Pfirsiche: gesunde Früchte mit Verjüngungseffekt
Blog Kategorie:

Pfirsiche: gesunde Früchte mit Verjüngungseffekt

In unserem Portrait erfahren Sie viel Wissenswertes rund um die leckeren Früchte.
Teilen
Eine Handvoll Pfirsiche auf hellem Holzgrund.
Inhaltsverzeichnis

Pfirsiche zählen zu den beliebtesten Sommerfrüchten. Das Sommersnack-Steinobst hat  nicht nur ein saftiges, erfrischendes Fruchtfleisch, sondern ist auch ganz schön gesund. 

Eine Grafik mit verschiedenen Fakten zu Pfirsichen. Sie zeigt Wissenswertes über die gesunden Inhaltsstoffe und die Wirkung des Steinobstes.
Eine Grafik mit verschiedenen Fakten zum Pfirsich. Sie zeigt Wissenswertes über die gesunden Inhaltsstoffe des Obstes und ihre Wirkung.

Pfirsiche (botanischer Name: Prunus persica) werden vor allem in Gegenden angebaut, in denen auch Wein wächst. Wie Aprikosen, Nektarinen und Pflaumen zählen sie zu den Rosengewächsen. Das handgroße Obst wächst an niedrigen Bäumen. Daher wird die Schale auf der Sonnenseite tiefrot, die andere Hälfte färbt sich gelblich-orange. Die Blüte erfolgt im April.

Aufgrund unzähliger Züchtungen und Kreuzungen gibt es mittlerweile über 3000 Sorten von Pfirsichen. Dazu gehören Benedicte Revita, Amsden und Rubira. Es gibt runde bis spitz zulaufende Früchte, deren Färbung von grüngelb, kräftig gelb oder rot variiert. Auch das Farbspektrum des Fruchtfleisches ist vielfältig. Es gibt gelbfleischige Pfirsiche, weißfleischige Pfirsiche oder auch den roten Weinbergpfirsich. Manche Pflanzen bzw. Bäume sind anfälliger für die Kräuselkrankheit als andere.

Die ebenfalls beliebten Nektarinen sind eine Varietät des Obstes. Sie werden wegen der glatten Haut auch Nacktpfirsiche genannt.

Der Pfirsich hat von Juli bis September Hochsaison. Bereits ab Mai sind erste Früchte aus Spanien, Italien und Griechenland erhältlich. Besonders Italien bietet den Pfirsichbäumen ein ideales Klima, weshalb es der europäische Hauptlieferant für die süßen Früchte ist. Im Winter reifen Pfirsiche u.a. in Südafrika, Chile, Argentinien und der Türkei.

Der Verzehr von Pfirsichen lässt sich in zahlreiche Speisepläne und Ernährungsformen integrieren. Selbst bei schwierigen Ernährungskrankheiten wie Divertikulose, bei der eine Erkrankung des Dickdarms vorliegt, können Pfirsiche bedenkenlos verzehrt werden und punkten mit ihrer Vielzahl an Vitaminen und anderen Nährstoffen.

Sind Pfirsiche gesund? Das steckt in der Frucht

Hinter dem süßen Aroma der Pfirsiche steckt eine Vielzahl wertvoller Nährstoffe und Vitamine. Pfirsiche liefern unter anderem Kalzium, Kalium, Eisen und Magnesium sowie die Vitamine B1, B2, C und K. Auch Vitamin E ist enthalten.

Eine weitere gesunde Komponente sind die Flavonoide: pflanzliche Farbstoffe, die immunstärkend wirken und als Antioxidantien unseren Organismus vor freien Radikalen schützen. Ihre Zellschutzfunktion reduziert damit das Krebsrisiko. Zusätzlich beugen Flavonoide Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor und senken den Cholesterinspiegel – damit beugen sie auch dem metabolischen Syndrom entgegen. Besonders weißfleischige Sorten liefern mit 28-111 mg pro Frucht reichlich gesunde Pflanzenstoffe. Dabei gilt: Je frischer das Obst ist, desto mehr gesunde Inhaltsstoffe sind enthalten.

> Erfahren Sie hier mehr über Antioxidantien

Die kleinen Früchte haben einen vielseitigen gesundheitlichen Effekt:

  • Kalium entwässert sanft und regt damit die Nieren- und Verdauungstätigkeit an.
  • Carotinoide aus dem Provitamin A beugen Augen- und Hauterkrankungen vor.
  • B-Vitamine und Magnesium haben eine natürliche beruhigende Wirkung gerade in Stresssituationen, helfen bei einem sauren Magen und stärken das Immunsystem.
  • Zudem liefern 100 g Pfirsich 10 mg des zellschützenden Vitamin C und decken 10% des Tagesbedarfs.

