Unscheinbar, aber oho! Rote Bete haben es in sich. Wir verraten, wie viel Gutes in den Knollen steckt.
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Sie sind lecker, gesund und sollen sogar schön machen: Rote Bete sind echte Tausendsassa und sollten auf keinem Speiseplan fehlen. Wir erklären, mit welchen Eigenschaften und Inhaltsstoffen die roten Rundlinge richtig punkten. Eine Infografik mit verschiedenen Fakten zu Rote Bete. Sie zeigt Wissenswertes über die Inhaltsstoffe und Wirkung der Rüben.
Rote Bete (auch Rote Beete oder Rote Rübe) gelten als klassisches Wintergemüse, sind aber auch im Rest des Jahres im Supermarkt zu finden. Auch wenn die Knollen recht unscheinbar wirken: Rote Bete enthalten jede Menge gesunde Inhaltsstoffe – mehr als die meisten anderen Gemüsesorten. Ob im Eintopf (zum Beispiel Borschtsch), Salat oder als Saft: Wer regelmäßig Rote Bete zu sich nimmt, tut seinem Körper viel Gutes.
Darum sind Rote Bete so gesund
Wie viele andere Gemüsesorten enthalten auch Rote Bete viele Ballaststoffe, Vitamine, Eisen und Magnesium. Auf diese Weise sorgen sie für eine gesunde Verdauung und schützen das Immunsystem. Doch die rote Wunderknolle hat noch viel mehr zu bieten:
Natürlicher Blutdrucksenker
Die Knollen enthalten große Mengen an Nitraten. Diese werden im Körper in Stickstoffmonoxid verwandelt, welches dafür sorgt, dass die Blutgefäße erweitert werden. Dadurch können Nährstoffe und Sauerstoff besser transportiert werden. Die Folge: Der Blutdrucksinkt. Wie viel Rote-Bete-Saft pro Tag? Wer unter hohem Blutdruck leidet, sollte jeden Tag ein Glas Rote-Bete-Saft trinken. Schon eine kleine Menge senkt nachweislich den Blutdruck: In einer Untersuchung der Deutschen Hochdruckliga senkte bereits eine einmalige Menge von 250 Millilitern Rote-Bete-Saft den systolischen Blutdruck um durchschnittlich rund 12 mmHg, der Effekt hielt bis zu 24 Stunden an. Bei täglicher Einnahme über vier Wochen sank der Blutdruck im Schnitt um 7,7/2,4 mmHg. Wichtig: Rote-Bete-Saft ersetzt keine verordneten Blutdruckmedikamente, sondern kann sie bestenfalls unterstützend ergänzen – bei bestehendem Bluthochdruck sollte die Einnahme mit dem Arzt abgesprochen werden. (Quelle: Deutsche Hochdruckliga)
Rote Bete wirken wie ein natürliches Doping
Tests haben ergeben, dass Nitrat die sportliche Leistung und Ausdauer steigern kann. Es erweitert nicht nur die Blutgefäße und senkt den Blutdruck – es bewirkt auch, dass das Herz während der sportlichen Betätigung weniger Sauerstoff benötigt und dadurch weniger belastet wird. Viele Sportler haben aus diesem Grund Rote-Bete-Saft auf ihrem täglichen Ernährungsplan stehen. Borschtsch ist ein Rote Bete Klassiker. (c) id-art / Fotolia
Schutz für die Leber und die Galle
Ihre Farbe hat die Rote Bete dem Farbstoff Betanin zu verdanken. Dabei handelt es sich um einen sekundären Pflanzenstoff, der die Funktion der Leber stimuliert und die Galle schützt.
Rote Bete senken das Risiko von Herzerkrankungen
Die in den Knollen enthaltenen Stoffe Betanin, Folsäure und Eisen sind wichtig für die Bildung der roten Blutkörperchen und senken den Cholesterinspiegel im Blut. Wer Rote Bete isst, sorgt dafür, dass die Blutgefäße geschützt sind, und beugt so Herzinfarkt und Schlaganfall vor.
Rote Bete sind gut fürs Hirn
Das in Stickstoffmonoxid umgewandelte Nitrat erweitert auch im Gehirn die Blutgefäße. Studien ergaben, dass man durch den Verzehr von Roter Bete die Hirnfunktion steigern kann. Besonders ältere Menschen sollten daher regelmäßig Rote Bete essen, da im Alter der Hirnstoffwechsel nachlässt und weniger Stickstoffoxide von selbst gebildet werden.
Rote Bete sind gut für die Haut
Einige Inhaltsstoffe der Roten Bete wie das Betanin wirken antioxidativ. Das bedeutet: Sie neutralisieren aggressive Sauerstoffmoleküle im Körper, die seine Zellen schädigen könnten. Dadurch wird die Haut gestrafft, Haare und Nägel werden gefestigt und schöner.
Das sollten Sie beim Verzehr beachten
Damit die Inhaltsstoffe der Roten Bete erhalten bleiben, sollten Sie die Knollen möglichst kühl und dunkel lagern. Als Saft oder roh enthalten sie die meisten Nährstoffe.
Vorsicht: So gesund Rote Bete auch sind – man sollte nicht zuviel davon konsumieren. Denn das Nitrat kann zu Nitrit umgewandelt werden, das an der Bildung der krebserregenden Nitrosamine beteiligt ist. Wer anfällig für Nierensteine ist, sollte Rote Bete besser gar nicht essen. Die enthaltene Oxalsäure fördert deren Bildung nämlich. > Wie gefährlich ist Oxalsäure?
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