Sodbrennen

Lästiges Brennen in der Brustbeingegend, ein Drücken im Magen: Sei es nach einem deftigen Essen am Abend oder nach einem stressigen Tag – Sodbrennen ist für Betroffene äußerst unangenehm. Die Ursachen für den meist harmlosen Schmerz in der Speiseröhre mit saurem Aufstoßen sind vielfältig.

Inhaltsverzeichnis

Achtung! Wenn Sie häufig Sodbrennen haben und sich dazu weitere Symptome reihen, sollten Sie besser einen Arzt aufsuchen. Mit dem Fachpersonal können Sie besprechen, welche Maßnahmen und Therapien für Ihren Fall richtig sind. Bei regelmäßig auftretendem Sodbrennen ist meist eine Refluxkrankheit die Ursache, die ärztlich behandelt werden muss.

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Was ist Sodbrennen?

Mit Sodbrennen befinden Sie sich in großer Gesellschaft. Das Brennen in der Speiseröhre gilt heute als regelrechte Volkskrankheit. Ungefähr jeder Fünfte in Deutschland leidet häufiger unter einem Rückfluss von saurem Mageninhalt in die Speiseröhre, dem sogenannten Reflux. Die aufsteigende Magensäure greift die empfindlichen Schleimhautzellen in der Speiseröhre an. Betroffene verspüren schmerzhafte Symptome wie Sodbrennen in Kombination mit saurem Aufstoßen. Dazu können ein Druckgefühl im Magen oder Magenschmerzen kommen.

Der Magensaft ist enorm wichtig, um die Nahrung zu zersetzen und gefährliche Mikroorganismen im Magen abzutöten. Während die Magenschleimhaut den Magen vor dem Angriff der aggressiven Säure schützt, ist die Speiseröhre der Magensäure schutzlos ausgeliefert – sie attackiert das empfindliche Gewebe.

Zwischen dem Magen und der Speiseröhre befindet sich ein Schließmuskel , der sogenannte Magenpförtner. Er sorgt normalerweise dafür, dass das Essen nur in eine Richtung rutscht, nämlich von oben nach unten in den Magen hinein. Dieses Ventil verschließt sich und verhindert so, dass der Prozess in die umgekehrte Richtung läuft und die Nahrung in die Speiseröhre zurück schwappt.

Auch wenn der Kontakt der Schleimhautzellen in der Speiseröhre mit der Säure meist nur kurz ist – die Berührung mit saurem Magensaft genügt, um einen brennenden, stechenden Schmerz auszulösen. Dieses schmerzhafte Brennen spüren Sie dann oft vom Oberbauch bis in den Hals hinauf.

Was ist der Unterschied zwischen Sodbrennen und Säurereflux?

Bei Säurereflux können die säurehaltigen Inhalte aus dem Magen nach oben in die Speiseröhre oder sogar bis in den Mund gelangen. Dies verursacht einen sauren Geschmack im Mund. Sodbrennen ist also genau genommen keine Erkrankung, sondern ein sehr häufiges Symptom, das bei Säurereflux auftritt.

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Mögliche Ursachen von Sodbrennen

Sodbrennen ist das häufigste Symptom bei einer Refluxkrankheit. Beim Sodbrennen sind zwei Hauptmechanismen am Werk: Die Funktion des Magenschließmuskels ist gestört. Er schließt nicht mehr richtig. Außerdem produziert der Magen zu viel Magensäure – meist als Folge des Lebensstils und einer ungünstigen Ernährung. Manchmal treten auch beide Faktoren in Kombination auf. Das führt dazu, dass Magensäure in der Speiseröhre aufsteigt und der Reflux die dortigen Schleimhäute angreift. Menschen mit einer empfindlichen Schleimhaut des Magens haben ein erhöhtes Risiko.

