäßig zu blinzeln, besonders beim Lesen, beim Autofahren oder am Computer.

Trinken Sie reichlich Wasser. Wenn Sie nicht ausreichend trinken, wird Ihr Körper den Flüssigkeitsmangel zuerst durch Nutzung der Tränenflüssigkeit ausgleichen. Ausreichend Flüssigkeitsaufnahme ist nicht nur wichtig für die Augengesundheit, sondern auch für das allgemeine Wohlbefinden.

Gibt es pflanzliche Mittel, die mir helfen können?

Pflanzliche Mittel gibt es sowohl für die Linderung der Symptome, als auch um die Ursache des Problems anzugehen.

Wenn Sie besonders stark unter gereizten oder trockenen Augen leiden, können Augentropfen schnell und effektiv Abhilfe schaffen. Augentropfen mit Euphrasia lindern Ihre Beschwerden und sorgen für eine ausreichende Befeuchtung der Augen, auch Kontaktlinsenträger können diese verwenden. Sowohl Lutein als auch Euphrasia können für die Erhaltung gesunder Augen eingenommen werden.

Wenn die Menopause die Ursache der Symptome ist, können Sie auch das Hormonungleichgewicht angehen, um die Symptome der trockenen Augen wirksam zu lindern. Sojaisoflavone ahmen die Wirkung von Östrogen im Körper nach und mildern so die durch die Menopause bedingten Symptome.

Wie sieht es mit konventionellen Arzneimitteln aus?

Zunächst wird Ihr Arzt Ihnen vermutlich die Anwendung von Augentropfen empfehlen, die wie ein Ersatz für Tränenflüssigkeit wirken.

Wenn Sie starke Beschwerden haben, könnte Ihr Arzt Ihnen auch eine Hormonersatztherapie empfehlen. Einige Hormonersatztherapien können Ihre Beschwerden lindern, andere können starke Nebenwirkungen haben oder die Beschwerden verschlimmern. Sie werden also eventuell mehrere Therapien ausprobieren müssen, um herauszufinden, welche für Sie am wirkungsvollsten ist.

Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Optiker, wenn Sie den Eindruck haben, dass sich Ihr Gesundheitszustand verschlechtert, wenn Sie Schmerzen haben oder Ihre Sehkraft eingeschränkt ist. Ihr Sehvermögen ist sehr wichtig und Sie sollten nichts riskieren, wenn es Zweifel bezüglich der Ursache der Symptome gibt.

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