Hals, Nase & Ohren

Schnarchen: So kehrt Ruhe ein im Schlafzimmer

Schnarchen nervt, denn wenn einer sägt, ist die Nachtruhe des anderen dahin. Mitunter ist Schnarchen aber für den Betroffenen sogar gefährlich. Unsere Tipps für eine ruhige Nacht.

Nächtliches Schnarchen ist ein Problem – auch für den, der es nicht tut: Während der Partner nebenan einen ganzen Wald zersägt, wälzt sich der Bettgenosse von einer Seite auf die andere. Manchmal hilft da nur noch eines: ab aufs Wohnzimmersofa. Abhilfe ist gefragt, zumal das Sägen für den Schnarcher selbst gefährlich sein kann. Doch was hilft wirklich gegen die nächtlichen Störgeräusche? 

Das sind die Ursachen für das Sägen

Die nächtliche Ruhestörung hat anatomische Ursachen. Wir schnarchen, wenn unsere inneren Atemwege beim Einatmen ins Vibrieren geraten. Hauptlärmquelle ist das Gaumensegel, das im „Atemwind“ zu flattern beginnt. Mit offenem Mund schnarcht es sich besonders laut, denn der Luftzug der Atemluft verstärkt das Geräusch. Erhöht wird das Schnarch-Risiko durch alles, was die Atemwege verengt: eine verstopfte Nase, eine schiefe Nasenscheidewand, Polypen oder vergrößerte Mandeln können Auslöser für die nächtliche Geräuschkulisse sein.

Wann ist Schnarchen gefährlich?

Es ist wichtig zu klären, ob der Schnarcher an obstruktiver Schlafapnoe leidet. Wer am Schlafapnoe-Syndrom leidet, bei dem sind die Atemwege so eng, dass die Sauerstoffzufuhr im Schlaf teils bis zu zwei Minuten lang unterbrochen wird. Und das kann lebensbedrohlich sein, es steigert nämlich das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle.

Am Geräusch kann man gut erkennen, ob es sich um harmloses Schnarchen oder Schlafapnoe handelt. Wenn plötzlich tief aus der Kehle nach Luft geschnappt wird und es sich anhört, als ob der Betroffene kurz vor dem Ersticken ist, dann ist es Zeit für einen Arztbesuch.

Tipps gegen das Schnarchen

Viele Hersteller versuchen, mit dem Massenproblem Schnarchen Geld zu verdienen. Im Internet findet man unzählige Sprays, Kopfkissen, Kräutermischungen oder sogar Schnuller, die Soforthilfe gegen die nächtlichen Geräusche versprechen. Wissenschaftlich haltbar ist nur ganz wenig.

Diese Maßnahmen helfen aber garantiert:

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2. Besser in Seitenlage

Viele Menschen beginnen erst in Rückenlage zu schnarchen. Der Grund: Zunge und Unterkiefer werden durch die Schwerkraft nach unten gedrückt. Das verengt den Rachenraum und verführt zum Sägen. Legen Sie sich bereits beim Einschlafen auf die Seite bzw. begeben Sie sich in diese Position, wenn Sie nachts von Ihrem Partner angestupst werden.

Für Rückenschnarcher gibt es sogar eine Rückenlageverhinderungsweste („Anti-Schnarch-Ruck­sack“). Dieser verhindert, dass man sich nachts auf den Rücken dreht.