Gesund bleiben

Schüssler-Salze und Wechseljahre

Schüssler-Salze sollen Frauen in den Wechseljahren dabei helfen, dass die Umstellung des Körpers etwas sanfter ausfällt.

Seit mehr 100 Jahren werden Schüsslersalze in der alternativen Medizin verwendet, um verschiedene Krankheitssymptome zu lindern und das Wohlbefinden zu steigern. So gibt es auch einige Salze, die Frauen zu Beginn und während der Wechseljahre bei körperlichen Problemen wie z. B. Hitzewallungen, Gelenkprobleme oder bei Scheidentrockenheit helfen sollen.

Erfahren Sie bei uns, wie Schüssler-Salze bei Wechseljahresbeschwerden helfen können und welche Vor- und Nachteile die Behandlung mit den Salzen hat.

Was sind Schüsslersalze?

Der deutsche Homöopath Wilhelm Heinrich Schüßler (1821-1898) ist Erfinder und Namensgeber der bekannten Schüßler-Salze. Schüßlers Ansicht nach entstehen viele Krankheiten aufgrund eines Ungleichgewichts des Mineralhaushalts in unseren Zellen, was zu Störungen des gesamten Stoffwechselsystems führt.

Da die Einnahme von Mineralsalzen in konzentrierter Form nicht in die Körperzellen gelangen, setzte Schüßler auf die sogenannte „Potenzierung“. Mineralsalze können nur dann über die Blutbahn von Zellen aufgenommen werden, wenn die Salze in stark verdünnter Form zugeführt werden. Die Methode der starken Verdünnung ist auch aus vielen anderen Bereichen der Homöopathie bekannt.

Insgesamt gibt es 12 Funktionssalze mit unterschiedlichen Anwendungsgebieten:

Salz Nr. Mineralstoff Anwendungsgebiet
1 Calcium fluoratum Bindegewebe
2 Calcium phosphoricum Knochen, Zähne
3 Ferrum phosphoricum Immunsystem
4 Kalium chloratum Schleimhäute
5 Kalium phosphoricum Nerven, Psyche
6 Kalium sulfuricum Entschlackung
7 Magnesium phosphoricum Muskeln, Nerven
8 Natrium chloratum Flüssigkeitshaushalt
9 Natrium phosphoricum Stoffwechsel
10 Natrium sulfuricum Reinigung, Ausleitung
11 Silicea Haare, Haut, Nägel,
Bindegewebe
12 Calcium sulfuricum Gelenke, Ausscheidung

 

> Hier erfahren Sie noch mehr zu den 12 Basissalzen

Welche Schüsslersalze können bei welchen Wechseljahresbeschwerden helfen?

Schüßler-Salze gelten schon lange als sanfte Hilfe bei Beschwerden während der Wechseljahre. Folgende Schüßler-Salze werden für Begleiterscheinung während der Wechseljahre empfohlen:

Hitzewallungen und Schweißausbrüche

  • Nummer 7 gegen plötzliches Hitzegefühl, hochrote Wangen
  • 8 gegen schwallartige Schweißausbrüche
  • 9 gegen Schweißausbrüche mit stark sauer riechendem Schweiß

Zudem soll das Mineralsalz Nr. 3 den Mangel an Östrogen und Progesteron während des Klimakteriums ausgleichen, wodurch Hitzewallungen und Schweißausbrüche verringert oder gelindert werden sollen.

Innere Unruhe und depressive Verstimmungen

  • Nummer 2 gegen Angst
  • 5 für den Aufbau von neuer Energie
  • 7 gegen Spannungen
  • 11 für starke Nerven

Bei manchen Frauen sind Stimmungsschwankungen und innere Unruhe während der Menopause an der Tagesordnung. Hiergegen soll auch eine Kombination aus den Salzen 1, 3 und 7 helfen.

> Tees für die Wechseljahre

Schlafstörungen

  • Salz Nummer 2 allgemein gegen Schlafstörungen und Erwachen nach Mitternacht
  • 5 gegen Schläfrigkeit (tagsüber)
  • 7 bei Einschlafproblemen
  • 11 bei unruhigem Schlaf und Zuckungen im Schlaf

Zudem soll die sogenannte „heiße 7“ bei Schlafstörungen schnell Abhilfe schaffen. Hierfür lösen Sie 10 Tabletten in einer kleinen Tasse mit abgekochtem, heißem Wasser auf. Die Lösung soll so heiß wie möglich und in kleinen Schlücken getrunken werden.

Schmerzende Gelenke

  • 1 erhält die Elastizität der Bänder
  • 6 entlastet die Gelenke

Trockene Scheide

  • 4 zur besseren Durchblutung der Schleimhäute
  • 8 zur Regulierung des Flüssigkeitshaushalts

Bei Scheidentrockenheit wird ein Cremegel aus den oben genannten Mineralstoffkombination empfohlen.

Erschlafftes Bindegewebe und Knochenschwund

  • Nummer 1 stärkt das Bindegewebe und macht es elastisch
  • 11 verleiht dem Bindegewebe Struktur
  • 12 zur Reinigung des Bindegewebes
  • 1 fördert die Härtung und Elastizität von Knochen
  • 2 unterstützt den Aufbau organischer Knochenstruktur

Vor- und Nachteile der Behandlung mit Schüßler-Salzen

Wilhelm Schüßler entwickelte die von ihm erfundene Therapie ausschließlich auf homöopathischer Basis. Seine zwölf Salze decken dabei ein breites Anwendungsspektrum ab. Trotz, dass es Schüssler-Salze inzwischen seit rund 140 Jahren gibt und angewendet werden, konnte die wissenschaftliche Wirkung der Salze bis heute nicht nachgewiesen werden.

Dennoch gibt es viele Menschen und Alternativmediziner, die von der Wirkung überzeugt sind. Überzeugung ist in Bezug auf die Wirkung von Schüsslersalzen ein wichtiges Stichwort, denn selbst wenn sich jemand nach der Einnahme besser fühlt, ist dies aller Wahrscheinlichkeit subjektiv und liegt eher am Placebo-Effekt. Im Gegensatz zu anderen Mineralstoffpräparaten können die Schüssler-Salze nämlich einen Mineralstoffmangel nicht beheben.

Sie können aber unseren Zellen dabei helfen, dass Mineralstoffe leichter aufgenommen werden. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass Schüßler-Salze aufgrund ihrer Potenzierung (starke Verdünnung) nicht überdosiert werden können. Zudem sind keine Nebenwirkungen bekannt und können somit sogar von Schwangeren eingenommen werden. Da die Tabletten jedoch oftmals Milchzucker enthalten, sind sie für Menschen mit einer Laktoseintoleranz ungeeignet.

> Hilfreiche Ratgeber für die Wechseljahre