Auch Pfirsichkerne sind tolle Lieferanten für verschiedene Vitamine. Vor allem findet man viel Vitamin B1 in den Pfirsichkernen – pro 100 g enthalten sie bis zu 810 µg Vitamin B1. Auch Vitamin E sowie Biotin und Vitamin B3 sind in Pfirsichkernen enthalten. Allerdings sollten sie nicht in großen Mengen verzehrt werden, da sie Amygdalin enthalten, was im Körper wiederum zur giftigen Blausäure wird. Blausäure kann im schlimmsten Fall, aber nur bei übermäßigem Verzehr, zu Vergiftungen bis hin zu lebensgefährlichen Zuständen führen. Da Pfirsichkerne eh zu groß sind, um sie aus Versehen mitzuessen, können Sie die getrocknete Variante mit Bedacht verzehren, ohne unter den Folgen der Blausäure leiden zu müssen.

Eine junge Frau hält sich scherzhaft zwei Pfirsiche vor die Augen.
Die Inhaltsstoffe von Pfirsichen halten jung. (c) Alesya / Fotolia

Pfirsiche tragen zu einem schönen, gesunden Hautbild bei

„Eine Haut wie ein Pfirsich“ – dieses Kompliment hört man gerne. Dabei unterstützt der Pfirsich im wahrsten Sinne des Wortes das frische, gesunde Erscheinungsbild unserer äußeren Hülle.

Sekundäre Pflanzenstoffe, Vitamine, ungesättigte Fettsäuren, Linolsäure und Tannin in den Blättern des Pfirsichbaums sind Substanzen, die für die Elastizität der Haut sorgen und Symptome von Erkrankungen lindern können. Zudem wirken die Vitamine A, C und E stark antioxidativ und schützen vor Falten, Alterungsprozessen und äußeren Schadstoffen.

Beta-Carotin und andere Pflanzenfarbstoffe sorgen dafür, dass die Haut weniger empfindlich auf Sonnenlicht reagiert und beugt auch hiermit Hautschäden und Alterungserscheinungen vor. Bei all den verjüngenden Inhaltsstoffen verwundert es nicht, dass der Pfirsich im Orient bis heute ein Symbol für Unsterblichkeit und ewige Jugend ist.

Besonders beliebt ist Pfirsichkernöl, das besonders schnell auf der Haut einzieht und die Elastizität der Haut verbessern soll. Es wird aus dem Kern des Pfirsichs gewonnen und weist ähnliche pflegende Eigenschaften wie Mandel-, Aprikosen- oder Pflaumenkernöl auf. Feuchtigkeitsspendend sorgt das Pfirsichkernöl für ein weiches und angenehmes Hautgefühl.

> Sonnenschutz von innen

Erfrischende Pfirsichmaske zum Selbermachen

Sie können Ihrer Haut einfach zu Hause neue Frische verleihen. Eine selbstgemachte Hautmaske aus Pfirsich ist die ideale Pflege für trockene, rissige und strapazierte Haut.

Dafür pürieren Sie folgende Zutaten zu einer feinen, cremigen Masse:

  • 1 ungeschälten Pfirsich
  • ½ Becher Naturjoghurt
  • 1 EL Honig
  • und 1 EL Olivenöl

Tragen Sie die Maske auf die gereinigten Hautstellen auf und lassen sie 20 Minuten einwirken. Dadurch versorgen Sie Ihre Haut mit neuen Mineralstoffen und Feuchtigkeit und bekommen ein feines, weiches Hautbild.

Rezepte mit Pfirsich: gesund jedes Gericht aufpeppen

Die Vielfalt, die der Pfirsich an gesundheitlichen Aspekten bietet, liefert er auch in der Sommerküche. Er verleiht sowohl süßen als auch deftigen Gerichten einen besonderen Frischekick. Neben klassischen Rezepten für Desserts wie Pfirsichkuchen, Pfirsich Melba oder als Marmelade, lassen sich Pfirsiche auch gut zu Chutney, herzhafter Salsa oder Smoothies verarbeiten.

Die Steinlöslichkeit hängt übrigens von der Sorte und ihrer saisonalen Reife ab. Der Kern aus weißfleischigen Früchten einer späten Ernte lässt sich besser herauslösen als aus gelbfleischigen Sorten.

Der in deutschen Weinbaugebieten beheimatete Weinbergpfirsich hat eine leicht herbe Note, aber ein kräftiges Aroma. Durch den intensiven Geschmack eignet sich diese Sorte sehr gut für Konfitüre und Kompott. In Likören und Obstbränden gilt der Weinbergpfirsich als Spezialität.

