Gesundheits-Tipps

Die besten Schimmelpilztests

Nicht jeder Schimmelpilz ist gefährlich für die Gesundheit. Doch Bewohner von Wohnungen mit Schimmel können dies meist nicht mit dem bloßen Auge erkennen. Schimmel versteckt sich oft hinter Möbeln und Tapeten, an Fenstern und Türen.

Ohne den Schimmel zu bemerken, können sich bereits erste gesundheitliche Symptome wie Müdigkeit oder Atemnot zeigen. Die Giftstoffe einiger Schimmelpilzarten stehen sogar unter Verdacht, Krebs oder schwere Organschäden zu verursachen. Die Gefahr eines gesundheitlichen Schadens ist vor allem für Schwangere, Babys, kleine Kinder und immunschwache Menschen sehr groß. Als gesundheitliche Folge von Schimmel in der Wohnung können ebenfalls Lungenprobleme und Allergien entstehen.

Um schnell Gewissheit zu haben, ob es sich um Schimmel handelt, welche Art des Schimmelpilzes vorliegt und wie hoch die Belastung durch den Schimmel in der Wohnung ist, eignet sich ein Schimmelpilztest. Diese kann man selbstständig zu Hause durchführen. Das Umweltbundesamt rät jedoch dazu, bei Schimmelbefall ab einer Größe von mehr als einem halben Quadratmeter, auch einen Fachmann zu Rate zu ziehen.

Welche Schimmelpilztests gibt es?

Bei den Schimmelpilztests für zu Hause gibt es zwei Arten von Tests: Raumlufttests und Abklatschtests. Die Raumlufttests sammeln Schimmelpilzsporen aus der Raumluft, die auf einem Nährboden des Tests gesammelt werden. Dabei definiert eine genau vorgegebene Zeitspanne die Höhe des Pilzbefalls. Das Ergebnis des Raumlufttests wird meistens in einem Labor ermittelt, das eine genaue Auswertung des Schimmelpilzes zusammenstellt.

Bei einem Abklatschtest bringt man die Tests an der betroffenen Stelle an der Wand an. Hier sammelt eine Petrischale mit Nährboden mögliche Schimmelsporen, die dann ebenfalls im Labor untersucht werden. Die Auswertungen benötigen im Durchschnitt etwa zwei Wochen. Doch es gibt auch Schimmeltests, die keine Laborauswertung benötigen und das Ergebnis bereits zu Hause ausweisen.

> Die besten Luftreiniger für daheim

Schimmeltest für zu Hause

Der Schimmeltest von „Airself“ funktioniert ohne Labor und bietet genug Testmaterial, um die Luftqualität in sechs Räumen zu testen. Schimmelpilze entstehen bei etwa 80 bis 85 Prozent relativer Luftfeuchte. Meist reicht dann der Hausstaub als Grundlage für die Bildung von Schimmel aus. Auch bestimmte Materialien an den Wänden können das Wachstum weiter begünstigen, so zum Beispiel Raufasertapete, Holz und Gips.

Mit dem „Airself“-Raumlufttest wird eine Probe auf einer Petrischale mit Nährboden aufgenommen, die bereits nach wenigen Stunden ein Ergebnis zeigt. Mit einem mitgelieferten Ergebnisprotokoll kann man selbst den Befund begutachten und auswerten. Danach werden je nach Ausgang bestimmte Maßnahmen gegen Schimmel empfohlen. Der Test ist sehr leicht und schnell durchführbar, der Preis für eine Packung mit sechs Tests liegt bei knapp 30 Euro.   

Raumluft-Schimmeltest im Labor

Etwas teurer sind die Schimmeltests, die eine professionelle Analyse im Labor beinhalten. So kostet der Raumlufttest von „Luftasan“ knapp 60 Euro. Das Set inkludiert eine Schale mit Nährboden, die man nach entnommener Probe ins Labor schickt. Der Test kann ohne jegliches Vorwissen zu Schimmel selbst durchgeführt werden. Nach zwei Wochen liegt das Ergebnis aus dem Fachlabor vor.

Der Test kann auch bei nicht-sichtbarem Schimmelverdacht eingesetzt werden, etwa bei muffigem Geruch in einem Raum. Denn Schimmel versteckt sich auch oft hinter Möbeln oder unter Tapeten. Auch unerklärliche Atemwegsbeschwerden können ein Anlass sein, einen Raumlufttest durchzuführen. 

Schimmeltest: Abklatschtest von „Adler Apotheke“

Falls bereits Schimmel an der Wand sichtbar ist oder eine feuchte Wand im Verdacht steht Schimmel zu bilden, eignet sich ein Abklatschtest. Der Schimmelpilztest von „Adler Apotheke“ für knapp 70 Euro beinhaltet eine Petrischale mit Nährboden, der drei Sekunden an die betroffene Stelle an der Wand gedrückt wird.

Danach schickt man die Probe ins Analysenlabor der Apotheke und etwa vier Wochen später erhält man einen detaillierten Schimmelbericht. In der Analyse werden zudem die jeweiligen Schimmelpilzgattungen bestimmt. 

Schimmel-Hygrometer

Neben Schimmelpilztests gibt es auch sogenannte Schimmel-Hygrometer – diese Geräte kann man präventiv einsetzen, um die Luftfeuchtigkeit eines Raumes zu beobachten. Vor allem an Fenstern, Türen und Kältebrücken bietet sich das Gerät an, Schimmel nachzuweisen oder vorzubeugen.

Das Gerät installiert man an der Wand und dann zeigt es neben der Luftfeuchte auch die Raumtemperatur und den Taupunkt (Kondenswasser entsteht) an. Bereits bei einem Wert von über 55 Prozent, 60 Prozent oder 65 Prozent Luftfeuchte sowie entsprechender Temperatur und Taupunkt warnt der Hygrometer vor schlechter Atemluft und möglicher Schimmelbildung. Zusätzlich speichert das Gerät Minimal- und Maximalwerte sowie Werte in der Nacht.

Eine ausführliche Beschreibung mit vielen Tipps zum richtigen Heizen und Lüften liegen dem Hygrometer von „TFA Germany“ ebenfalls bei. Der Preis liegt bei knapp 24 Euro.

* Wir erhalten für einen Kauf über diesen Link eine kleine Provision, mit der wir die kostenlos nutzbare Webseite www.gesund-vital.de teilweise finanzieren können. Für den User entstehen dabei keinerlei Kosten.