Hier die häufigen Ursachen von Sodbrennen:

  • Ungesunde Ernährung und ein anstrengender Lebensstil gehören zu den häufigsten Auslösern der Übersäuerung des Magens: Fettiges Essen, üppige Portionen, Alkohol, Kaffee, Rauchen, säurehaltige Nahrungsmittel oder Stress kurbeln die Magensäureproduktion an und lösen Sodbrennen aus.
  • Übergewicht, das den Druck im Bauchraum erhöht, schwächt den Magenschließmuskel und lässt den Mageninhalt aufsteigen.
  • Auch das Alter oder die Einnahme von Medikamenten (Arzneien gegen Bluthochdruck oder Herzkrankheiten) schwächen den Muskel zwischen Magen und Speiseröhre – der Verschluss funktioniert nicht mehr ausreichend.
  • Manchmal ist ein Zwerchfellbruch die Ursache des Sodbrennens. Durch die Öffnung im Zwerchfell schiebt sich ein Teil des Magens in den Brustraum. Bei einem Zwerchfelldurchbruch wird der Verschluss des Muskels am Ende der Speiseröhre nicht mehr ausreichend unterstützt.

Ein Sonderfall ist das Sodbrennen in der Schwangerschaft. Unter diesen Umständen kommt Sodbrennen gehäuft vor. Das Baby wird immer größer, drückt auf den Magen und erleichtert den Rückfluss von Mageninhalt. Nach der Geburt verschwindet das Sodbrennen meist von selbst wieder. Dann bleibt der Speisebrei wieder dort, wo er hingehört.

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Sodbrennen: Symptome, die häufig mit einhergehen

Sodbrennen und saures Aufstoßen sind die wichtigsten Symptome der Refluxkrankheit. Sie liegt vor, wenn der Rückfluss des Mageninhaltes häufiger stattfindet, besonders stark ist und sich die Speiseröhre dadurch entzündet. Dann kommen weitere typische Beschwerden hinzu, zum Beispiel:

  • Schluckbeschwerden
  • Heiserkeit
  • Brennen im Rachen
  • übler Geschmack im Mund
  • Geräusche im Magen
  • Völlegefühl
  • Übelkeit und Erbrechen
  • langfristig: Zahnschäden aufgrund der Magensäure

Achtung, Verwechslungsgefahr! Es ist oftmals nicht einfach, einen Herzinfarkt und Sodbrennen zu unterscheiden. Gehen Sie kein Risiko ein und suchen Sie im Zweifel einen Arzt auf. Hier erfahren Sie mehr zum Thema Sodbrennen oder Herzinfarkt.

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Sodbrennen: Behandlung und Therapie gegen die brennenden Schmerzen

Grundsätzlich richtet sich eine Therapie gegen Sodbrennen immer nach der Ursache und dem Schweregrad. Bei regelmäßigem Auftreten besprechen Sie eine Behandlung daher besser mit dem ärztlichen Fachpersonal ab.

Bei leichtem Sodbrennen, das gelegentlich auftritt, schaffen natürliche Hausmittel gegen Sodbrennen und rezeptfreie Arzneimittel aus der Apotheke meist gute Abhilfe.

Ärzte kennen einige Tipps, mit denen Sie das Sodbrennen lindern oder schon im Ansatz vermeiden. Alle Maßnahmen zielen auf Ihren Lebensstil ab, der beim chronischen Sodbrennen, aber auch beim akuten eine wesentliche Rolle spielt. Möglicherweise können Sie Ihren Lebensstil etwas verändern, um das schmerzhafte Brennen und saure Aufstoßen zu verhindern. Mit der richtigen Ernährung und den geeigneten Lebensmitteln kann man ebenfalls dem Sodbrennen entgegenwirken. Hier lesen Sie nach, welche Ernährung bei Säurereflux Ihre Beschwerden mindern kann.

Sollten Hilfsmittel und rezeptfreie Arzneimittel nicht die gewünschte Wirkung erzielen, gibt es wirksame Medikamente, die gegen Sodbrennen helfen. Denn hinter dem häufigen und starken Sodbrennen könnte eine Refluxkrankheit stecken, die einer Behandlung bedürfen.

  • Häufig eingesetzte Wirkstoffe in der Behandlung von Sodbrennen sind sogenannte Protonenpumpenhemmer, welche die Magensäureproduktion drosseln. Sie heißen auch Säurehemmer oder Säureblocker. Niedrig dosierte Präparate sind mittlerweile rezeptfrei in der Apotheke oder im Internetversandhandel erhältlich. Häufig eingesetzte Wirkstoffstoffe gegen Sodbrennen sind Omeprazol und Pantoprazol.
  • H2-Rezeptorblocker sind dagegen Medikamente, die an der Ausschüttung der Magensäure ansetzen und diese bremsen.
  • Medikamente aus der Gruppe der Antazida können die Magensäure neutralisieren.

