Magen & Darm

Hilfreiche Ratgeber für Menschen mit Reizdarm

Das Reizdarmsyndrom, abgekürzt RDS, ist eine funktionelle Störung des Verdauungssystems und in der Bevölkerung sehr weit verbreitet. Doch bisher fehlt eine einheitliche Therapie, denn das Reizdarmsyndrom gilt als ungefährlich und scheint in vielen Fällen stressbedingt zu sein. Betroffene haben oft einen langen Leidensweg hinter sich, bis der Arzt die Diagnose Reizdarm stellt. Und selbst dann hilft jedem eine andere Behandlungsmethode.

Ernährungsumstellung, weniger Stress, mehr Entspannung als Ausgleich – gegen die unangenehmen Darmbeschwerden gibt es bisher kein Medikament, dafür umfangreiche Tipps, wie Sie Blähungen, Krämpfe und Co. in den Griff bekommen.

Ratgeber können bei der Umstellung der Lebensumstände sehr hilfreich sein. Hier stellen wir eine Auswahl an Ratgebern vor, die Ihnen das Leben mit Reizdarm erleichtern können.

Reizdarm-Ernährung

Wenn der Darm verrücktspielt, liegt es häufig an der Ernährung. Ein reizanfälliger Darm kann viele der heute üblichen Nahrungsmittel gar nicht gut verwerten und reagiert mit den typischen Reizdarm-Symptomen wie Durchfall, Verstopfung, Blähungen, Bauchschmerzen und Übelkeit bis hin zu Depressionen.

Wichtigster Ansatz der Reizdarm-Therapie ist deshalb eine Ernährungsumstellung, die den besonderen Bedürfnissen des sensiblen Verdauungssystems entgegenkommt.

Ein Bild von fruchtzuckerhaltigem Obst wie Erdbeeren und Weintrauben

Fruchtzucker kann Darmbeschwerden auslösen. (c) Adobe Stock / PhotoSG

FODMAP heißt die Formel, die sich bei vielen Betroffenen bewährt hat und die Beschwerden reduzieren konnte. Die Abkürzung steht für “fermentable oligo-, di- and monosaccharides and polyols”. Das bedeutet: Die Ernährung sollte möglichst arm an Monosacchariden, Disacchariden, Oligosacchariden und Polyolen sein. Sie sind in manchen Obst- und Gemüsesorten enthalten, ebenfalls in Getreide, Milch, Joghurt und Süßstoffen.

Detaillierte Lebensmitteltabellen und weitere Informationen zur Reizdarm-Diät finden Sie im Ratgeber “Ernährung bei Reizdarm”.

FODMAP Reizdarm-Kochbuch

Damit Ihnen die Umstellung der Ernährung leichter fällt, können Sie sich von den FODMAP-armen Rezepten im Kochbuch von Louisa Wagner inspirieren lassen. Die 101 Rezeptideen sind eine große Hilfe, wenn Sie sich durch die vielen “verbotenen” Lebensmittel überfordert fühlen.

Wer sich nach einigen Wochen mit den FODMAP-Listen vertraut gemacht hat, kann natürlich auch eigene Kreationen in den Speiseplan einbauen. Doch wer den Reizdarm heilen will, sollte für sechs bis acht Wochen strikt nach der Ernährungsempfehlung kochen und die Mahlzeiten selbst frisch nach den Vorgaben zubereiten.

Reizdarm-Ratgeber aus eigener Erfahrung

Reizdarm und Nahrungsmittelunverträglichkeiten haben ähnliche Symptome, die sich oft durch eine naturheilkundliche Therapie lindern lassen. Welche Möglichkeiten es gibt, um den Reizdarm natürlich zu behandeln, beschreibt Dirk Schweigler in seinem Ratgeber. Der Autor spricht dabei aus eigener Erfahrung mit den Beschwerden, über seine Suche nach der richtigen Therapie und wie er es nach einer langen Leidensgeschichte geschafft hat, den Reizdarm zu heilen.

Das Buch ist leicht verständlich geschrieben, damit auch Laien ohne medizinische Fachkenntnisse die Zusammenhänge gut nachvollziehen können.

Den Reizdarm verstehen lernen

Wie entsteht das Reizdarmsyndrom? Warum reagiert der Darm mit Blähungen, Durchfall und Verstopfung? Warum ist eine angepasste Ernährung so wichtig? Und was kann ich tun, um mich wieder wohlzufühlen?

Im Ratgeber mit dem treffenden Titel “Alles Scheiße!? Wenn der Darm zum Problem wird” finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen, die dabei helfen, die Vorgänge im Körper zu verstehen. Zusätzlich stellt Dr. med. Adrian Schulte, selbst erfahrener Facharzt für Allgemeinmedizin und Naturheilverfahren, ein 10 Tage-Fitness-Programm für den Darm vor, das Betroffene leicht umsetzen können, um eine erste Besserung der Beschwerden zu verspüren.

Ganzheitliche Therapie für den Reizdarm

Wie man durch ganzheitliche Therapie gegen das Reizdarmsyndrom angehen kann, verrät der Ratgeber von GU. Die Basis ist ebenfalls eine Reizdarm-Diät, um den Darm durch unverträgliche Lebensmittel nicht noch mehr zu reizen. Zusätzlich finden sich im Ratgeber bewährte Methoden zur Entspannung und Stressbewältigung, beispielsweise Yoga, Meditation und Autogenes Training. Durch gezielte Übungen kommt der Bauch zur Ruhe und kann sich entspannen.

Ebenfalls wichtig ist der Aufbau und Erhalt einer gesunden Darmflora, um dauerhaft beschwerdefrei zu bleiben. Hierbei spielen Kurkuma und Ingwer eine wichtige Rolle, die der Autor und Gastroenterologe Professor Dr. Martin Storr anschaulich aufzeigt. Aber auch die heilsame Wirkung von Kräutern und ätherischen Ölen erhält ein ausführliches Kapitel, inklusive Tipps für leicht anzuwendende Hausmittel.

Wer sich den Verdauungsproblemen also von der ganzheitlichen Seite nähern will, bekommt hier einen umfangreichen Überblick über die verschiedenen Methoden.

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