Vitamine gut und schön. Der Superstar unter den Inhaltsstoffen der Tomate ist jedoch ein anderer ...
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Dass Tomaten nicht nur lecker, sondern auch gesund sind, wussten Sie wahrscheinlich schon. Doch wissen Sie auch, dass es nicht nur Vitamine und Mineralien sind, die sie so wertvoll für unsere Gesundheit machen, sondern ein Stoff namens Lycopin? Wir erklären, was es damit auf sich hat, weshalb Lycopin Krebsforscher begeistert, und warum Sie die Tomate lieber warm als kalt essen sollten. Eine Grafik mit verschiedenen Fakten zu Tomaten. Sie zeigt Wissenswertes über die gesunden Inhaltsstoffe und die Wirkung von Tomaten.
Tomaten sind ganz besondere Früchte. Wer sie in grünem Zustand verspeist, muss mit Erbrechen und Durchfall rechnen (denn unreif enthalten sie das Gift Solanin). Doch rot und reif sind sie ein Lebensmittel, das glatt in die viel strapazierte Kategorie „Superfood“ gehört. Klar, denken Sie jetzt vielleicht, da stecken halt viele Vitamine drin. Richtig. Aber nicht nur. Eine andere, ganz besondere Substanz macht die Tomate zum wertvollen Gesundheitshelfer aus dem Garten.
Das steckt drin in Tomaten
In erster Linie besteht das Nachtschattengewächs aus Wasser (95 Prozent). Das macht sie zum idealen Diätbegleiter, denn 100 Gramm der Frucht bringen es gerade mal auf 20 Kalorien (Kcal).
Die restlichen 5 Prozent haben es jedoch in sich. In der Tomate stecken nämlich diese wertvollen Vitalstoffe in respektablen Mengen:
Pflanzen bilden spezielle Substanzen, um ihre Zellen vor schädlichen Umwelteinflüssen wie Schädlingen oder UV-Strahlung zu schützen. Diese Substanzen werden sekundäre Pflanzenstoffe genannt. Außerdem sind darunter Aroma- oder Farbstoffe, die Geschmack oder Aussehen der Pflanze prägen. Flavonoide, Carotinoide oder Polyphenole sind einige der Unterarten der sekundären Pflanzenstoffe.
Das Tolle an den sekundären Pflanzenstoffen: Nehmen wir sie mit der Nahrung auf, entfalten sie ihre schützende Wirkung auch in unserem Organismus. Sie wirken antioxidativ, das heißt, sie machen eine bestimmte Art von zellschädigenden Molekülen (Freie Radikale genannt) unschädlich. Alterungsprozesse im Körper werden dadurch verlangsamt und schädliche Zellveränderungen verringert. Der sekundäre Pflanzenstoff, der die Tomate zu einem Schatz für unsere Gesundheit macht, heißt Lycopin und gehört zu den Carotinoiden. Zusammen mit anderen Antioxidantien steckt es vor allem im Fruchtfleisch und in der gelblichen Flüssigkeit mit den Samen. > Lesen Sie hier mehr über Antioxidantien
Was bringt Lycopin der Gesundheit?
Die Liste der Wohltaten, die Lycopin für unsere Gesundheit vollbringt, ist lang:
Lycopin ist gut fürs Herz,
… denn es hemmt die Blutgerinnung, so dass das Risiko für Verklumpungen sinkt. Das bedeutet: Weniger Herzinfarkte und Schlaganfälle.
Eine Studie von Forschern einer finnischen Universität ergab: Männer mit dem höchsten Lycopin-Gehalt im Blut hatten ein um 55 Prozent niedrigeres Risiko für einen Schlaganfall als diejenigen mit dem niedrigsten Lycopin-Level.
Es ist gut für die Haut,
… denn es macht sie widerstandsfähiger gegen UV-Strahlung. Steckt viel Lycopin im Depot der Haut, kommt es seltener zu Sonnenbrand.
Es ist wahrscheinlich gut für die Augen,
… weil es vor Makuladegeneration (Erkrankungen der Netzhaut des Auges) zu schützen scheint. Die genaue Wirkung von Lycopin im Auge ist jedoch noch unklar.
Es verringert das Krebsrisiko…
durch seine antioxidative Wirkung. Eine finnische Studie belegte: Männer, die regelmäßig Tomaten essen, senken dadurch ihr Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken, um 30 Prozent. Bei Frauen macht sich eine ähnliche Wirkung bemerkbar: Haben sie viel Lycopin im Körper gespeichert, sinkt ihr Risiko für Brustkrebs und Gebärmutterhalskrebs.
Tomaten essen – aber richtig!
Klar, frisch aus dem Garten oder vom Markt schmecken Tomaten unvergleichlich gut und enthalten auch am meisten Vitamine. Doch das wertvolle Lycopin kann der Körper am besten aufnehmen, wenn das Gemüse bereits verarbeitet und vor allem erhitzt wurde. Der Grund: Werden bei der Herstellung von Tomatenmark, -saft oder -soße die Früchte erwärmt, brechen die winzigen Wände ihrer Zellen auf und geben das gesamte Lycopin so frei, dass es der Körper optimal verwerten kann.
Wer also regelmäßig zu Dosentomaten oder Tomatensaft statt zu frischen Früchten greift, tut das nicht zum Nachteil für seine Gesundheit. Am besten geben Sie noch einen Löffel Olivenöl dazu, denn zusammen mit Fett ist Lycopin besonders gut verwertbar. > So gesund ist die Mittelmeerküche
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