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Studie belegt: Mehr Sport, weniger Krebs

Dass Sport gut für die Gesundheit ist, dürfte bekannt sein. Vor allem unser Herz und die Gefäße profitieren davon, wenn wir uns regelmäßig bewegen. Wissenschaftler haben jetzt herausgefunden, dass sich auch das Risiko für unterschiedliche Krebsarten mit regelmäßigem Trainig senken lässt – und zwar zum Teil ganz erheblich.

Wer sich regelmäßig beim Sport auspowert, der tut seinen Körper richtig viel Gutes. Körperliche Aktivität verbessert und stabilisiert Körperfunktionen, kräftigt Muskeln und Skelett sowie Herz und Gefäße. Die Liste der positiven Effekte, die Sport auf unseren Organismus hat, ließe sich noch verlängern – und jetzt auch um einen wichtigen Punkt ergänzen: Sport senkt nachweislich das Risiko, an Krebs zu erkranken – das hat einen groß angelegte Studie in den USA jetzt gezeigt.

Dr. Steven C. Moore vom National Cancer Institute in Bethesda, USA, und seine Mitautoren werteten die Daten von mehr als 1,4 Millionen Menschen aus Europa und den USA aus. Diese brachten sie mit dem Aufkommen von 26 verschiedenen Krebsformen in Zusammenhang und stellten fest: Stärkere sportliche Aktivität senkt bei 13 Krebsarten die Wahrscheinlichkeit, daran zu erkranken, signifikant.

Besonders deutlich verringert Sport das Risiko, an diesen Krebsarten zu erkranken:

  • Krebs der Speiseröhre (Adenokarzinome): -42 Prozent
  • Leberkrebs: -27 Prozent
  • Lungenkrebs: -26 Prozent
  • Gebärmutterkrebs: -21 Prozent
  • Leukämie: -20 Prozent

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Zwar fällt der Effekt bei erhöhtem Körpergewicht (BMI) etwas schwacher aus, ist aber immer noch signifikant.

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Auf Rücken mit Sonnencreme aufgemalte Sonne.

Bei Sport im Freien sollte auf ausreichend Sonnenschutz geachtet werden. (c) Maridav/Fotolia


Vorsicht bei Sport im Freien

Was die Wissenschaftler im Rahmen der Studie jedoch auch feststellten: Sportlich aktive Menschen haben ein erhöhtes Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. Die Ursache ist nicht belegt, die Forscher gehen aber davon aus, dass sich die betroffenen Personen häufiger im Freien aufhalten (um zum Beispiel Sport zu treiben) und dadurch stärker der UV-Strahlung aussetzen. Wer draußen aktiv ist, sollte also unbedingt auf ausreichenden Sonnenschutz achten.

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Sport ist Krebs-Prävention

Die Ergebnisse der US-Studie gelten Experten als wichtiges Indiz dafür, dass Sport in der Freizeit eine wesentliche Strategie sei, das persönliche Krebsrisiko zu senken. Allerdings lässt die Studie keinerlei Rückschlüsse darauf zu, wie viel und wie intensiv Sport getrieben werden muss, um die beobachteten Effekte zu erzielen.

Im Allgemeinen empfehlen Mediziner, sich pro Woche mindestens 150 Minuten moderat bis intensiv körperlich zu bewegen. Eine andere Studie, die den Zusammenhang zwischen Sport und Brustkrebs-Risiko genauer untersuchte, kam zu dem Schluss: Wer die Sport-Dosis noch erhöht (auf etwa 300 Minuten Sport pro Woche) senkt sein Krebsrisiko noch mehr. Im Hinblick auf die Krebsprävention und Sport gilt also: Viel hilft viel.

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