Gesunde Frau

Starke Regelblutungen: Ursachen und Behandlung

Kopfschmerzen, Schmerzen und Krämpfe im Unterleib – die Periode geht für viele Frauen mit unangenehmen Begleiterscheinungen einher. Bei einigen fällt die monatliche Blutung zudem besonders stark aus: Experten schätzen, dass  etwa jede fünfte Frau1 unter sehr starken Regelblutungen (Menorrhagie) leidet.

Viele Frauen fühlen sich aufgrund der Beschwerden im sozialen und beruflichen Alltag massiv eingeschränkt und ihrer Lebensqualität beraubt. Doch die starken Blutungen bereiten nicht nur akute Probleme, sondern können langfristig auch zu Blutarmut, Müdigkeit und Eisenmangel führen. In diesem Fall raten Experten, sich professionelle Hilfe zu suchen.

Trotz des hohen Leidensdrucks dauert es häufig viele Jahre, bis sich Frauen mit starker Regelblutung einem Frauenarzt anvertrauen. Es ist noch immer ein Tabuthema.
Das Onlineportal www.starke-regelblutung.com möchte diese Hemmungen nehmen und betroffene Frauen mit umfangreichen Informationen unterstützen.

Was sind starke Monatsblutungen?

Normalerweise verlieren Frauen etwa 4-12 Esslöffel Menstruationsblut während ihrer Periode und bekommen alle 24-31 Tage ihre Regel, die 4-7 Tage dauert. Aber das ist nur der Durchschnittswert. Wenn Ihre Periode länger als 7 Tage dauert, Sie mehr als 12 Esslöffel Blut verlieren und Ihr Zyklus kürzer als 21 Tage ist, dann spricht man von starker Menstruation.

Die sogenannte Menorrhagie kann zu vielen unangenehmen Beschwerden führen:

  • 61 Prozent der betroffenen Frauen geben an, dass ihr Sexualleben stark beeinträchtigt ist.
  • Gut die Hälfte fühlt sich ungewöhnlich müde und erschöpft,
  • etwa 2 von 5 Frauen sind in ihrem Beruf weniger produktiv,
  • Mehr als 30 Prozent fühlen sich in ihrem Alltag zu Hause, im Schlafrhythmus und der Möglichkeit zu reisen eingeschränkt.2
  • Durch den hohen Blutverlust kommen oft Kreislaufprobleme, Eisenmangel und Blutarmut hinzu.

Zusätzlich schränkt eine starke Periode die Lebensqualität ganz erheblich ein. Soziale Aktivitäten und Hobbys, die eigentlich Freude bereiten, werden oft zur Last. Hinzu kommt die ständige Angst, dass der Schutz durch Tampons und Binden nicht ausreicht. Sobald Sie beginnen, Ihren Alltag um Ihre Menstruation herum zu planen, wird es Zeit, einzugreifen und Ihr stilles Leiden zu beenden: Vereinbaren Sie einen Termin bei Ihrem Gynäkologen.

Ein praktischer Selbst-Check hilft Ihnen herauszufinden, ob Ihre monatliche Blutung über das normale Maß hinausgeht. Hier gelangen Sie zum Test.

Drei Freundinnen um die 30 plaudern fröhlich in einem Café und trinken Kaffee. Sie lassen sich ihre Freude nicht durch Regelbeschwerden nehmen.

Regelbeschwerden behandeln, Lebensfreude zurückgewinnen. (c) taramara78 / Fotolia

Ursachen der starken Menstruation

Starke Regelblutungen können verschiedene Ursachen haben, zum Beispiel:

  • gutartige Wucherungen in der Gebärmutter (Myome)
  • Polypen
  • Tumore
  • ein hormonelles Ungleichgewicht

Eine gynäkologische Untersuchung ist wichtig, um Risiken auszuschließen. So kann festgestellt werden, ob ein konkreter Auslöser für den starken Blutverlust – wie Myome oder Polypen – vorliegt. Bei vielen Frauen lässt sich keine eindeutige Ursache feststellen. Doch auch in diesem Fall kann eine Menorrhagie behandelt werden.

Welche Therapien gibt es?

Es gibt verschiedene Behandlungsmöglichkeiten bei starkem Blutverlust. Bei der Therapie setzen viele Ärzte heute immer noch auf die Gabe von Hormonen, zum Beispiel in Form der Pille. Erfolgreich ist diese medikamentöse Dauerbehandlung allerdings nur bei etwa der Hälfte der Patientinnen.3 Auch die häufig vorgenommene chirurgische Ausschabung der oberen Schicht der Gebärmutterschleimhaut (Kürettage) dient vor allem dem Ausschluss eines Krebsverdachtes und zeigt wenig oder keine therapeutische Langzeitwirkung gegen die Blutungen.4

Operation

Wenn die Familienplanung abgeschlossen ist, wird häufig zu einer Gebärmutterentfernung (Hysterektomie) geraten, also der vollständigen Entfernung der Gebärmutter. Eine große Operation ist jedoch mit Risiken und Nachteilen verbunden, wie beispielsweise einem längeren Krankenhausaufenthalt, wochenlanger Genesungszeit und möglichen Spätfolgen wie Beckenbodensenkungen und Inkontinenz.

Doch ein solch großer und operativer Eingriff ist nicht immer nötig. Vielen betroffenen Frauen kann durch den Einsatz moderner Therapieverfahren schonender geholfen werden – beispielsweise durch eine Endometriumablation mit der Goldnetz-Methode (NovaSure).

Eine Gynäkologin spricht mit einer Patientin über deren starke Regelschmerzen und schlägt mögliche Therapien vor.

Ein Arztbesuch ist wichtig, um die Ursachen für starke Regelblutungen zu finden. (c) missty / Fotolia

Sanfte und schnelle Behandlung mit NovaSure

Mit NovaSure gibt es eine innovative, sanfte Therapie, bei der die Gebärmutterschleimhaut durch Hitze verödet wird. Ein in der Gebärmutter aufgespanntes Netz mit Goldbeschichtung erzeugt diese Wärme. Das geschieht in etwa 90 Sekunden. Nach der Behandlung mit der Goldnetz-Methode kann sich während des monatlichen Zyklus keine neue Schleimhaut mehr aufbauen. Die Gebärmutter selbst bleibt intakt.

Die meisten Behandelten haben nach dem NovaSure-Eingriff nur geringe Beschwerden und sind nach spätestens drei Tagen wieder fit für den Alltag. Bei mehr als 90 Prozent sind die Blutungen danach stark reduziert oder bleiben vollständig aus.5 Das bedeutet für die Frauen einen deutlichen Gewinn an Lebensqualität.

Voraussetzung für das sanfte NovaSure-Verfahren ist, dass die Familienplanung abgeschlossen ist. Denn danach ist eine Schwangerschaft zwar theoretisch noch möglich, sie ist allerdings mit Risiken für Mutter und Kind verbunden. Aus diesem Grund wird Patientinnen empfohlen, auch nach dem Eingriff weiterhin zu verhüten. Hier erfahren Sie noch weitere Voraussetzung für den Eingriff.

So läuft der Eingriff mit der Goldnetz-Methode ab

Eine grafische Darstellung der Goldnetzmethode, einer sanften Alternative zur Gebärmutterentfernung bei starken Regelblutungen.

(c) Hologic

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Schritt 1: Über die Scheide und den Gebärmutterhals wird ein dünner Katheter eingeführt, um Ihre Gebärmutter zu vermessen.