> Erfrischendes Getränk mit Pfirsich

Dank ihrer aromatischen, süß-säuerlichen Note bieten Salate mit Pfirsich oder Kompott einen spannenden Kontrast zu Fleisch-, Geflügel- und Fischgerichten. In Frankreich bevorzugt man Pfirsiche in Pergament gegart oder pochiert mit Himbeermark. Lassen Sie sich auf ein Küchenexperiment ein und kombinieren sie doch einfach mal Rucola und Hähnchenfilet mit einem Pfirsichsalat und genießen Sie den Sommer.

Da in der Schale besonders viele gesunde Pflanzenstoffe stecken, lohnt es sich, sie mit zu verzehren. Jedoch sollten Sie zu Bio-Qualität greifen, da sich in Pfirsichen häufig eine Vielzahl an Schadstoffen der Pestizide anreichert, die mit dem Verzehr aufgenommen werden.

Tipps für den Einkauf und die richtige Lagerung von Pfirsichen

Weil der Pfirsich durch seinen hohen Wassergehalt sehr druckempfindlich ist, müssen Sie beim Kauf einige Punkte beachten. Greifen Sie am besten zu prallen, stark duftenden Früchten ohne Druckstellen. Denn dort, wo die Haut beschädigt ist, fängt der Pfirsich schnell an zu faulen.

Auch beim Transport und bei der Lagerung sollten Sie vorsichtig mit der Ware umgehen. Waschen Sie Pfirsiche erst vor dem Verzehr, denn die Schale nimmt andernfalls zu viel Feuchtigkeit auf und verdirbt schnell.

Sie können Pfirsiche bis zu 5 Tagen nebeneinander im Kühlschrank lagern. Sind die Früchte noch hart, schmecken sie säuerlich und wenig intensiv. Bewahren Sie sie an einem dunklen Ort für 2-3 Tage bei Zimmertemperatur auf, damit sie noch etwas nachreifen und ihren vollen Geschmack entfalten können.

Pfirsiche lassen sich auch gut einfrieren oder einmachen: Ritzen Sie die Schale am unteren Ende ein und blanchieren die Früchte für wenige Minuten in heißem Wasser. Schrecken Sie die Pfirsiche danach mit kaltem Wasser ab – so lässt sich die Haut einfach ablösen.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Pfirsiche

Woher kommen Pfirsiche?

Der Ursprung der Pfirsiche liegt eigentlich in China. Vor rund 1000 Jahren kamen die süßen Früchte dann über Persien nach Süd- und Mitteleuropa. Frankreich war das erste europäische Land, in dem Pfirsiche angebaut wurden.

Warum sind Pfirsiche gesund?

Pfirsiche sind besonders reich an zahlreichen Nährstoffen, die für die Gesundheit wichtig sind. Dazu gehören essenzielle Vitamine wie A, B1, B2, B3 und C. Auch Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium oder Calcium kommen in hohen Mengen im Pfirsich vor.

Muss man Pfirsiche schälen?

Bei Pfirsichen wird empfohlen, die Schale mit zu verzehren, da sie ebenfalls viele wichtige Vitamine enthält. Wichtig ist nur, dass der Pfirsich vor Verzehr gründlich gewaschen wird. Im Idealfall greifen Sie zudem auf Bio-Pfirsiche zurück, damit die Schale keine Pestizide enthält.

Kann man den Pfirsichkern essen?

Grundsätzlich ist der Pfirsichkern essbar, sollte aber höchstens in getrockneter oder pulverisierter Form und in geringen Mengen verzehrt werden. Die in dem Steinobst enthaltene Blausäure ist potenziell giftig für den Körper und kann in großen Mengen gesundheitsschädigend sein.

Ist Pfirsich gut für die Haut?

Der Pfirsich unterstützt die Haut auch von außen und eignet sich hervorragend für die Gesichts- und Körperpflege. Vor allem in Form von Pfirsichkernöl wird die Frucht gerne als feuchtigkeitsspendendes Produkt verwendet.

Teilen
Erhalten Sie unseren Newsletter mit Infos und mehr!

*Mir ist bekannt, dass ich im Gegenzug für meine Teilnahme am Vitamin N Service dem Erhalt von Newslettern per E-Mail zustimme. Mit Klick auf „Jetzt kostenlos anmelden“ stimme ich zu, dass nur die rtv media group GmbH mir Newsletter zusendet, die ich jederzeit abbestellen kann. Ich bin mit den Vertragsbestimmungen des Vitamin N-Services einverstanden.