Bevor Sie bei gelegentlichem Sodbrennen zu Medikamenten greifen, versuchen Sie es besser mit einer Umstellung der Ernährung, Ihres Lebensstils und Hausmitteln gegen Sodbrennen. Vielleicht brauchen Sie ein wenig Geduld, bis Sie das richtige Hausmittel gegen Sodbrennen gefunden haben. Die meisten fühlen sich im Anschluss besser und können das Essen und Trinken wieder in vollen Zügen genießen.

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Häufig gestellte Fragen zum Thema Sodbrennen

Was ist Sodbrennen?

Wenn die Magensäure die Speiseröhre hochsteigt und dort ein unangenehmes Brennen verursacht, meist begleitet von saurem Aufstoßen, spricht man von Sodbrennen. Sodbrennen ist das häufigste Symptom einer Refluxkrankheit.

Wie entsteht Sodbrennen?

Normalerweise verhindert der sogenannte Ösophagus-Sphinkter, ein Schließmuskel in der Speiseröhre, dass der Mageninhalt dorthin zurückfließt. Ist die Belastung für einen Rücktransport der Essensbestandteile zu groß oder die Muskulatur geschwächt, bleiben Speisebrei und die aggressive Salzsäure aus dem Magen zu lange in der Speiseröhre und verursachen das unangenehme Brennen.

Wie fühlt sich Sodbrennen an?

Meist wird Sodbrennen von Betroffenen als brennender Schmerz hinter dem Brustbein wahrgenommen. Daher ist es oft nicht einfach, Sodbrennen von einem Herzinfarkt zu unterscheiden. Im Zweifelsfall sollte immer ärztlicher Rat zu Hilfe gezogen werden.

Was ist saures Aufstoßen?

Das saure Aufstoßen entsteht durch das Hochkommen des sauren Magensaftes in die Speiseröhre. Da der Schließmuskel am Übergang der Speiseröhre zum Magen zu schwach ist, kommt es zum sauren Aufstoßen.

Wie erkennt man Sodbrennen?

Zu den typischen Symptomen, die begleitend auftreten, gehören neben dem Brennen hinter dem Brustbein und dem sauren Aufstoßen auch ein Druckgefühl im Oberbauch sowie Husten, Heiserkeit oder Halsschmerzen.

Was sind die Ursachen von Sodbrennen?

Sodbrennen kann zahlreiche Ursachen haben. Zu den häufigen Ursachen gehören üppiges oder hastiges Essen, vor allem von Lebensmitteln, die viel Fett, Zucker, Alkohol oder Koffein enthalten. Auch Stress, Kummer, Übergewicht und ein ungesunder Lebensstil können sich auf den Magen auswirken. Weitere mögliche Ursachen sind ein Reizmagen, eine Entzündung der Speiseröhre oder der Magenschleimhaut oder ein Zwerchfellbruch.

Welche Lebensmittel lösen Sodbrennen aus?

Vor allem Lebensmittel, die viel Fett enthalten wie Frittiertes oder Fast Food, aber auch scharfe Speisen, Zitrusfrüchte, Schokolade oder kohlensäurehaltige Getränke können Sodbrennen verursachen.

Was essen bei Sodbrennen?

Zu den Lebensmitteln, die empfehlenswert bei Sodbrennen sind, gehören Haferflocken, Fisch, Bananen, Melonen, Wurzel- und Blattgemüse sowie Ingwer.

Was hilft gegen Sodbrennen?

Neben einer ausgewogenen Ernährung und Reduzierung von Stress sind auch gute Essgewohnheiten hilfreich bei Sodbrennen. Es empfiehlt sich, regelmäßig kleine Mahlzeiten zu sich zu nehmen und dem Verdauungssystem genügend Zeit zu geben. Auch engsitzende Kleidung kann Sodbrennen begünstigen. Das Tragen bequemer Kleidung, die dem Magen Raum gibt, kann also ebenfalls helfen.

Was kann man gegen Sodbrennen machen?

Natürliche Hausmittel können Linderung bei Sodbrennen schaffen. Auch rezeptfreie Arzneimittel aus der Apotheke können helfen. Bei anhaltenden, wiederkehrenden Schmerzen sollte ein Arzt konsultiert werden. Wirksame Medikamente gegen Sodbrennen werden vom medizinischen Fachpersonal Ihren Bedürfnissen entsprechend verschrieben.